Defne's pov:
Die ersten Sonnenstrahlen krochen durch die Vorhänge, tauchten das Zimmer in ein sanftes, goldenes Licht.
Ich war noch halb zwischen Schlaf und Wachsein, als ich bemerkte, dass Kenan bereits wach war. Er lag neben mir, seinen Kopf auf eine Hand gestützt, und beobachtete mich mit einem Lächeln, das mir gleichzeitig vertraut und gefährlich vorkam.
„Warum schaust du mich so an?" fragte ich verschlafen, während ich versuchte, mein Gesicht in den Kissen zu verstecken.
„Weil ich immer noch nicht glauben kann, dass du echt bist", erwiderte er leise, ohne den Blick von mir abzuwenden.
Seine grünen Augen funkelten vor Wärme, aber auch mit diesem gewissen Etwas, das mir jedes Mal einen Schauer über den Rücken jagte.
„Du machst es schon wieder", murmelte ich.
„Was?"
„Mich anstarren, als würdest du planen, mich gleich zu verschlingen."
Er grinste. „Vielleicht tue ich das ja auch."
Ich lachte leise und drehte mich zu ihm. Es war ein Moment der Vertrautheit, und doch fühlte es sich aufregend neu an.
Ich erinnerte mich an den ersten Tag, als wir uns begegnet waren – wie er mich zuerst unterschätzt hatte, bis ich ihm mit meiner bestimmenden Art direkt die Stirn geboten hatte.
„Was denkst du gerade?" fragte er, als er eine Strähne aus meinem Gesicht strich.
„Was war das erste was du dachtest als du mich gesehen hast?."
Er lachte, ein tiefes, angenehmes Geräusch, das in meiner Brust widerhallte.
„Ich fand dich vom ersten Moment an faszinierend – und ehrlich gesagt auch ziemlich anziehend. Deine Art, den Raum einzunehmen, als würde alles dir gehören, hat mich verrückt gemacht."
„Verrückt gemacht?" Ich hob eine Augenbraue. „Das klingt eher nach Wut als nach Bewunderung."
„Ein bisschen von beidem", gestand er und zog mich näher zu sich. „Aber jetzt bin ich überzeugt, dass es genau das ist, was ich brauche."
Seine Worte ließen mich lächeln, doch bevor ich antworten konnte, drückte er mir einen kurzen, intensiven Kuss auf die Lippen.
Nach einer Weile schaffte ich es, mich aus dem Bett zu schälen, nur um festzustellen, dass Kenan es sich noch gemütlich machte.
Ich stand vor dem Kleiderschrank, zog mir seinen Hoodie über, der viel zu groß für mich war.
„Siehst gut aus", kommentierte er grinsend.
„Natürlich tue ich das." Ich drehte mich zu ihm um, die Hände in die Hüften gestemmt. „Soll ich dir etwas zum Frühstück mitbringen, oder bleibst du den ganzen Tag faul hier liegen?"
„Ich habe ein hartes Spiel hinter mir. Vielleicht solltest du mir Frühstück ans Bett bringen, um mich zu belohnen."
„Belohnen? Wofür? Dass du dich gestern kaum bewegen konntest, als ich die Kontrolle übernommen habe?"
Offensichtlich war das nicht der Fall gewesen und nur ein Spaß denn meine Beine fingen schon langsam an nachzugeben aber das würde ich niemals zugeben.
Er lachte, ein seltener, freier Klang, und zog sich schließlich auch aus dem Bett. „Emin misin? Çünkü bence dün gece benim kontrolüm altındaydın en son hatırladığım" (Sicher? denn soweit ich mich erinnern kann warst du gestern Nacht unter meiner Kontrolle?)
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Ungeplantes Spiel
RomanceNach einer schwierigen Vergangenheit in Deutschland wagt Defne einen Neuanfang in Turin, wo sie kurzfristig als Managerin für den aufbrausenden, türkischen Fußballstar Kenan Yildiz einspringt. Die beiden könnten nicht unterschiedlicher sein: Während...
