Nachdem ich Kayla nach Hause gebracht hatte, fuhr ich nach Hause. Dad war noch nicht zu Hause. Ich ging in Serenas Zimmer. Sie saß wieder an ihrem Schreibtisch, wie fast jeden Tag zuvor.
"Schwester! Rate mal, was heute passiert ist."
"Zean! Du bist schon wieder da", lächelte sie.
Hat sie es wirklich nicht bemerkt, als ich hereinkam? Wahrscheinlich war sie zu sehr in ihre Arbeit vertieft.
"Und? Hast du ihr deine Gefühle gestanden?"
"Ja, habe ich, aber eigentlich hatte ich das heute noch nicht vor", sagte ich und erzählte ihr von dem ganzen Date.
Serena freute sich sehr für mich.
"Kayla ist ein gutes Mädchen. Sie ist immer nett und hilfsbereit. Ich wünsche euch beiden nur das Beste für eure Beziehung."
"Danke, Schwester", sagte ich und blickte auf all die Papiere auf ihrem Schreibtisch.
"Kann ich dir vielleicht bei etwas helfen? Ich habe es dir schon einmal gesagt, aber du scheinst seit Beginn des Schuljahres sehr beschäftigt zu sein. Wenn du etwas recherchieren musst, kann ich dir helfen."
"Nein, das geht schon, ich muss meine Hausaufgaben alleine machen können. Aber trotzdem danke, Zean.
Und ihre Hausaufgaben scheinen immer mehr zu werden. Sie saß spät abends, nach der Schule und am Wochenende daran. Serena konnte nicht einmal mehr am Wochenende mit Papa und mir ins Kino gehen. Ich machte mir große Sorgen. Sie konnte nicht mehr so viel Zeit mit uns verbringen. Kayla war auch in ihrem Jahrgang, aber sie hatte mehr Freizeit. Wir trafen uns öfter. In der Schule hatte sich unsere Beziehung unter unseren Freunden schnell herumgesprochen. Kayla war so ein nettes Mädchen und ich habe mich jeden Tag neu in sie verliebt. Das ist echt verrückt. Nach der schlechten Zeit mit meiner Mutter bekomme ich jetzt die Liebe meines Vaters, meiner Schwester, meiner Freunde und meiner festen Freundin Kayla. Ich wusste gar nicht, dass Liebe einen Menschen so glücklich machen kann. Ich liebe sie und sie lieben mich. Das ist so ein schönes Gefühl.
Mein Leben schien so perfekt. Ehrlich gesagt hatte ich immer Angst, dass ich eines Tages aufwachen würde, zu meiner Mutter zurückkehren müsste und meinen Vater, meine Schwester und meine Freunde verlieren würde.
Die Jungs in meinem Karateclub waren alle eifersüchtig, dass Kayla bei mir war. Sie ist zwar ein Jahr älter als ich, aber ich bin schon größer und liebe sie von ganzem Herzen. Ich kann mir ein Leben mit ihr gut vorstellen. Sie wird immer wichtiger für mich.
In der Mittagspause haben wir immer zusammen gegessen. Emilia und Serena haben uns immer allein gelassen. Es würde mir nichts ausmachen, wenn sie mit uns essen würden, das habe ich Serena auch gesagt, aber sie sind trotzdem nicht mit uns essen gegangen. Serena hat gesagt, dass sie und Emilia sich fehl am Platz fühlen, also überlasse ich es ihnen, ob sie mit uns essen wollen oder nicht.
Ich habe mein Mittagessen schnell gegessen, also habe ich danach noch eine Capri Sonne getrunken, bis Kayla auch fertig war.
"Warum trinkst du nur die mit Orangengeschmack? Es gibt doch viele andere Sorten zur Auswahl", sagte Kayla.
"Aber das ist meine Lieblingssorte", lächelte ich und dachte an den Tag, an dem Serena mir Capri Sonne zum Trinken angeboten hatte. Diesen Tag werde ich nie vergessen.
"Verstehe", lächelte Kayla.
"Du verbindest diesen Tag also mit der Capri Sonne."
"Das stimmt", lächelte ich.
Ich vertraute Kayla meine Kindheitserlebnisse mit meiner leiblichen Mutter an und erzählte ihr von diesem Tag.
Obwohl Kayla noch beim Essen war, schrieb sie nebenbei Nachrichten auf ihr Smartphone. Ich trank meine Capri Sonne zu Ende und Kayla war noch nicht fertig.
"Kayla. Ich gehe kurz zu meiner Schwester. Sie hat gesagt, dass sie in die Bibliothek will. Ich muss sie noch etwas fragen."
"Alles klar", sagte sie und widmete ihre ganze Aufmerksamkeit ihrem Handy.
Ich ging in die Bibliothek und suchte Serena.
Serena saß an einem Tisch mit drei Büchern und schrieb etwas.
Ich sah sie kaum etwas anderes tun.
"Hey, mach mal Pause", sagte ich, als ich vor ihr stand.
Sie blickte zu mir auf.
"Oh, hallo Zean. Was machst du denn hier?", fragte sie und steckte schnell ihren Zettel in ihren Collegeblock.
"Ich wollte dich etwas wegen Samstag fragen. Wir wollten doch zusammen in die Mall gehen. Kayla hat mich gefragt, ob wir uns am Samstag treffen wollen. Wäre es okay, wenn sie mitkommt?"
"Das musst du mich nicht fragen. Außerdem... ich glaube, ich schaffe es sowieso nicht", sie schaute traurig auf die Bücher vor sich.
"Ich habe noch ein paar Aufgaben bekommen."
"Was?", fragte ich schockiert. Es sollte ein Geschwistertag für uns beide werden, den wir schon seit Wochen geplant hatten. Es ist so lange her, dass wir etwas zusammen unternommen haben, nicht einmal zu Hause. Es ist, als würden wir uns immer mehr voneinander entfernen. Ich hatte mich so auf diesen Samstag mit Serena gefreut.
"Aber... das hatten wir doch extra geplant", erwähnte ich enttäuscht.
"Tut mir echt leid, Bruder. Aber du kannst den Tag mit Kayla verbringen. Wir verschieben unseren Geschwistertag auf einen anderen Tag."
"Schade, dann lasse ich dich und deine geliebten Aufgaben eben allein."
Ich ging und war wirklich enttäuscht. Will Serena keine Zeit mehr mit mir verbringen? Habe ich etwas falsch gemacht? Oder ist sie sauer auf mich? Und was sollte das mit dem Zettel? Warum hat sie ihn so schnell in ihren Collegeblock gesteckt, dass ich nicht sehen konnte, was darauf stand? Was ist los mit dir, Serena?
Ich ging zurück in die Cafeteria und sah Kayla immer noch am Tisch sitzen, aber nicht allein. Jemand hatte sich ihr gegenüber hingesetzt.
Ich ging auf sie zu und sah einen fremden Jungen.
"Oh Zean, du bist schon wieder da."
"Ja. Wer ist das?"
"Das ist Louis. Wir haben gemeinsame Kurse und sitzen nebeneinander."
"Ja. Wir sitzen nebeneinander und sind gute Freunde", erwähnte Louis.
"Okay. Kayla und ich sind zusammen, also solltest du deine Grenzen als Freund nicht überschreiten", sagte ich direkt.
"Zean!", ärgerte sich Kayla, "Was soll das?"
Ich finde es nicht schlimm, wenn sie mit Freunden rumhängt. Ich kenne den Jungen nicht und wollte ihm nur klarmachen, dass Kayla schon mit mir zusammen ist. Ich bin auch mit vielen Mädchen befreundet, aber die wissen alle, dass sie die Grenze nicht überschreiten dürfen. Die Grenze, an der es mehr als Freundschaft wird.
"Kayla. Ich möchte mit dir reden."
"Aber ich esse gerade!", antwortet sie genervt.
Ich war nur fünf Minuten vor Kayla in der Mensa, habe aufgegessen, bin in die Bibliothek und wieder zurück und sie ist immer noch nicht fertig? Wahrscheinlich war sie zu sehr mit ihrem Handy beschäftigt.
"Außerdem ist Louis mein Freund, also entspann dich.
"Kayla, ich will dir nur etwas sagen", sagte ich und war überrascht, wie genervt sie war. Sie war schon öfter genervt, aber nicht von mir. Hatte ich etwas falsch gemacht? War es so schlimm, Louis zu sagen, dass wir zusammen sind?
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- aki 🌹
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Seine Schwester-Sein Leben
Teen Fiction"Wie weit würdest du für deine Schwester gehen?" "Bis in den Tod...für eine Schwester wie meine." ========================== Für ihn ist seine Schwester alles, was er braucht. Er tut alles, um sie zu beschützen. Dazu zählt auch das Prügeln mit ander...
