Kapitel 36

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PoV Eren
Als wir uns von Mama und Mikasa verabschiedet hatten und die Eingangstür des Hauses hinter uns ins Schloss fiel, atmete ich erleichtert aus. Das war anstrengend. Nicht nur Mikasa, die sich - mal wieder - in mein Liebesleben einmischte. Nein Mama, die krampfhaft versuchte nichts dazu zu sagen, das war viel schlimmer. Jedes Mal, wenn das Thema auf meine und Levis Beziehung kam, wechselte sie es. Und als Mikasa dann diese eine Frage gestellt hatte, war es eh vorbei.

„Ähm- hätte ich was sagen müssen?", fragte ich unsicher und öffnete die Beifahrertür. „Wozu?", fragte Levi und setzte sich ins Auto. Wozu? Wozu?! „Zu dem was du gesagt hast.", entgegnete ich und begab mich ebenfalls auf meinen Sitz, zog die Tür zu. „Wenn du möchtest kannst du jederzeit etwas dazu sagen. Wenn nicht, ist auch ok.", Levi startete den Motor und verband sein Handy mit dem Radio, ehe er meine Playlist startete.

Ich muss es nicht sagen? Wollte er das nicht hören oder wollte er mir noch Zeit geben? Wer würde es nicht hören wollen? Andererseits war es Levi. Da blickte ich nie ganz durch.

Es schien nicht, als würde er jetzt etwas von mir erwarten. Und das fand ich gut. Es würde erzwungen sein, wenn ich es jetzt sagen würde. Dass es wahr wäre, das wäre nebensächlich.

„Tust du mir einen Gefallen?", fragte Levi und ich sah ihn daraufhin nur erwartungsvoll an. „Wenn du nächstes Mal hin möchtest, geh alleine bitte. Ich fahre dich gerne und hole dich ab. Aber das tu ich mir nicht nochmal an. Mikasa hätte mich am Liebsten zerfleischt." Ich lachte auf und stimmte diesem zu. Auch wenn Levi sich ohne Zweifel wehren könnte, wollte ich nicht unbedingt sehen, wie die beiden sich prügelten.

Ich skippte den aktuellen Song, lehnte mich zu Wax Poetic zurück und sah aus dem Fenster, spürte wieder Levis Hand an meinem Oberschenkel. Ich mochte das.

Seit ein paar Tagen jedoch wurde ich unruhiger, wenn er seine Hand dort hinlegte. Vielleicht lag es daran, dass wir öfter über Sex sprachen und sehr nah aneinander schliefen, sodass ich nachts manchmal etwas merkte, aber ich bekam wieder Lust auf Sex. Ich wusste nur nicht, wie ich das ansprechen sollte, ob ich es überhaupt ansprechen sollte.

Ob ich nicht einfach etwas versuchen sollte. Was hatte ich zu verlieren? Und so legte ich meine Hand auf seine, hob sie leicht an und schob sie ein bisschen näher an meine Mitte. Mein Blick wanderte zu Levi, der mich verwirrt ansah. Ich schob seine Hand höher, sah ihm dabei noch immer in die Augen.
Und als es bei ihm sichtlich Click gemacht hat, fuhr er schneller und in wenigen Minuten hatte er vor seiner Wohnung geparkt.

Wir stiegen aus, verhielten uns normal. Jedenfalls so lange, bis wir im Fahrstuhl waren. Kaum hatte sich die metallische Tür hinter uns geschlossen, wurde ich gegen die Wand gedrückt. Levi presste seine Lippen auf meine, bewegte sie leicht. Genießerisch schloss ich die Augen, ging auf seine Bewegungen ein. Ließ zu, dass seine Hände über meinen Körper fuhren, unter mein Shirt glitten und ließ zu, dass er seine Hand direkt auf meine Mitte legte und einmal zudrückte.

Ich stöhnte in den Kuss, streckte ihm unbewusst mein Becken entgegen und sah ihm schließlich traurig nach, als das Ping des Fahrstuhls ertönte und er sich von mir löste.

Niemand war im Flur, was der Kleinere ausnutzte um mich weiter zu küssen, auch wenn ich mich dafür runter beugen musste und Levi beim rückwärts taumeln seinen Schlüssel suchte, löste er sich erst von mir, als die Wohnungstür hinter uns zugefallen war.

Ohne auf die übliche Ordnung zu achten, warf er die Schlüssel einfach an die Seite, zog mir mein Shirt über den Kopf und drückte mich wieder an die Wand. Begann meinen Hals zu küssen, verschaffte mir Gänsehaut. Als er wieder nach meiner Mitte griff, stöhnte ich unterdrückt auf, hielt mir die Hand vor den Mund und verdrehte die Augen. Alles passierte so schnell. Doch das war gut so.

Let me save your life [Ereri/Riren]Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt