Kapitel 11

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Defne's pov:

"Es ist alles gut" sagte er während er auf den Boden blickte und sich von mir entfernte.
Plötzlich kam ich mir auch völlig dumm vor und stand wieder aufrecht hin.

Es ist immer dasselbe, erst ist er so lieb und ich muss mich zügeln keine Gefühle zu entwickeln. Doch dann passiert irgendwas und er distanziert sich und wird wieder eiskalt.
Ich weiss nicht einmal was ich gerade gemacht hab.
"Ich wollte doch n-" versuchte ich aber ich wurde genau so schnell wieder unterbrochen.
"Brauchst du nicht. Mir geht's gut" hob er seine Hände und stand auf um ins Bad zu gehen.

Wie komm ich immer in solche Situationen. Hier sitze ich nun alleine, wie der letzte Vollidiot.
Also beschloss ich zurück in das Schlafzimmer zu gehen und beim ersten Sonnenstrahl zu gehen. Denn offensichtlich war ich hier nicht mehr erwünscht.

Wo ist der Kenan der sich gestern Abend für mich schlägerte und unbedingt wollte dass ich hier bleibe? Das spielte sich um die 2 Stunden in meinem Kopf ab.

Schließlich wurde es draußen etwas heller und ein Blick auf mein Handy verrät mir dass es 10 vor 6 war. 
Gesagt getan, ich zog den Hoodies der nach ihm roch und machte sein Bett. Darauf legte ich seinen zusammengefaltenen Hoodie.
Danach nahm ich leise meine Schlüssel und schlich mich am Wohnzimmer vorbei.
Dort lag Kenan und schlief wieder friedlich.

Er lebt einfach 2 verschieden Persönlichkeiten. Ich schüttelte nur den Kopf bevor ich leise die Türe öffnete um mich zu meinem Auto zu begeben. Trotz dass es Mitte Mai war und ich einen Cardigan trug war mir irgendwie immernoch bisschen kalt.

Ich setzte mich in mein Auto und fuhr endlich Heim, ich konnte gestern Ece gar nicht mehr antworten.

"Hi, sorry dass ich dir nicht antworten konnte, ist so 12 Uhr okay für dich? Wir könnten ja brunchen und danach shoppen"

Tippte ich schnell an einer Ampel.
Bis 12 Uhr war noch genügend Zeit also versuchte ich daheim noch ein paar Stunden Schlaf zu bekommen.


Kenan's pov:

Ich starrte auf die hohe Decke im Wohnzimmer und die Reue saß tief in meiner Brust. Was hab ich nur schon wieder angestellt?
Gestern Nacht hatte ich wieder einer meiner Anfälle bekommen und das neben mir.

Zum 1. Mal war in diesem Moment jemand da, als ich es gebraucht habe. Was hab ich getan? Ich hab sie weggedrückt von mir.

Wie würde ich ihr das nun erklären wenn wir uns gleich begegnen. Ich wartete weitere 20 Minuten, ob sie von selbst rauskommen würde da es schon fast 9 ist. Also beschloss ich einfach selbst nach ihr zu sehen.

Ich stand auf und bewegte mich in Richtung meines Schlafzimmers. Am Ende des Gangs war die Türe offen zum Zimmer.
Mein Herz machte einen Hüpfer als ich auf das leere gemachte Bett und meinen zusammengelegten Hoodie starrte.
Ich fuhr mit einer Hand meinen Kiefer entlang.
Gut gemacht, Kenan.

Zum Glück ist heute Samstag, ich könnte es nich ertragen sie jetzt zu sehen. Was ich gemachte habe war offensichtlich falsch, aber mein Ego war zu groß. Außerdem ist sie nur meine Managerin, warum machte ich mir überhaupt Gedanken.
Es war sowieso schon grundsätzlich falsch
von mir dass ich sie bat gestern Nacht zu bleiben.

Aber bald müsste ich 24/7 mit ihr verbringen und das Gefühl lies nicht von mir ab.
Da die Saison pausiert war, beschloss mein bester Freund Can Uzun nach Turin zu kommen.
Von hier aus würden wir beide gemeinsam erst ins Trainingslager in die Türkei fliegen und danach nach Deutschland.

Wir hatten uns schon ewig nicht mehr sehen und ich hatte ihn echt vermisst. Ich vermisste die Tage an denen wir als Kinder jeden Tag zusammen waren. Aber ich bin auch dankbar und froh dass wir es beide so weit geschafft haben.

Er würde heute einfliegen und er ist der einzige der mich versteht. Ich muss ihm von ihr erzählen...

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Hoffe es hat euch gefallen, Verbesserungsvorschläge oder Wünsche?

Ungeplantes SpielGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt