Wieder ein tolles Bild von jojoni-chan ❤
Erstarrt saß ich da und sah weiterhin in Zagans tote Augen. Neben dem Gefühl von Verlust und Trauer machte sich ein weiterer Schmerz in mir breit. Mein Kopf begann zu dröhnen, es war, wie als hätte mir jemand einen riesigen Hammer dagegen geschlagen. Wahrscheinlich kam es von dem Herausreißen von Zagans Seele aus der meinen. Alles um mich herum fühlte sich stumpf und leblos an. Ich nahm alles wie durch einen Tunnel wahr und es drang nur gedämpft an mich heran. Weit entfernt nahm ich ein Brüllen und Schreie war, doch ich ignorierte es komplett.
Ich weiß nicht wie lange ich dort hockte, Sekunden, Minuten oder Stunden, doch dann begann die Trauer langsam zu verschwinden und wurde von Wut ersetzt. Erst langsam, doch dann immer mehr. Ich ballte meine Hände zu Fäusten und schloss meine Augen, um mich zu beruhigen. Doch der Hass wurde immer schlimmer, auf die Engel, die Dämonen, auf diesen Krieg und auf die Tatsache, dass ich verdammt war dieses Leben zu führen. Ich atmete aus und mir fiel etwas ein, was Satan mir vor langer Zeit einst sagte. "Kontrolliere deine Wut, übernimmt sie dich kann es dich vernichten." Ich war noch jung gewesen und hatte es nicht verstanden, doch nun war es mir klar, meine Wut durfte nicht gewinnen. Doch der Dämon in mir wurde immer stärker und drängte mich die Engel abzuschlachten. Verzweifelt versuchte ich den Zorn abzuwenden, doch der Dämon schien auch dieses Spiel zu gewinnen. Ich öffnete meine Augen und wollte bereits los stürmen, als ich mich mit einem Mal ruhiger fühlte. Es war, wie als hätte jemand meine Wut gedämpft, sie war immer noch da, aber fühlte sich nun kontrollierbar an.
Ich schloss meine Augen und suchte vorsichtig nach meine Kräften, so wie ich es einst getan hatte. Es dauerte nicht lange und ich fand die dunklen Kräfte in mir, die stetig pulsierten und darauf warteten eingesetzt zu wurden. Doch das Schwarz wurde nun von reinem Weiß durchbrochen. Hell und Dunkel rangen miteinander, bekämpften sich jedoch nicht, sondern bildeten eine Einheit. Plötzlich wurde ich regelrecht aus meiner Trance geschleudert und öffnete erschrocken meine Augen. Keuchend stützte ich mich auf dem Boden ab, als ich die ganzen Engel um mich herum wahrnahm. Es waren wahrscheinlich hunderte und die Wyvern schien auch nirgendwo zu sein. Ich spürte die Energie von jedem einzelnen, wusste ihre Stärke einzuschätzen und wusste genau wie sie stehen, jeder einzelne.
Mein Blick fiel auf Zagan und ich grub meine Klauen in den Boden. Ohne aufzuschauen sah ich, wie sich Schatten um mich sammelten und auf die Engel zu schlichen. Wind wehte mir durch die Haare und kurz darauf hörte ich bereits überraschte Schreie. Der Wind wurde immer stärker und riss schon bald an mir, während nun auch das reißen von Fleisch und das Brechen von Knochen zu hören war. Als die Schreie verklangen ließ auch der Wind nach und ich sah auf. In einem Umkreis von über hundert Metern waren sämtliche Engel zerfetzt worden, ohne das sie etwas hatten tun können. Ohne das ich es den Schatten befohlen hatte waren sie auf die Engel losgegangen, einfach weil ich sie tot sehen wollte. Langsam erhob ich mich, als bereits neue Engel auf mich zukamen. Ich musste mich nicht mal bewegen, da kamen Schatten aus dem Boden und schleuderten sie weg. Die restlichen Gegner blieben auf Abstand und beäugten mich misstrauisch, in den Augen einiger sah ich Ehrfurcht. Selbst ich spürte die Macht, die in diesem Moment von mir ausging. Sowohl Licht, als auch Schatten, sammelte sich zu meinen Füßen und folgte mir bei jedem Schritt. Reinweißes Licht schlang sich um meine Arme und formte sich an den Fingerspitzen zu langen Klauen.
Völlig gelassen sah ich auf die Armee vor mir und dachte nicht nach. Ich dachte nicht ans Verlieren oder ans Gewinnen, ich würde gegen sie kämpfen und sie alle töten, denn sie hatten von Anfang an nie eine Chance gehabt. Ein paar der Engel traten vor und kamen näher, als sie merkten, dass sie nicht ebenfalls zerfetzt wurden. Langsam ging ich auf sie zu und wich mit minimalen Bewegungen ihren Angriffen aus. Dann bewegte ich meine Hand durch die Luft, fast wie als würde ich tatsächlich ein Schwert führen, und eine Klinge aus Licht zerteilte einige Engel. Einen weiteren musste ich nur meine Klaue ein wenig in den Brustkorb rammen, sofort zerfiel er mit Staub. Das Leuchten um mich wurde immer stärker und folgte mir bei jeder Bewegung. Doch während ich mir mit einigen Engeln einen Nahkampf lieferte sah ich es im Hintergrund immer wieder aufleuchten, oder eine Wolke aus Schatten die Engel zerfetzten. Meine Gegner kamen dennoch immer näher, weshalb ich in den Schatten verschwand, einige Meter über dem Boden wieder auftauchte und mit gebündelter Energie auf dem Boden aufschlug. Dabei wurden die Engel weggeschleudert und von einem Sturm aus Licht und Schatten erfasst, der sich um mich gebildet hatte. Ich sah die entsetzten Gesichter der Engel, als ich fast gänzlich in dem riesigen Sturm verschwand, der an mir riss und zog, mich aber nicht verletzte.
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Mein Name ist Morgenstern
Fantasía"Nichts wird dich mehr zerstören als die Erkenntnis, dass du dieses Leben führen musst. Egal was du tust, du wirst diese Schlachten schlagen, du wirst in diesem Krieg an vorderster Front kämpfen und du musst ihn gewinnen, denn er ist der Letzte." Vo...
