Kapitel 31

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Defne's pov:

Ich atmete tief durch, als das Flugzeug auf der Landebahn in München aufsetzte. Endlich wieder Boden unter den Füßen. Neben mir saß Kenan, der seinen Kopf zurückgelehnt hatte und mich verstohlen musterte. Nach den letzten gemeinsamen Stunden war es schwer, sich zusammenzureißen und in der Öffentlichkeit zu verhalten, als wäre nichts. Die EM stand vor der Tür, und die Aufmerksamkeit der Presse war unnachgiebig.

„Bereit für das Chaos, Managerin?" fragte er leise und ein Grinsen zuckte um seine Lippen.

Ich drehte mich zu ihm, meine Augen funkelten: „Wenn du dich benehmen kannst, ja."

„Ich benehme mich nie, Defne. Das solltest du mittlerweile wissen."

Ein leichtes Kichern entfuhr mir, doch ich verstummte schnell, als der erste Teil der Mannschaft begann, aus dem Flugzeug zu steigen. Wir durften uns nichts anmerken lassen, auch wenn Kenans Knie die ganze Zeit an meins gedrückt hatte und jede kleine Geste zwischen uns pure Elektrizität war.

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Nachdem alle im Hotel eingecheckt und in ihren Zimmern verschwunden waren, landete ich mit einem Seufzen auf dem Bett. Der Tag war lang gewesen, und die Aufregung der letzten Wochen lag schwer auf mir. Eine Nachricht von Kenan ließ mein Handy vibrieren.

Kenan: „Zieh dir was Bequemes an. In 10 Minuten vor deinem Zimmer."

Ein Lächeln zog über meine Lippen. Ohne lange zu überlegen, zog ich mir einen kürzeren Jeans Rock an, gepaart mit einem dünnen Langarm shirt mit Rücken Cutout. Süss aber doch sportlich. Pünktlich öffnete icj die Tür und fand Kenan lässig an die Wand gelehnt. Ein Blick, und und mein Herz schlug sofort schneller.

„Hast du Lust, noch etwas zu sehen, bevor der Ernst beginnt?" fragte er, seine Stimme ruhig, doch seine Augen sprachen Bände.

„Wohin willst du?"

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Kenan wartete bereits an einem der etwas abgeschiedeneren Tische. Er sah unglaublich gut aus – dunkelblaues Hemd, Ärmel hochgekrempelt, sodass man seine starken Unterarme sehen konnte. Das Licht fiel weich auf sein Gesicht, und ich musste mich kurz sammeln, als er mich ansah.

„Du bist spät," neckte er leise und musterte mich von oben bis unten. Sein Blick blieb ein Moment zu lange hängen.

„Du sagst das, als wärst du überrascht. Ich musste mich schließlich mal wie ein Mensch fühlen," konterte ich mit einem leichten Lächeln und setzte mich ihm gegenüber.

Ein Kellner brachte die Karten, aber ich bemerkte, dass Kenan gar nicht hinsah. Stattdessen lag sein Blick noch immer auf mir. „Du siehst wunderschön aus," sagte er leise, fast beiläufig, aber der Ausdruck in seinen grünen Augen war alles andere als beiläufig.

Ich spürte, wie mir warm wurde. „Hör auf damit."

„Womit?" Er hob unschuldig eine Braue, während er sich zurücklehnte und den Kellner ansah, um einfach „Wie immer" zu bestellen. Es schien, als käme er häufiger hierher.

Tatsächlich schien das der Fall zu sein. Als Kenan noch in Regensburg wohnte kam er auch öfters nach München und aß oft in diesem Restaurant. Das erzählte er mir während unseres unglaublich köstlichen Abendessens.

Das Restaurant war warm und gemütlich, abseits des üblichen Trubels. Kerzen flackerten auf dem Tisch zwischen uns, und das gedämpfte Murmeln der anderen Gäste erfüllte die Luft.

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