Zwischen Kayla und mir hat sich wirklich eine gute Freundschaft entwickelt. In den Mittagspausen saß sie mit Serena, Emilia und mir zusammen. Sie hat viel geredet. Kayla ist wie ein Radio, dem ich die ganze Zeit zuhören kann.
Wenn Kayla in den Pausen und in der Mittagspause zu uns kam, mussten Serena und Emilia plötzlich etwas erledigen und haben mich mit Kayla allein gelassen. Eigentlich taten sie es mir zuliebe, aber trotzdem war es ungewöhnlich auffällig.
"Das machen die extra, oder?", kicherte Kayla.
"Ich weiß von nichts", sagte ich und schaute verlegen auf den Boden.
Es sieht so aus, als hätte ich mit ihnen geredet, aber ich habe sie wirklich um nichts gebeten.
Kayla lachte. "Aber irgendwie ist es süß."
"Findest du? Wenn es dich stört, rede ich mit ihnen", sagte ich ernst.
"Nein, es stört mich nicht."
Nun herrschte eine kurze Stille, die Kayla schnell unterbrach.
"Hast du Lust, morgen mit mir 'Mein verrückter Nachbar Willy' anzuschauen?", fragte sie.
"Den Film kenne ich noch nicht. Was ist das denn für einer?"
"Das ist eine Komödie. Es geht um einen Mann namens Johann, der sehr kalt zu seinen Nachbarn ist. Er ist immer unfreundlich zu ihnen und eines Tages zieht Willy Westernwing in seine Nachbarschaft. Johann kann ihn nicht ausstehen und es kommt zu lustigen Streitereien zwischen den beiden".
"Okay, hört sich gut an. Ich hätte Zeit."
"Super. Ich schreibe dir später die Details", sagte sie und verabschiedete sich.
Ich habe mich so gefreut. Ich kann wieder mit ihr ins Kino gehen. Ich rief Serena an, aber sie ging nicht ran, also rief ich Emilia an.
"Hallo?"
"Hey, Emilia. Wo seid ihr eigentlich?"
"Ich bin in meinem Clubraum und Serena wollte in die Bibliothek."
"Ach so. Okay. Danke. Dann werde ich dich nicht weiter stören."
"In Ordnung. Bis später."
"Ja, bis später."
Ich ging in die Bibliothek und sah, dass Serena sich Notizen machte. Ich ging zu ihr und erzählte ihr, dass ich morgen Zeit mit Kayla verbringen würde. Sie freute sich sehr für mich.
"Was machst du eigentlich? Seit die Schule angefangen hat, hast du immer so viel zu tun und steckst den Kopf nur in Bücher. Letztes Jahr hattest du nicht so viel zu tun."
"Ja, ich weiß, aber daran kann ich leider auch nichts ändern", lächelte sie.
"Okay, dann werde ich dich nicht weiter stören."
Ich schaute mich noch ein wenig in der Bibliothek um und verließ sie dann.
Der Schultag verging schnell und der nächste Tag konnte kommen. Ich war sehr aufgeregt. Diesmal zog ich mich normal an, nicht so übertrieben wie das letzte Mal. Ich zog eine einfache Jogginghose und einen Kapuzenpulli an und ging zum Treffpunkt.
Kurz darauf kam Kayla und ich traute meinen Augen nicht. Sie trug ein weißes Spitzenkleid, das ihr bis über die Knie reichte. Es hatte einen Ausschnitt und sie trug eine silberne Kette. Ihr welliges, offenes Haar passte gut dazu und sie hatte sich etwas geschminkt. Sie sah wunderschön aus.
Ich mit meiner Jogginghose und dem Kapuzenpulli passte so gar nicht in ihr Bild.
"Hey ....", kam es schüchtern von ihr.
"Hey. Du siehst wunderschön aus", sagte ich verlegen.
"Danke, du auch", kicherte sie.
Oh, Mann. Das ist so peinlich. Ich hätte etwas Passendes anziehen sollen.
***
Wir sahen uns den Film an, und um ehrlich zu sein, habe ich ihm meine ganze Aufmerksamkeit geschenkt. Zum einen wollte ich Kayla nicht die ganze Zeit anstarren, weil ich wirklich vernünftig bleiben wollte. Aber der Film war wirklich gut und lustig. Es hat sich wirklich gelohnt, hierher zu kommen.
Als der Film zu Ende war, verließen wir das Kino und ich dachte, dass ich mich jetzt von ihr verabschieden müsste, aber Kayla bot mir an, mit ihr essen zu gehen. Wir gingen in dasselbe Restaurant wie letztes Mal und dieses Mal bestand sie darauf, die Rechnung zu übernehmen.
Letztes Mal habe ich bezahlt und dieses Mal konnte ich sie nicht dazu überreden.
Wir haben uns unterhalten und es war wirklich schön, Zeit mit ihr zu verbringen. Mit Kayla vergeht die Zeit wirklich wie im Flug.
Als wir fertig waren und das Restaurant verlassen haben, wollte ich eigentlich noch gar nicht nach Hause. Klar wollte ich zu meinem Vater und meiner Schwester, aber ich wollte noch ein bisschen Zeit mit Kayla verbringen.
"Dann sehen wir uns in der Schule", sagte ich und drehte mich um.
Doch sie hielt meine Hand fest.
"Warte", hörte ich Kayla sagen.
Ich drehte mich um und sah sie an.
"Ich möchte noch etwas Zeit mit dir verbringen", sagte sie schüchtern und ihre Wangen wurden leicht rot.
Verdammt....sie sieht so süß aus.
"Sag das nicht."
Überrascht sah sie mich an.
Ich nahm meine Hand und legte sie an ihre linke Wange.
"Wenn du das sagst, werde ich egoistisch. Dann will ich dir näher kommen und werde vielleicht unvernünftig."
Sie legte ihre Hand auf meine.
"Und wenn ich nichts dagegen habe?"
Was? Habe ich das richtig gehört???!
"Was, wenn ich nichts dagegen habe, dass du unvernünftig wirst? Was, wenn ich will, dass du mir näher kommst? Zean, ich mag dich. Ich mag dich wirklich. Es klingt verrückt, aber ich mochte dich, seit wir uns das erste Mal trafen. Es war wie..."
Ich ging auf sie zu.
"Wie war es?"
"Es war wie Liebe auf den ersten Blick."
Ich ging noch näher an sie heran und legte meine Lippen auf ihre, und Kayla küsste mich zurück. Das war die erste zaghafte Berührung auf den Lippen, die ich je von einem Mädchen gespürt habe. Es war ein sanfter Kuss, in dem ich mich verlor. Es war, als wäre nichts mehr um mich herum. Das Einzige, was ich noch spürte, waren Kaylas Lippen und ihre Nähe. Kurze Zeit später lösten wir uns voneinander und sprachen kein Wort mehr.
Ich hätte nie gedacht, dass Kayla so empfindet. Ich dachte, Liebe auf den ersten Blick gibt es nicht. Ich dachte, das gäbe es nur im Film. Aber jetzt weiß ich, dass es Liebe auf den ersten Blick auch im wirklichen Leben gibt.
"Genau so war es bei mir", sagte ich.
"Ich liebe dich, Kayla."
"Ich liebe dich auch, Zean."
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- aki 🌹
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Seine Schwester-Sein Leben
Teen Fiction"Wie weit würdest du für deine Schwester gehen?" "Bis in den Tod...für eine Schwester wie meine." ========================== Für ihn ist seine Schwester alles, was er braucht. Er tut alles, um sie zu beschützen. Dazu zählt auch das Prügeln mit ander...
