Gehen Richtung Hölle, aber träumen vom Paradies.
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Alec schlief und ich stand langsam auf und ging aus dem Zimmer. Der Netflix Film lief normal weiter. Ich schnappte mir den Schlüssel und einen Schal den ich mir um den Hals tat und ging raus.
Ich musste aus diesem Gebäude raus. Ich spazierte in die Richtung wo ich den Strand vermutete. Die schönen verschiedenen Häuser zeigten mir das hier keine armen lebten.
Die traurige musik in meinem Ohr, führte dazu das sich eine leere in mir ausbreitete. Die dunklen Schatten verfolgten mich.
Sie waren ein Teil von mir. Sie lachten mich aus. Wegen meiner Naivität, meiner Dummheit, meiner Angst, meinen Fehlern dich ich gemacht habe. Sie verspotteten mich.
Ich hörte das Meer trotz Musik leise rauschen. Ich sah den Sandstrand und das Wasser, das leise schäumend gegen den Sand und die Steine schlug.
Einzelne Krebse bahnten sich ihren Weg zum Wasser. Hier und da lag eine Muschel. Meine Füße versanken im Sand. Ich ging ein Stück und setzte mich dann in den sand und schaute der Sonne entgegen. Tränen liefen mir über mein Gesicht. Die Traurigkeit und die leere lagen wie Blei in meinem Magen.
Ich legte meinen Kopf auf die Knie. "Claire?" Ich wischte schnell über mein Gesicht.
"Drake?" Ich schaute langsam zu dem braunhaarigen.
Er hatte ein blaues verschwitztes Tshirt und eine kurze schwarze sporthose an. Warum traf ich ihn immer hier am Strand?
"Alles gut bei dir?" Er schaute mich vorsichtig mit seinen braunen Augen an. Nein Drake nichts war gut! "Jaja klar alles gut." Ich schaute nachdenklich zum Wasser. Ich hoffte er würde gehen, aber er setzte sich langsam neben mich.
"Warum trägst du einen Schal?" Ich schaute weiter zu den Wellen. "Weil mir kalt ist?" Er seufzte. "Wie kann dir bei 27 Grad kalt sein?" Ich schaute zu ihm. Auch er starrte nachdenklich zum Wasser. "Ich bin halt eben verfroren." Eine Möwe kreischte über uns, als würde sie über meine erbärmliche Lüge lachen.
"Woher kennst du Alec?" Seine Stimmung wurde bissiger. "Von einem kleinen Ausrutscher." "Einem Ausrutscher? Claire bist du keine Jungfrau mehr? Mein Gott. Fuck!!!" Er fuhr sich 100 mal durch seine Haare. Ich schniefte kurz auf. "Nein Drake! Ich hab Drogen genommen und er hat auf mich ... aufgepasst." Er starrte mich an, als wäre es dasselbe seine Jungfräulichkeit zu verlieren und drogen zu nehmen. Dann sank er leicht in sich zusammen.
"Warum Claire?" Seine Stimme wurde traurig. "Ich wollte glücklich sein."
Ich stand vorsichtig auf. Er ebenfalls. Er packte meine Hand, sodass ich nicht einfach gehen konnte. Ich schaute zu ihm hoch. Dann kam er vorsichtig mit seiner anderen Hand näher. Sein Duft benebelte mich. Seine Augen hielten mich gefangen. Die musik in meinem Ohr wurde leiser und verschwand.
Er streichelte leicht mit seiner Hand oberhalb meines Schals den Hals. Dann fasste er den schal und wickelte ihn langsam um meinen Kopf. Meine Blase zerplatzte und ich riss meine Augen auf. "Hör auf Drake." Mein quitschen kam zu spät, denn schon hielt er ihn in seinen Händen.
Er schaute auf die blauen Würgemale. "Scheiße claire!" Tränen sammelten sich in meinen Augen. Ich dachte an dad. An dieses Monster. Denjenigen der dafür verantwortlich war.
Die Schatten erwachten zum Leben und kicherten bösartig.
Du bist dumm Claire. Er wird wegrennen Claire. Du wirst alleine sein Claire.
Sie kicherten. Und dann legte er seine Arme um mich und zog mich an seine Brust. Die Tränen liefen erbarmungslos weiter. Ich schämte mich dafür, dass ich vor ihm weinte. Die Schatten verschwanden wieder. Und ich drückte mich enger an ihn und lies alles raus. Er strich mir beruhigend über den Rücken. Zum ersten mal fühlte ich mich geborgen und nicht vollkommen alleine in dieser welt.
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break your chains
RomanceLangsam glitt das schwarze Messer über seinen Oberschenkel. Meine hände, welchen dieses hielten zitterten in keiner Weise. Seine Hände liefen bereits blau an, da die Fesseln das Blut abschnitten. Seine Augen waren ängstlich aufgerissen. Wie eine Mau...