Am nächsten Morgen wachte ich bereits unmotiviert auf. Eigentlich hatte ich mir heute mal Frei nehmen wollen. Aber nein, nicht als Prinzessin der Hölle. Was will Satan nur von mir? Ob es immernoch um Ruye's Angriff auf das Dorf geht? Seufzend rollte ich mich aus meinem hohen Himmelbett und hörte kurz darauf Arya das Zimmer betreten. "Guten Morgen." flötete meine beste Freundin fröhlich und begann das Bett zu machen. Ich grummelte nur irgendetwas, nahm mir ein paar Sachen aus dem Schrank und verschwand dann im Bad. Heute hatte ich mich für einen grob gestrickten Rollkragenpullover, eine zerfetzte Jeans und ein Paar Plateustiefel entschieden, alles in schwarz natürlich. Ich wusste, dass es eigentlich ziemlich klischeehaft war, ein Dämon, der nur schwarz trägt. Aber mir gefiel die Farbe eben. Meine Haare trug ich heute mal als Zopf, dieser ging mir immernoch bis zur Hüfte.
Ich verließ mein Zimmer und beschloss als erstes das Treffen mit Satan hinter mich zu bringen. Also schloss ich meine Augen und stand kurz darauf vor seinem riesigen Palast. In die Fassade war, wie in seine Rüstung, rot glühendes Gestein eingebaut worden. Ansonsten war sie größtenteils schwarz, welches von roten Mosaikfenstern durchbrochen wurde. Ich betrat den, schon mehr einer Festung ähnlichen, Palast und wurde bereits von jemanden erwartet. Eine Dienerin, in Form eines Schattendämons, stand vor mir. "Ihr werdet bereits erwartet." sagte diese und zeigte mir den Weg. Nach gefühlt unzähligen Stufen kamen wir dann im oberen Bereich des Palastes an. Vor mir befand sich eine, gut 4 Meter hohe, Tür. Vor dieser waren zwei Wachen positioniert, welche sie nun aufstießen. Ich atmete nochmal tief durch und betrat den großen Raum dahinter.
Er erinnerte an einen Thronsaal. Er war mehr länglich, am Rand befanden sich viele Säulen und am anderen Ende stand ein großer Thron. Hier war besonders viel von dem roten Stein angebracht worden, sodass keine anderen Kronleuchter oder ähnliches notwendig waren. Alles war in ein sanftes Rot getaucht. Langsam ging ich vorwärts, richtung Thron. Vor diesem blieb ich stehen und deutete eine leichte Verneigung an. Die roten Augen Satans musterten mich teils abfällig, teils neugierig. "Also, weswegen wolltet ihr mich sprechen?" begann ich, nach kurzer Stille. Der Höllenfürst fuhr sich durch seine rabenschwarzen Haare und stand dann auf. "Zuerst möchte ich, das ihr mit Garm sprecht. Er wird bald wiederkommen und ich möchte, das ihr die Sache mit dem Kerberos klärt." sagte er in einem strengen Befehlston. Ich sah ihn wütend an. Ich stehe so gesehen über ihm , er dürfte mir eigentlich gar nichts befehlen! Eigentlich war es mehr die Tatsache, das er dies so selbstverständlich tat, wie als wäre ich eine ganz normale Dienerin. "Ja, das hatte ich sowieso vor. Noch was?" knurrte ich, mit verschränkten Armen. Er sah mich kurz ebenfalls wütend an, konnte sich dann jedoch wieder kontrollieren. "Es geht noch um diesen Eindringling. Luzifer hat uns letztens davon erzählt und das es eure Aufgabe ist, ihn zu finden." erklärte er. Ich nickte nur und wusste nicht ganz, worauf er hinaus wollte. "Wie du in letzter Zeit schon mitbekommen hast, reden viele über den Frieden zwischen Himmel und Hölle und das er wahrscheinlich bald zerbrechen wird." Wieder nickte ich nur, ignorierend das er mich jetzt wieder Dutze. "Der Kerberos hat doch eine merkwürdige Aura gespürt bevor er die Kontrolle verloren hatte, richtig?" fragte der Höllenfürst jetzt. "Ja, komm jetzt auf den Punkt!" knurrte ich genervt. Er knurrte ebenfalls kurz und kam dann von seinem Podest runter. "Dir ist bestimmt auch schon in den Sinn gekommen, das der Eindringling aus dem Himmel stammen könnten." Ich seufzte und fuhr mir durch die Haare. "Ja, aber das ist doch nicht möglich." murmelte ich. "Das würde ja heißen ein Engel hätte Ruye so zum Ausrasten gebracht, aber das hättest du doch gespürt." dachte ich laut und begann hin und her zu laufen. Satan nickte und setzte sich zurück auf seinen Thron. "Mir sind die Schwankungen in der Magie auch aufgefallen. Aber sie kommen nicht von dem Eindringling, sondern von dir." sagte er plötzlich, was mich herumwirbeln ließ. Ich starrte ihn ungläubig an. "Glaubst du ich habe die Machtwelle nicht gespürt, mit der du den Kerberos niedergestreckt hast?" knurrte er und lächelte dann überlegen. "Du solltest diesen Eindringling lieber schnell finden, ob nun mit oder ohne deinen Kräften, bevor der Frieden wieder vollends bricht." sagte er und machte dann eine Handbewegung, die zeigte das das Gespräch vorbei war.
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Mein Name ist Morgenstern
Fantasy"Nichts wird dich mehr zerstören als die Erkenntnis, dass du dieses Leben führen musst. Egal was du tust, du wirst diese Schlachten schlagen, du wirst in diesem Krieg an vorderster Front kämpfen und du musst ihn gewinnen, denn er ist der Letzte." Vo...
