Kapitel 35:
Rache
Gut 15 Minuten bin ich durch die dunklen Gänge getigert, ehe ich dann doch ein halbwegs ordentlichen Raum gefunden hatte.
Nah genug an der Toilette und mit eigenem Waschbecken im Zimmer, die Tatsache das die Decke an ein paar Stellen undicht war und eines der Fenster zersprungen ignorierte ich gekonnt. Falls es mir dann doch zu zugig werden sollte konnte ich es ja immer noch mit Pappe abdecken.
Mit einem leichten Seufzen ließ ich mich auf einem der abgenutzten Tische nieder und ließ meinen Blick noch ein letztes mal durch den Raum gleiten ehe ich meine Augen schloss, einfach um meine Gedanken zu sortieren, die letzten tage zu verarbeiten und zu verstehen was mit mir los ist.
Ein Teil von mir war noch immer sichtlich verwirrt von Toga's Aussage über meine Gefühle, aber was konnte ich daran schon groß Ändern.
Im Prinzip ist es ja Nachvollziehbar, zumindest irgendwie.
Blieb nur die Frage was sie genau mit genießen meinte.
Klar konnte ich es mir irgendwo denken, aber ich hatte doch nun wirklich weitaus besseres zu tun als meinen ganzen Tag mit dem Feuerteufel zu verbringen.
Wobei ich da ja nun auch nicht wirklich drum herum kam, irgendwie hingen wir ja doch ständig zusammen rum.
Ein leichtes Klopfen riss mich ein wenig unsanft aus meinen Gedanken während mein Kopf blitzschnell zur Tür glitt.
Im Türrahmen stand mal wieder Compress, welcher mir, kaum das er meine Aufmerksamkeit hatte einige Murmeln zuwarf.
„Dein Bett, und ein paar wärmere Klamotten, immer hin wird es langsam kalt."
Kaum das ich die blauen Glaskugeln in der Hand hielt verschwand er auch schon wieder, Was mich dazu veranlasste die Kugeln kurzerhand auf den Boden zu werfen.
Keine Sekunde zu früh, denn kaum das die erste Aufkam nahmen sie auch schon wieder ihre ursprüngliche Gestalt an. Nun lagen über den Boden verstreut tatsächlich ein Mantel, sowie warme Stiefel und Handschuhe.
Ein wenig weiter entfernt hatte sich ein kleines Feldbett sowie eine Abgenutzte Decke mit Kissen in mein Sichtfeld gedrängt, nicht das beste, aber besser als einer der Tische wie ich es erst befürchtet hatte.
Vorsichtig rutschte ich von dem spröden Holz, wollte meine Arme in die Luft strecken, worauf ein mir inzwischen alzu bekanntes Ziehen durch meine linke Schulter fuhr.
Zischend zog ich die Luft durch meine Zähne ein.
Wenn ich diesen Blondschopf jemals wieder sehen sollte fließt Blut.
Wobei..... haha....vielleicht gibt es auch einen Weg ihm mehr weh zu tun, hab ich nicht recht kleines Kranken-Mädchen?
Aber ihr einfach nur weh zu tun wäre zu langweilig.
Nur wie sollte ich überhaupt an die Kleine herankommen? Soweit ich es mitbekommen hatte wohnte sie nun schließlich auf dem Campus ihrer Schule, hieß also sie war den ganzen Tag überwacht.
Irgendeine Gelegenheit musste es doch geben!
In meinem Kopf ging ich verschiedene Möglichkeiten durch.
Ich konnte natürlich versuchen in die UA einzudringen, aber da könnte ich genauso gut Shigaraki zur Weißglut trieben, das Ergebnis wäre gleich.
Ansonsten konnte ich nur darauf hoffen das sie mal das Wohnheim verließ, nur konnte sie lange darauf warten das ich stundenlang vor der Schule herum streifte, ich hatte auch noch anderes vor.
Mit einer bestimmten Person?
Verdammt nein!
Vielleicht konnte ich die Kontakte unseres Bosses nutzen um ein wenig mehr über die zukünftigen Pläne der UA herauszufinden, immerhin schien er ja seine Informationsquellen zu haben.
Na da werd ich mich aber mal wieder auf ein Gespräch freuen können, nicht.
Klar kann ich auch alleine versuchen etwas herauszufinden aber das würde ewig dauern, und ich will nicht mehr warten.
Vielleicht wäre es erstmal auch keine schlechte Idee mich einfach ein wenig bei den Anderen umzuhören.
Toga ist ja nahezu versessen auf diesen Grünhaarigen, da fällt mir, wo war dieses Mädel eigentlich bevor Overhaul aufgetaucht war?
Fast zwei Wochen ist sie nicht mehr bei uns aufgetaucht, zumindest nicht so richtig. Wenn sie mal da war nur Abends für ein paar Stunden. Nicht das mich das alles etwas anging, aber sie war es immerhin die uns als Freunde bezeichnete, und wahrscheinlich war sie auch das was einer Freundin am nächsten kam für mich.
Ein leichtes Stöhnen entfuhr mir. Währen ich mich vorsichtig auf dem Feldbett niederließ. Zwar war an Schlaf noch lange nicht zu denken, aber zumindest ein wenig Ruhe konnte ich meinen Muskeln ruhig gönnen.
Es vergingen Minuten in den ich einfach nur an die Decke starrte.
Immer wieder schallte das Wort 'Rache' durch meinen Kopf, zog an meinen Nerven und machte mich fast wahnsinnig, aber ich musste mich gedulden. Wenn ich jetzt schon handel falle ich nur tiefer als ich es eh schon bin.
Müde rieb ich mir mit meine rechte Hand über das Gesicht, ehe ich vorsichtig die Beine wieder von diesem Klappergestell eines Bettes warf und mich aufrichtete.
Mit wenigen Schritten war ich an dem kleinen Waschbecken angekommen hatte den Wasserhahn aufgedreht und spritzte mir die erfrischende Flüssigkeit ins Gesicht.
Für einen Moment blieb ich so stehen, sammelte meine Gedanken und versuchte mich zu fokussieren, mich auf einen Gedanken zu konzentrieren.
Der Gedanke welcher sich daraufhin in meinem Kopf festhakte war zwar ziemlich abwegig in meiner jetzigen Situation, aber auch dringend wieder einmal nötig.
Schnell führten mich meine Schritte aus dem Zimmer, ein Stück den Flur entlang ehe ich durch den Durchgang in das dunkle Badezimmer trat.
Vorsichtig tastete ich mit den Händen nach einem Lichteschalter, ehe ich dann einen an der linken Seite finden konnte.
Ein kurzes Klick und der Raum erhellte sich ein wenig flackernd.
Für einen Moment blinzelte ich ein wenig, während sich meine Augen an die neue Beleuchtung gewöhnten. Kaum hatten sie das wollte ich sie am liebsten wieder zu kneifen.
Meine Wangen wurden ein ganzen Stück wärmer, während sich mein gegenüber zu mir drehte, ehe das jedoch ganz geschehen war drehte ich mich wieder um und wollte aus dem Raum laufen.
Kurz bevor ich jedoch vollständig durch die Tür treten konnte schlossen sich zwei Hände um meine Handgelenke.
„Wo willst du denn Plötzlich hin?"
Warme Luft streifte meine Haut und brachte meine Nackenhaare zum stehen.
Innerlich wiedereinmal zerrissen ob ich diese Situation wollte, oder eben nicht versuchte ich mich eher alibi halber aus dem Griff zu befreien.
„Lass mich wieder los Dabi."
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Every Villain is Bad!(?)
Fiksi PenggemarDie Bösen sind Böse und die Guten sind Gut. Das ist die Allgemeine Sichtweise der Gesellschaft, aber was ist wenn man es anders sieht? Wenn man aus der Reihe tanzt? Ganz einfach: Man ist Böse oder halt ein Schurke. Und wenn die Welt meint ich sei so...
