Defne's pov:
Die Sonne, die durch die halbgeöffneten Vorhänge schien, war viel zu grell für meinen Geschmack. Ich kniff die Augen zusammen und drehte mich leicht zur Seite, nur um festzustellen, dass ich mich direkt an Kenan schmiegte. Sein Arm lag schwer um meine Taille, und sein Gesicht war halb im Kissen vergraben, während er noch ruhig atmete.
Ich versuchte, mich leise aus seinem Griff zu winden, aber genau in dem Moment zog er mich nur noch näher zu sich. Seine Stimme, rau vom Schlaf, vibrierte an meinem Ohr. „Wohin willst du?"
„Weg von dir," murmelte ich und versuchte, ernst zu klingen.
Er hob langsam den Kopf und blinzelte mich an, ein verschlafenes Lächeln auf seinen Lippen. „Glaub ich dir kein Wort. Du bist genau da, wo du sein willst."
„Arroganz am frühen Morgen? Ernsthaft?" Ich rollte die Augen und schob gegen seine Brust, aber er ließ nicht locker.
„Ist keine Arroganz, wenn's stimmt." Er grinste breiter und drückte einen schnellen Kuss auf meine Schulter, bevor er sich zurücklehnte, um mich besser anzusehen. „Außerdem warst du gestern Nacht ziemlich überzeugt davon, dass du nicht weg willst."
Ich spürte, wie mir die Hitze ins Gesicht stieg, versuchte aber, es mit einem genervten Schnaufen zu überspielen. „Können wir vielleicht *nicht* darüber reden?"
„Warum denn nicht?" Er hob eine Augenbraue, sein Blick glitt über mein Gesicht und blieb an meinen Lippen hängen. „Hast du Angst, dass ich dir nochmal in Erinnerung rufe, wie oft du meinen Namen gesagt hast?"
„Kenan!" Ich schlug ihm mit der flachen Hand gegen die Brust, aber er lachte nur.
„Was denn? Willst du leugnen, dass es dir gefallen hat?" Seine Stimme war tiefer, aber immer noch mit diesem provozierenden Unterton, der mich gleichzeitig ärgerte und aus der Fassung brachte.
„Ich leugne gar nichts," gab ich zurück und versuchte, ruhig zu klingen. „Aber vielleicht solltest du mal deinen Mund halten, bevor ich's bereue."
Sein Lachen hallte durch den Raum, und er ließ sich zurück aufs Kissen fallen, zog mich dabei mit sich. „Das glaubst du doch selbst nicht."
Ich wollte antworten, doch seine Finger hatten mittlerweile den Saum meines Shirts – seines Shirts – gefunden, das ich mir irgendwann in der Nacht übergeworfen hatte. „Dieses Shirt steht dir übrigens viel besser als mir," murmelte er, während er mit den Fingern an meinem Rücken entlangfuhr.
„Glaub mir, ich seh in allem besser aus als du." Ich hob mein Kinn, obwohl ich wusste, dass er sich dadurch nicht im Geringsten einschüchtern ließ.
„Ach ja?" Er setzte sich plötzlich halb auf und rollte sich über mich, sodass ich wieder auf dem Rücken lag. Sein Gewicht hielt mich unten, sein Blick herausfordernd. „Du bist ziemlich frech heute Morgen, weißt du das?"
„Frech? Weil ich die Wahrheit sage?" Ich hob eine Augenbraue, versuchte, unbeeindruckt zu wirken, aber sein Gesicht war jetzt so nah an meinem, dass ich spüren konnte, wie mein Herz schneller schlug.
„Du willst mich wohl testen, hm?" Seine Stimme war leiser, ein Hauch rauer, während er sich mit einem verschmitzten Lächeln über mich beugte.
„Vielleicht." Ich ließ meine Hände langsam über seine Schultern gleiten, versuchte, ihn in seinem eigenen Spiel zu schlagen.
„Vorsichtig, Defne," warnte er mit einem leichten Kuss an meiner Wange, „du spielst mit Feuer."
„Du bist doch der, der immer behauptet, er kann alles kontrollieren," konterte ich, und bevor er antworten konnte, drehte ich uns plötzlich um, sodass ich jetzt über ihm war. „Also, Kenan – wer testet jetzt wen?"
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Ungeplantes Spiel
RomanceNach einer schwierigen Vergangenheit in Deutschland wagt Defne einen Neuanfang in Turin, wo sie kurzfristig als Managerin für den aufbrausenden, türkischen Fußballstar Kenan Yildiz einspringt. Die beiden könnten nicht unterschiedlicher sein: Während...
