Defne's pov:„Ein Date? Mit Kenan Yıldız?" Eces Stimme überschlug sich fast, als ich die Worte aussprach. Wir saßen auf dem Bett meines Hotelzimmers, eine Tasse Tee in der Hand, aber ihr Interesse an meinem Geständnis hatte jede andere Konversation vergessen lassen.
„Es ist kein richtiges Date," korrigierte ich, doch mein Tonfall überzeugte weder sie noch mich selbst. „Er hat mich gefragt, ob wir zusammen essen gehen. Mehr nicht."
Ece hob skeptisch eine Augenbraue und setzte die Tasse ab. „Defne, ich bitte dich. Ich wusste das zwischen euch etwas ist!"
Ich seufzte und ließ meinen Kopf gegen die Wand sinken.
„Aber ich versteh dich ich meine, der Typ ist heiß, charmant, und..." – sie hielt inne, bevor sie leiser hinzufügte – „irgendwie scheint er dich aus der Reserve zu locken. Du bist anders, wenn du über ihn redest."
Ich lachte nervös. „Das ist kein Kompliment."
„Doch, das ist es." Sie sprang auf, nahm mich an den Schultern und zog mich vor meinen Koffer. „Okay, Schluss mit dem Grübeln. Wir müssen dich umwerfend aussehen lassen. Das ist ein Date mit einem der begehrtesten Fußballer Europas – du kannst da nicht in deinem üblichen Büro-Look auftauchen."
„Ece, ich habe nicht mal ein passendes Outfit dabei," protestierte ich schwach, doch sie war bereits eifrig dabei, durch ihre Kleider zu wühlen.
Nach einigem Hin und Her entschied sie sich für ein gewagtes, weinrotes Kleid. Es war figurbetont, mit einem tiefen Ausschnitt und einem geschlitzten Saum, der einen Blick auf die Beine freigab, ohne zu viel zu zeigen. Elegant und doch verführerisch. Das ist es.
Ich betrachtete mich im Spiegel und biss mir auf die Lippe. Das Kleid schmeichelte meinen Körper auf eine Weise, die ich normalerweise zu vermeiden versuchte. Der Stoff war glatt, fast schimmernd, und endete knapp über meinen Knien. „Ist das nicht zu... viel?"
„Nein," widersprach Ece sofort. „Das ist perfekt. Glaub mir, wenn er dich in dem Kleid sieht, wird er den Fokus für den Rest des Abends ganz woanders haben."
Ich war mir nicht sicher, ob das eine gute Sache war, aber die Aufregung in ihrer Stimme war ansteckend. Mit ein paar goldenen Ohrringen, dezentem Make-up und roten Lippen war ich schließlich bereit. Als ich in den Spiegel blickte, konnte ich nicht anders, als mich ein wenig zu bewundern.
-
Als ich in die Lobby trat, wartete er bereits. In seinem hellen Polo Hemd und der schwarzen Hose sah er so mühelos elegant und leck-
Langsam find ich mich selber komisch...
Doch als sein Blick auf mich fiel, war es, als würde die Welt um uns herum verschwinden.Seine Augen weiteten sich einen Moment, bevor er sich schnell fing, doch das leichte Zucken seiner Lippen verriet ihn. „Du siehst..." Er hielt inne, schüttelte den Kopf, als würde er nach den richtigen Worten suchen. „...unglaublich aus."
„Danke," murmelte ich und versuchte, meinen Blick nicht sofort abzuwenden.
„Ich meine es ernst," sagte er, seine Stimme leise und rau. „Weinrot steht dir."
Ich spürte, wie sich meine Wangen erneut röteten, doch ich lächelte.
„Bereit?" fragte er mit einem leichten Lächeln, das irgendwie wärmer war als sonst.
„Wohin gehen wir?" fragte ich und zog die dünne Jacke enger um meine Schultern, während wir nach draußen traten.
Er hielt eine Hand leicht an meinem Rücken, führte mich zu einem wartenden Auto. „Das wirst du sehen."
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Ungeplantes Spiel
RomanceNach einer schwierigen Vergangenheit in Deutschland wagt Defne einen Neuanfang in Turin, wo sie kurzfristig als Managerin für den aufbrausenden, türkischen Fußballstar Kenan Yildiz einspringt. Die beiden könnten nicht unterschiedlicher sein: Während...