Kapitel 8

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Ich musste irgendetwas tun. Doch das Gefühl dass, mich die ganze Zeit jemand anstarren würde, verschwand auch nicht. Ich sah zu einem Baum der hinter mir stand, von dem auch das Gefühl herkam, doch es stand niemand dort und es waren nur Bäume zu sehen. Ich starrte auf das Handy und war noch immer sprachlos und konnte es nicht fassen. Daniel sah mich besorgt an und fragte mit seinem besorgten Blick: "Mika, ist alles okay mit dir?"

Ich setzte mich auf einem Baumstamm und konnte noch immer nicht fassen, was ich da gehört habe. Kein Wort konnte ich aus mir rauslassen und Daniel fragte nochmal nach: "Mika?"

"Ja... Nein.. ich.... ich... ich muss gehen und zwar sofort." In dem Moment stand ich schnell auf wollte gehen als Daniel mich am Arm zurückhielt und fragend besorgend ansah: "Wo willst du denn hin? Ich weiß das du dir Sorgen um deine Mutter machst, aber wir müssen jetzt zur Königin."

"Hör zu Daniel. Ich kann nicht warten. Ich muss jetzt los, bevor meine Mutter stirbt."

"Ich weiß, aber wir gehen zuerst zur Königin und sehen dann weiter," er sah mich dabei eindringlich an und mit einem bitten den Blick und ich seufzte und nickte mit einem bedrückten Gesicht: "Okey, aber spätestens morgen muss ich los."

"Na dann, wollen wir keine Zeit verlieren," antwortete er mir mit einem leichten Lächeln. Wir liefen weiter und als wir den Wald verlassen hatten, standen wir vor einer wunderschönen großen Stadt.
Die Häuser waren groß und waren in allen Farben gefärbt. Und mitten in der Stadt war ein Gebäude, dass sicher um die 100 Meter hoch war.
Draußen vor dem Tür des Gebäudes, waren überall Wachen die uns empfangen. Drinnen angekommen, staunte ich weiter vor dem Aussehen. Es war besser als jedes andere Hotel was ich kannte. Wir fuhren mit dem Aufzug bis zum 20. Stock hinauf und dort war eine große hölzerne, schön verzierte Tür. Daniel ging voran und klopfte an der Tür an.

Die Tür wurde von zwei Soldaten geöffnet, die mit Schilder und Lanzen ausgerüstet waren.

"Was tun Sie hier? Und wer ist sie?", fragte einer von den beiden. Die Soldaten klangen sehr streng. Aber irgendwie bekam ich wieder dieses Gefühl, als ob mich wieder jemand anstarrte, weswegen ich mich kurz umdrehte, wobei niemand da stand. Wahrscheinlich hatte ich mir nur das ganze eingebildet.

"Kommt HEREIN,"meinte der andere Soldat und gingen zur Seite damit wir eintreten konnten. Was? Durch das ganze hab ich gar nicht mitbekommen, dass Daniel das geregelt hatte und wir hineinkonnten.
Wir gingen in einen großen Saal, ich glaube es ist der Thronsaal. Weiterhin war alles wunderschön und in verschiedenen gold-, grün-, und gelbtönen. Als ich in die Mitte des Saales hinsah, waren  zwei Throne aus puren Gold dort, da saß die Königin und der König.

Wir standen vor ihnen und ich starrte sie nur an, bis mich Daniel mich am Arm herunterzog als Zeichen das ich mich verbeugen sollte.
"Daniel. Du bist zurück. Dein Bericht bitte," sprach die Königin mit einer sanften Stimme und beachtet mich gar nicht.

"Ich war gereist durch das ganze Land, bis ich bei einer Großstadt angekommen war und ich eine Begegnung mit Mika Hunser machte. Ich habe sie gefunden meine Königin. Sie ist die Elementarmeisterin. Aber wir haben ein mächtiges Problem bekommen."

"Verstehe. Sprich weiter," sagte die Königin als sie kurz nachgedacht hatte.

"Die Scorpius drohen mit Mika's Mutter um ihre Kräfte, wenn sie nicht innerhalb von zwei Tagen die Elementarwelt verlässt stirbt ihre Mutter, auch wenn wir Kämpfer und Soldaten mitnehmen sollten."

"Wir müssen sofort eine Lösung finden, denn sonst...," fing der König an zu reden als ich ihn dazwischen sprach: "Ich werde mich am besten sofort auf den Weg dort hin machen, ich kann nicht riskieren das meine Mutter stirbt."

Die König sah mich mit einem ernsten Blick an, der anscheinend bedeuten soll: >Warum redest du mir dazwischen. <

"Ich kann Sie gut verstehen Mrs. Hunser, aber wir müssen uns vorher dass nochmal gut überlegen was und wie wir das angehen, wenn Sie verstehen was ich meine."

"Ja Herr König," sagte ich ihm nur drauf und nickte kurz. Irgendwie konnte ich sie verstehen, aber sie sollte mich auch verstehen.

Daniel brachte mich in einer der großen Schlafsaale, den sie hatten.
Es war so rießig hier. Das war mindestens dreimal so groß als mein Zimmer, Badezimmer und Ankleideraum zusammen. Apropo Ankleideraum und Badezimmer, auch das hatte ich dabei und einen eigenen Balkon mit einen Blick auf einen wunderschönen See der in der Sonne zum glänzen begann.

"Du solltest dich etwas ausruhen. Wir waren sehr lange unterwegs," legte mir dabei eine Hand auf meine Schulter.

"Daniel?"

"Ja."

"Ich hab eine Frage am dich."

"Und die wäre?", er hob eine Augenbrauen und sah mich dabei fragend an.
"Du hast mir erklärt, dass jeder hier ein Drache bekommt oder hat. Wo ist dein Drache?"

"Ich bekomme einen neuen Drachen bei der nächsten Zeremonie."

"Wieso das?"

"Mein Drache ist bei einer Schlacht gestorben. Ich hatte einen Eisdrachen. Also ich habe das Element Eis."

"Das tut mir leid was mit deinem Drachen passiert ist. Und ich habe gar nicht gewusst dass du das dein Element Eis ist."

"Das wissen viele nicht nur dann wenn  ich anfange zu kämpfen. Na dann bis später."

"Was ist später?"

"Die Zeremonie, damit du deinen Drachen bekommst, weil wir ja eh ein so großes Problem haben und eine Lösung finden müssen."

"Achso, ich freue mich schon."

Er nickte und ging dann aus dem Saal.

Ich lag mich ins Bett und Daniel hatte recht, ich sollte mich versuchen etwas auszuruhen, aber...

Mir viel was ein. Ich holte schnell mein Handy aus meiner Tasche und wählte die Nummer meiner Schwester Klara.

...

"Hey Mika. Wo bist du und Mom?"

"Ich... Ich bin froh dass es dir gut geht."

Ich fing an zu weinen und schluchzte.

Meine Schwester hingegen hörte man ihre Sorge an: "Mika? Okey was ist passiert? Wo seids ihr, ich werde euch sofort abholen."

"Naja, mich kannst du weniger abholen, weil ich so zusagen in einer anderen Welt bin und Mom ist irgendwie entführt worden."

"Was!?"

"Klara, hör einfach zu, du musst für mich was erledigen."

"Schiss los. Was soll ich machen Schwesterherz?"

"Versuche Paps zu erreichen und wenn er sich nicht meldet, dann versuche sein Handy zu orten und er soll sich sofort bei mir melden, wenn du von ihm was hörst. Irgendwo muss er ja sein. "

"Okay, aber melde dich öfters, damit ich weiß dass es dir gut geht."

"Ja mach ich und du auch falls ich vergessen sollte, ich werde viel zu tun haben."

"Geht klar, aber jetzt sag schon. Wo bist du?"

"Das kann ich dir nicht sagen. Tut mir leid."

"Und wieso nicht?", fragte sie immer neugieriger weiter.

"Es ist ziemlich kompliziert."

"Verstehe. Dann bis später."

"Bis später Klara. Pass auf dich auf."

"Mach ich, bye."

Ich bin so froh dass es zumindest Klara gut geht. Ich ließ mich zurück fallen und meine Augen fielen langsam zu und ich schlief ein.

...

Die Elementarmeisterin (Band 1)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt