Kapitel 5

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Wo wir waren, wie weit wir gefahren sind, wie oft wir uns verfahren hatten und ob wir die Richtung geändert hatten, all das wusste ich nicht. Ich wachte auf und lag immernoch auf der Rückbank. Es dauerte etwas, bis ich meine Augen wirklich wieder öffnen konnte und bis mein Gehirn wieder anfing zu arbeiten. Ich fühlte mich ausgelaugt, erschöpft und als ich zum Rückspiegel sah, sah ich zwei blauen Augen, welche mir entgegen sahen, wobei...war das blau? Es war irgendwie noch grün drinne, aber sie wirkten zeitgleich gräulich. Ich richtete mich auf und fühlte mich alles andere als ausgeschlafen. Ich sah nach draußen, doch die Gegend kannte ich nicht. Als wir aus den Ort rausfuhren, sagte mir der Ortsname auch nichts.

Lange fuhren wir nicht mehr. Wir fuhren von der Straße ab, es war ein Schild zu sehen, wo Anlieger frei, drauf stand. Die Straße führte in einen Wald und ich sah mir den Wald an. Es schien gemütlich dort,ich mochte den Wald. Ich liebte ihn, doch unter diesen Umständen machte er mir Angst. Das Haus, ok die Villa, war dunkel gehalten, es passte zum Wald irgendwie. Das Glas bietet viele Möglichkeiten nach draußen zu schauen selbst von hier im vorbeifahren, konnte ich das Wohnzimmer sehen. Der volltättoowierte fuhr in eine Garage und parkte dort zwischen zwei teuer aussehenden Autos. Klar konnte man nach einen Banküberfall nicht in so einen Ding fahren, das würde zu viel Aufmerksamkeit erregen. Zwei Parklücke waren noch frei. Der Mann öffnete mir die Tür und ich folgte ihn brav. Er ging durch die Garage, gleich ins Haus. Die Küche war groß und offen zum Wohnzimmer, das einzige was sie trennten war eine dunkle Holztreppe nach oben, das Laminat war ebenfalls dunkel. Das was wand war war Hell, die Küche war in Holzwaren und schwarz eingerichtet, das Wohnzimmer genauso. Die Wenigen Kontraste wurden durch einen weißen Teppich unter der Couch und Couchtisch, sowie teuren aussehenden Dekovasen gebildet. Der Mann sah von seinen Handy auf. Es war der mit den langen Haaren. Da sie im Wald lebten und es zusätzlich hier gut klimatisiert war, herschte eine sehr angenehme Temaparatur. Mein Haargummi trug er um sein Handgelenk.

"Stell deine Schuhe hier hin und setz dich." Forderte der volltättoowierte und deutete ins Wohnzimmer, was den anderen kurz aufsehen ließ, er selbst ging die Treppe hoch.

Ich zog meine Schuh aus und stellte sie an die gezeigte Stelle, dann ging unsicher ins Wohnzimmer und setzte mich dort hinter den Couchtisch, auf der gegenüberliegenden Seite von der Couch auf den Teppich. Der Mann ließ mich nicht aus den Augen, was mich unsicher und ängstlicher werden ließ.

"Du kannst dich auch auf die Couch setzten." Meinte der Mann, doch ich schüttelte den Kopf.

Er seufzte und rief.

"Isaac! Hast du ihr schon irgendwelche Regeln gegeben und uns nicht informiert?"

"Ich hab ihr keine Regeln gegeben wieso?" Rief er zurück und kam die Treppe wieder runter.

Er lehnte sich ans Geländer und sah mich an. Dann zeigte er mit den Finger auf mich.

"Dafür kann ich nichts." Meinte er schließlich und ich merkte, wie ich rot wurde.

"Das ist ein Tick. Ich sitz ungern bei fremden auf den Möbeln." Gab ich leise zu.

Die beiden sahen mich an, als hätte ich eine Schrauben locker. Dann sahen sie sich gegenseitig an und schienen sich über Gedanken zu Unterhalten.

"Devot." Meinten sie dann Synchron.

Ich sah die beiden verwirrt an.

"Das wird ja immer besser." Lachte Isaac, der volltättoowierte.

"Keine Sorge, wir klären dich auf, sobald die anderen da sind." Meinte der mit den Langen Haaren.

Ich sah unsicher zwischen den beiden hin und her. Ich fühlte mich komisch, seit ich aufgewacht bin, zwar panisch und verängstigt, doch zeitgleich kommt es mir so vor, als wäre der Banküberfall nie gewesen, als wäre das wirklich nur ein Traum gewesen, doch die aufgekratze Haut an meinen Handgelenken, das ich hier war, dass zeigte mir, dass das alles real war und trotzdem schien es mein Gehirn noch nicht wirklich zu begreifen, noch nicht ganz wach zu sein.

Ich hatte mein Bein herangezogen und es umarmt, das andere lag abgewinkelt auf den Boden. Die beiden hatten sich über keine Ahnung was unterhalten. Ich war zu sehr in Gedanken, als das ich zu hörte, eine Träne entwich meinen Augen, als mir die Situation so langsam wieder wirklich bewusst wurde. Ich unterdrückte ein Schniefen und wischte die Träne schnell weg. Ich sah mich nicht wirklich um, mich interessierte der Kamin und der darüber hängende Flachbildfernsehr nicht. Ich schaute auch nicht aus dem Fenster um den Wald zu sehen. Ich sah einfach auf den weißen Teppich vor mir. Die Tür zur Garage hin öffnete sich und schloss sich mit einen leisen knall, welcher mich zusammenzucken ließ. Isaac und der langhaarige sahen zu den anderen.

"Ich war gestern dran mit kochen, dass muss also jemand anderes machen!" Verteidigte Isaac sich sofort.

"Wir haben aber schon das Essen geholt." Beschwerte sich der schwarzhaarige.

Ich sah den Haufen verwirrt an und rührte mich nicht.

"Aber ihr beide könnt das am besten, ich will nicht, dass wieder jemand wegen einer Lebensmittelvergiftung ins Krankenhaus landet." Verteidigte sich der mit den ganz kurzen Haaren.

"Glaub mir, dich würde ich auch nicht noch ein Mal an den Herd lassen." Bestimmte Isaac.

"Na gut, ich mach es!" Stöhnte der mit den langen Haaren genervt.

Kurz schienen die anderen erleichtert. Und die anderen beiden kamen ins Wohnzimmer und setzten sich auf sie Couch. Der Blick von den schwarzhaarigen lag auf mir. Ich wand meinen Blick ab, er stand auf und zog mich auf die Füße. Sein Griff um meinen Oberarm war fest und ich verzog das Gesicht. Er zerrte mich in die Küche und lies mich dort los

"Du kannst dich ja nützlich machen." Meinte er und ging dann ins Wohnzimmer.

"Kamnst du kochen?" Fragte er.

Ich glaube es wäre nicht schlau zu erwähnen, das meine Mutter Köchin ist und sie mir von klein auf Kochen beigebracht hat. Ich kann es aber mir macht es keinen Spaß.

"Etwas." Sagte ich nur, damit seine Erwartungen in mir nicht zu hoch waren.

Er zuckte mit den Schultern und räumte den Einkauf aus. Ich sah mich um, sah mir ihre Vorräte an, also echt. Wenn man das sah, dachte man hier leben übergewichtige. Ich holte ein paar Sachen und der Mann ließ mich machen. Schlussendlich machte ich alles alleine, da er absolut nichts mit den Zutaten anfangen konnte. Jedoch schaute er, dass ich sie nicht vergiften würde.

Es dauerte eine dreiviertel Stunde, es war 14 Uhr und der Langhaarige deckte den Tisch. Ich machte alles auf die Teller und stellte sie dann Kellnermäßig auf den Tisch. Ich selbst habe für mich nichts gemacht. Ich glaube, es war verständlich, dass ich keinen Hunger hatte.

In their handsWo Geschichten leben. Entdecke jetzt