Es ist normal das ich den ganzen Tag über nichts anderes im Kopf hatte statt wie es heute Abend sein wird? Ich hatte ständig einen kribbeln im Bauch. Als ich Merve davon erzählte das Azad mich fragte war sie auch im Schock. Sie war sogar.. sehr in Schock. In der Klasse konnte ich noch kaum konzentriere und jetzt. Jetzt bin ich alleine zu Hause in meine Zimmer und mache mich fertig für meine damalige mobber. Das ist alles so komisch dennoch so schön. Ich hasse es so sehr das ich dieses Gefühl liebe. Und das nicht gegenüber irgendjemanden sondern ihm.
Was ziehe ich überhaupt an? Wir backen doch eh nur. Also muss ich gar nicht so Schick sein. Ich will auch nicht das er denkt das ich mich für ihn fertige mache... was eigentlich so ist.. Was auch immer. Merve hatte einen wichtigen Termin weshalb sie gerade nicht hier ist. Aber sie verhielt sich auch bisschen seltsam. Es war nicht so als würde sie sich für mich nicht freuen würde. Es war was anderes. Ich spürte etwas Angst als sie wusste das ich heute alleine mit ihm Zeit verbringe. Naja.. sie weiß ja mittlerweile das Azad und Ich einander sehr eng sind. Hat sie... vielleicht Angst mich zu verlieren? Oder ist da was anderes?
Naja was auch immer kann sein das ich mir das alles auch eingebildet habe. Ich nahm mein Blush und schminkte mich weiter. Ich zog einfach einen grauen Jogginganzug. Meine Haare machte ich zu einem hohen Zopf. Und dann... klingelte es. So schnell es ist 18:00 Uhr?!
Oh Gott. Ich will die Tür nicht öffnen... Ich.. Moment wieso benehme ich mich so als wäre es mein Hochzeitstag?? Ich reiße mich zusammen und übte schnell nicht zu sehr zu lächeln wenn ich ihn sehe. Und dann.. öffnet ich es.
Wow. Es war der Postbote...
Nach 5 Minuten kam auch er endlich. Er stand da so.. so elegant. Ich weiß nicht ob hier irgendwelche Kameras eingestellt wurden von ihm aber er hatte fast dasselbe an. Weiße t-Shirt mirt einen grauen jogginghose. Er sieht wie immer so gepflegt aus. „ Bist du fertig Frau Novak?"
Nachdem ich endlich bei ihm ankam – die Fahrt war schnell und still gewesen –, bewunderte ich sein Apartment. Es war groß und luxuriös, wie in einem Mafia-Film. Alles war in Schwarz gehalten und glänzte vor Sauberkeit. Seine Küche, seine Sofas – einfach alles war perfekt. Er wirkte wie ein Sugar Daddy, der alles besitzt.
„Gefällt es dir?", fragte er, während er mir ein Glas kalten Saft reichte. „Dein Ernst? Es ist wunderschön hier", erwiderte ich. Er lächelte. „Ich könnte hier Tag und Nacht chillen und würde nie rausgehen." „Dann mach es doch", sagte er in einem Ton, als würde er es vollkommen ernst meinen. Oh. Er meinte es ernst.
„Och, shut up, Azad."
Was zum Teufel? Warum sprach ich plötzlich Englisch? Ich war selbst schockiert und sah wohl entsprechend aus, denn er fing laut an zu lachen. Ich traute mich nicht mehr, ihn anzusehen. Was war nur los mit mir?
„ Shut up also?", machte er sich weiter lustig und lachte.
„Hör auf damit!", sagte ich und schlug ihn mit einem Kissen.
„Dein Englisch ist echt beeindruckend, Perlchen", neckte er mich.
Ich schlug weiter – wieder und wieder –, bis er mein Handgelenk festhielt und mir das Kissen wegnahm.
„Willst du backen oder kochen?", fragte er. „Mir egal, entscheide du." Er seufzte. „Mir egal, entscheide du", äffte er mich nach. „Hast du heute einen Clown gefrühstückt, Azad?" Er lachte. „Nein, ich liebe es einfach, dich zu ärgern."
Wir entschieden uns fürs Backen. Er mochte Zitronenkuchen, ich bevorzugte Schokoladenkuchen – also machten wir eine Mischung: eine Hälfte Zitrone, die andere Schokolade. Als er mit einem Hemd wieder in die Küche kam, stockte mir kurz der Atem. Er war so muskulös und... habe ich das schon erwähnt? Gepflegt. Er roch immer gut. „Och komm, Ayla, so schön bin ich auch nicht."
Was? Hat er meine Gedanken gelesen?
„Deine Augen leuchten vor Bewunderung", sagte er und reichte mir das Mehl. „Davon träumst du wohl", sagte ich. Wir vermischten die Zutaten. Als ich den Kuchen in den Ofen schob, bewarf mich Azad plötzlich mit Mehl.
Nein, oder? Das war nicht sein Ernst. „Dein Ernst?! Du ESEL!", schrie ich durch die Küche und rannte ihm hinterher.
„OK! Chill!", sagte er, aber ich bewarf ihn immer wieder mit Mehl. „Waffenstillstand, Ayla!", rief er. „Das hast du davon." Als ich schließlich bemerkte, was wir mit der Küche angerichtet hatten, begann ich, alles sauberzumachen. „Ayla, lass es, ich mache das schon", sagte er.
Ich schüttelte den Kopf.
Nachdem ich auf dem Sofa gewartet und währenddessen Teen Wolf geschaut hatte, kam Azad endlich aus der Dusche. Er machte das extra, das wusste ich. Seine Haare waren noch nass, und diesmal trug er eine schwarze Jogginghose mit einem schwarzen T-Shirt.
Ich blickte schnell weg, damit er sich nicht zu viel erhoffte. „Ich glaube, der Kuchen ist schon abgekühlt", sagte er.
„Ja, lass ihn holen."
Nachdem wir in der Küche waren, schnitt ich noch eine Zitrone. „Wusstest du, dass Zitrone Stress abbaut?", fragte ich beiläufig. Azad sah mich irritiert an. „Wie bitte?"„Du musst sie halbieren und dann öfter daran riechen. Nach ein paar Mal wirst du merken, dass dein Kopf sich leerer anfühlt und deine Laune sich verbessert." Er musterte mich beeindruckt. „Das werde ich mir merken, du Expertin."Ich lächelte leicht und hielt ihm eine Zitronenhälfte hin. „Hier, riech mal dran."
Er nahm die Zitrone, hielt sie an seine Nase und atmete tief ein. Dann sah er mich nachdenklich an. „Kann man dadurch auch ein bisschen Liebe verlieren?"
Huh? Ich runzelte die Stirn. „Was?" Er kam einen Schritt näher. Sein Blick war aufrichtig, fast schon sanft.
„Ich glaube, dass ich viel zu viel Liebe für eine einzige Person in mir trage. Ich würde gern ein bisschen davon loswerden." Mein Bauch kribbelte. Mein Herz schlug schneller. „Wieso das denn?", fragte ich leise.
„Weil ich sonst daran platze."
Meine Wangen wurden heiß, also schubste ich ihn leicht weg. „Red keinen Unsinn." Er lachte herzhaft. „Du solltest deine Wangen sehen. Sie sind total gerötet."
„Ja, weil es hier so warm ist! Mach doch mal deine Fenster auf."
Er grinste und sah mich direkt an. Ein viel zu intensiver Blick. Guck mich nicht so an, du Idiot.
„Und was, wenn ich dir sage, dass die Fenster schon offen sind?"
Ich schaute mich hektisch um. Verdammt.
„Was auch immer", murmelte ich und drehte mich weg. Nachdem wir gegessen hatten, machten wir es uns auf dem Sofa gemütlich und schalteten Divergent ein. Ich war so müde, dass ich jede Sekunde einschlafen konnte.
„Schlaf ruhig", sagte Azad leise. „Ich wecke dich später und bringe dich nach Hause."
Seine Stimme klang beruhigend, sodass ich mir keine Gedanken mehr machte. Ich ließ meine Augen zufallen.
Als ich sie wieder öffnete, lag ich immer noch auf dem Sofa. Durch die Vorhänge drang warmes Sonnenlicht in den Raum. Panik schoss durch meinen Körper.
Das ist doch nicht sein Ernst!
Ich riss mein Handy hervor und schaute auf die Uhr.
11 Uhr.
Scheiße! Ich habe den ganzen Schultag verpasst!
Hektisch rief ich Merve an, aber sie ging nicht ran.
„Fick dich, Azad", murmelte ich und sprang vom Sofa auf. Ich lief Richtung Badezimmer, als ich plötzlich Azads Stimme hörte. Er telefonierte.
„Wie lange denn noch?", fragte er leise.
Ich blieb abrupt stehen. Oh nein. Er telefoniert bestimmt mit seinem Vater über Rana.
Ich wollte nicht weiter zuhören, doch dann hörte ich etwas, das mir den Boden unter den Füßen wegriss.
„Merve, irgendwann müssen wir es ihr sagen."
Mein Herz machte einen Salto. Mir wurde übel.
Merve? Azad?
Was... was wollen die mir erzählen?
Mein Magen zog sich zusammen. Ich konnte das nicht auf mir sitzen lassen. Ich musste es wissen.
Ich trat ins Zimmer und sah Azad direkt an.
„Was wollt ihr mir erzählen?"
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Vote nicht vergessen! Und... ähm?! Wieso folgt ihr mir nicht??
SAG MAL, DAS GEHT JA GAR NICHT!
Was glaubt ihr, was Azad und Merve vor Ayla verheimlichen?
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i hate you
Storie d'amoreAyla durchlebte eine anspruchsvolle Schulzeit, in der jemand, den sie zutiefst liebte, ihr Herz Stück für Stück brach. Im Laufe der Zeit wandelten sich ihre Gefühle zu Hass, und sie setzte alles daran, ihn in der Zukunft zu vermeiden. Dennoch hatte...
