Breakfast

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Ich war in seinen Armen eingeschlafen. Ich konnte sonst eigentlich nie in irgendjemandes Armen schlafen, bei ihm war es jedoch scheinbar anders. Er ließ mir dennoch meinen Freiraum, den ich mir jedoch gar nicht nahm, da ich mich unter der Decke verborgen an ihn klammerte. 

Ich hatte mal wieder einen Albtraum gehabt, an den ich mich am nächsten Morgen jedoch nicht mehr erinnern konnte. Stattdessen hatte ich ekelhafte Kopfschmerzen, die mich plagten. Ich wand mich im Bett hin und her, wodurch er aufwachte und mich belustigt beobachtete. "Kater?", fragte er, ich nickte aber nur. Er lachte und holte aus seiner Tasche eine Kopfschmerztablette für mich und gab mir ein Glas Leitungswasser. 

"Was willst du heute machen?", fragte er mich, als die Tablette endlich wirkte und die Kopfschmerzen abklingen ließ. "Keine Ahnung ... Ich weiß ja nicht, was man hier machen kann", erwiderte ich, worauf er wissend nickte. "Lass uns was frühstücken gehen und dann sehen wir weiter", schlug er vor, ich stimmte ihm zu. 

Nachdem wir uns beide angezogen hatten, ich meine Haare, die entweder von dem Herumgewälze oder unserer Knutschattacke am Vorabend in Unordnung geraten waren, gerichtet und mich ein wenig geschminkt hatte, fuhren wir los, bis wir an einem kleinen Ort ankamen, wo wir uns eine Bäckerei suchten, in der wir gemütlich frühstücken konnten. Immerhin war es erst halb 8 und die anderen Läden hier waren noch geschlossen. 

Wir waren alleine im Laden, was uns aber gerade genehm war. Ich hatte gerade mein halbes Brötchen mit Ei auf dem Teller wieder abgelegt, als er mich plötzlich ernst ansah. "Was auch immer zwischen uns sein sollte, muss in jedem Fall geheim bleiben", meinte er, weshalb ich ihn mit großen Augen ansah. "Warum?" "Weil du ansonsten das perfekte Entführungsopfer wirst für jeden, der mich hasst und das möchte ich dir nicht antun", erklärte er leise, sodass die alte Verkäuferin uns nicht hören konnte. "Okay", antwortete ich ebenso leise auf seine Frage, was ihn erleichtert ausatmen lies.

"Glaube es mir oder nicht aber ich bin nicht der Typ, der nach einem mal Rummachen direkt eine Beziehung eingeht", gab er zu. Irgendetwas zerbrach in mir, als er das sagte. Natürlich war ich nicht davon ausgegangen, dass er direkt mit mir zusammen sein wollte, aber ich hatte gehofft, dass ich ihm doch wenigstens ein wenig bedeutete. 

Ich versteckte meinen Gesichtsausdruck hinter meiner Tasse, aus der ich gerade meine weiße Schokolade trank. Ich setzte sie wieder ab, als ich wieder normal aussah und nicht mehr kurz vorm Weinen war. "Du hast da etwas Schaum", bemerkte er und wischte mir erst über die Nasenspitze und dann über meine Oberlippe, als hätte das kurze Gespräch nie stattgefunden. Langsam wurde mir von seinem Verhalten echt schwindelig. 

Als er seinen Finger von einem Gesicht entfernte, leckte er diesen ab und verzog das Gesicht. So eklig konnte mein Getränk gar nicht sein, dass er in der Weise das Gesicht verziehen musste. Immerhin trank er seinen Kaffe schwarz und ohne Zucker. Was war er denn bitte für ein Psycho?

Ich persönlich hasste ja Kaffee, aber jeder sollte das trinken, was er gerne mochte. "Wie kannst du das denn trinken? Da ist ja bestimmt die Hälfte Zucker", regte er sich auf, was mich zum Schmunzeln brachte. "Ich mag Süßes", erwiderte ich nur schulterzuckend und aß dann weiter.

Wir aßen noch entspannt zu Ende, bevor wir zusammen zu einem Strand fuhren, der sich am Stadtrand befand. Es war ein großer See mitten im Wald, wo nichts los war, da das Wetter nicht gerade das Beste war. Sogar mit dem dünnen Pullover und meiner Lederjacke war mir kalt, sodass ich jenes näher an meinen Körper zog, als wir uns in den Sand gesetzt gesetzt hatten. "Wie lange bleiben wir eigentlich hier?", fragte ich leise, worauf sein Blick direkt auf mich fiel. "Solange, bis Ghost uns Entwarnung gibt, dass Ruhe eingekehrt ist. Das wird aber nicht lange dauern", erklärte er. Ich nickt nur verstehend. 

Smoke and Red LipstickGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt