Die Krankenschwester kam und brachte mich in mein Zimmer zurück.
Am Abend sind wir dann nach Hause gefahren.
Serena ging es zum Glück gut und sie versicherte mir, dass sie keine Schmerzen hatte.
Als ich Zeit mit Serena allein hatte, fragte ich sie, warum sie gelogen hat, nur damit Vater ein gutes Bild von mir hat.
"Tut mir leid, ich will ihm nicht sagen, dass es meine falschen Freunde waren."
"Eine Lüge hält nicht lange. Die Wahrheit kommt sowieso irgendwann heraus", sagte ich.
"Ich werde ihm die Wahrheit sagen."
"Worauf wartest du dann noch?! Sag ihm endlich die Wahrheit. Ich möchte nicht mit einer Lüge leben. Wir können ihm sagen, dass es ein paar Mitschüler waren, die wir nicht kennen. Aber er soll nicht denken, dass ich ein Held war, wenn ich in Wirklichkeit ein Vollidiot war", sagte ich verärgert.
"Ich dachte, du würdest dich freuen, wenn Vater dich wie einen Sohn behandelt und dir Liebe schenkt", sagte sie und sah traurig zu Boden.
"Ich brauche seine Liebe nicht. Solange ich dich habe, brauche ich niemanden, Serena."
Ich war froh, als er sich im Krankenhaus um mich gekümmert hat, aber er liebt mich nicht.
"Außerdem behandelt er mich nicht gut, weil er mich liebt. Du bist mir sehr wichtig, Serena. Wenn ich wüsste, dass jemand dich mit allen Mitteln beschützen würde, wäre ich ihm sehr dankbar. Vater ist mir nur wegen deiner Lügengeschichte dankbar! Er liebt mich nicht, das weiß ich", erklärte ich ihr.
"Das stimmt nicht, Zean. Er ..."
"Ich war acht Jahre bei meiner Mutter! Er hat sich nicht einmal bei uns gemeldet. Und selbst als Mutter mich zu ihm brachte, wollte er mich nicht bei sich haben. Das hat er selbst gesagt. Aber aus irgendeinem Grund hat er mich dann doch bei sich wohnen lassen. Aber seit diesem Tag hat er sich nie mehr um mich gekümmert. Ich existiere nicht einmal für ihn!", schrie ich aus dem Nichts.
Serena schaute mich überrascht an. Oh nein... warum redete ich in diesem Ton mit Serena? Ich wollte sie doch nicht anschreien...
"Tut mir leid, Schwester. Ich wollte dich nicht anschreien. Bitte vergib mir. Es hat nichts mit dir zu tun und trotzdem schreie ich dich so an. Es tut mir wirklich leid", entschuldigte ich mich.
"Schon gut, Bruder. Ich habe das Problem erkannt und werde Vater sofort die Wahrheit sagen", sagte sie und sah traurig zu Boden.
Sie will Vater nicht sagen, dass es ihre Freunde waren, die ihr das angetan haben und ich will diese plötzliche Dankbarkeit von Vater nicht. Ich verdiene diese Dankbarkeit nicht, weil ich Serena nicht beschützen konnte.
"Du musst nicht mit mir reden. Ich habe es schon gehört", hörten wir Vater ins Zimmer kommen.
Die Tür war nicht verschlossen und Vater musste alles mitbekommen haben.
"Du hast alles gehört?", fragte Serena ein wenig panisch.
"Von dem Moment an, als Zean gebrüllt hat", lachte er.
Und ohne ein weiteres Wort kam er auf uns zu, legte einen Arm auf Serenas Schulter und den anderen auf meinen. Dann zog er uns zusammen und umarmte uns kurz.
Danach löste er sich von uns.
"Du hast recht, Zean. Ich habe mich nie bei dir und deiner Mutter gemeldet. Aber du weißt nicht warum. Und ich bin dir nicht nur dankbar. Es ist auch nicht so, dass ich dich hasse. Nein, ganz im Gegenteil. Ich mag dich, Zean. Du bist so ein guter Junge. Aber ich habe immer gedacht, dass ich dich nicht verdiene. Ich war mir sicher, dass du mich hasst."
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Seine Schwester-Sein Leben
Ficção Adolescente"Wie weit würdest du für deine Schwester gehen?" "Bis in den Tod...für eine Schwester wie meine." ========================== Für ihn ist seine Schwester alles, was er braucht. Er tut alles, um sie zu beschützen. Dazu zählt auch das Prügeln mit ander...
