Mein Herz schlug schneller. Azad legte auf und kam zu mir rüber.
„Ayla, lass uns erst mal frühstücken. Ich werde dir alles erzählen."
Das meint er doch nicht ernst.
„Nein. Erzähl." Ich schaute ihn erwartungsvoll an. Bitte, alles, nur nicht das, was ich denke. Bitte, Azad.
„Ich verspreche—"
„Azad, erzähl die Scheiße jetzt!" schrie ich.
„Es ist echt nicht das, was du denkst. Merve wollte es dir schon oft erzählen, aber es kam nie dazu."
Bitte nicht. Bitte tut mir das nicht an.
Meine Augen begannen zu brennen, aber ich versuchte, nicht auszurasten. „Bitte, Azad, erzähl mir die Scheiße einfach." Meine Stimme brach, während ich ihn flehend ansah.
Er wollte zu mir rüberkommen, um mich zu beruhigen.
„Bleib da, wo du bist!" Meine Worte schnitten durch die Luft wie ein Messer.
Er wirkte überfordert, aber zugleich auch besorgt. „Ayla, ich habe dich doch gerade erst wieder. Ich will dich nicht nochmal verlieren."
Mein Herz klopfte immer heftiger.
„ERZÄHL MIR DAS ENDLICH!" schrie ich.
Stille.
„Du verdammter Hund, hast du was mit Merve?!" Mein Zorn explodierte. Ich schlug ihm gegen die Brust.
„Ich habe dir vertraut!"
„Nein! Ayla, so ist es nicht—"
„DANN SAG ES MIR DOCH!"
Ich wusste nicht mehr, was ich machen sollte. Ich stand vor ihm, außer Atem, die Tränen liefen mir unaufhaltsam übers Gesicht. Er sah mir in die Augen – aber sagte nichts.
„ERZÄHL ENDLICH!"
Sein Schweigen war schlimmer als jede Antwort.
„Ayla, bitte hör auf zu weinen. Merve wird dir alles erklären."
„DU HAST GESAGT, DASS DU ES MIR ERZÄHLST!" Meine Stimme überschlug sich vor Schmerz.
Dann klingelte es.
„Ayla, bitte, setz dich hin. Ich bin gleich wieder da."
Er ging an mir vorbei zur Tür. Mein Körper zitterte, meine Gedanken überschlugen sich. Ich wollte nur noch weg. Ich griff nach meinen Sachen – doch dann sah ich, wer vor der Tür stand.
Merve.
Mir stockte der Atem.
„Ihr wollt mich doch verarschen."
Merve weiß, wo er wohnt?
Warum tut sie mir das an?
Ich drehte mich um, wollte einfach nur noch gehen. Doch Merve hielt mich auf.
„Ayla, bitte, komm. Ich werde dir alles erzählen."
Ihre Augen glänzten vor Tränen – doch es war mir egal. Ich wollte die beiden am liebsten hier einsperren und das verdammte Apartment niederbrennen.
„Ayla, bitte," flehte Azad.
Ich lachte bitter.
„Ich halte diese Scheiße nicht mehr aus. Erklärt es mir einfach und lasst mich gehen." Meine Stimme war nur noch ein Flüstern.
Stille.
Merve schluckte schwer. „Damals in der 7. Klasse..."
Ich spürte, wie mein Herz einen Schlag aussetzte.
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i hate you
RomanceAyla durchlebte eine anspruchsvolle Schulzeit, in der jemand, den sie zutiefst liebte, ihr Herz Stück für Stück brach. Im Laufe der Zeit wandelten sich ihre Gefühle zu Hass, und sie setzte alles daran, ihn in der Zukunft zu vermeiden. Dennoch hatte...
