Am nächsten Schultag ging ich morgens mit Till und meiner Mutter zum Schulleiter.
"Es tut mir leid, dass ich Sie stören muss, Herr Errison.
"Meiner Tochter ist gestern etwas Schreckliches passiert!", sagte Mama und fing an zu weinen.
"Helen. Frau Keeton. Bitte setzen Sie sich. Was ist passiert?"
"Der Fall von gestern ist anscheinend nicht ganz aufgeklärt worden", sagte ich.
"Das kann nicht sein. Für Bella und Lyana ist bald eine Konferenz und Bella darf die nächsten zwei Wochen nicht in die Schule kommen."
"Aber Lyana hat ihre Freunde überredet, mir etwas ganz Schreckliches anzutun. Lucy, Theo und Jordan haben mich gestern in das Restaurant von Lucys Eltern eingeladen. Obwohl ich zweimal abgelehnt habe, haben sie darauf bestanden, mich mitzunehmen. Ich dachte, es wäre ein normales Erlebnis unter Freunden. Till hat alles gesehen und gefilmt." Ich schluchzte: "Bitte schauen Sie sich das Video an."
Gestern hat sich Till verkleidet. Er trug eine Mütze und eine Sonnenbrille. Da Lucys Eltern ihn noch nicht kannten, war es viel einfacher. Er hat gesehen, wie Lucy ein weißes Pulver in ein Glas geschüttet hat. Dass ich die Gläser ausgetauscht habe, hat er natürlich nicht aufgenommen. Das Video geht erst weiter, als Lucy mir genau dieses Glas serviert, in das sie angeblich das weiße Pulver geschüttet hat. Kurz darauf sage ich, dass ich mich nicht gut fühle und wir gehen nach draußen.
"Was war das für ein Pulver?"
"Ich weiß es nicht, ich war nur sehr erschöpft und müde danach. Jordan sagte, wir sollten uns in einer Sackgasse in der Nähe ausruhen. Dort sollte eine Bank stehen, aber das stimmte nicht. Als wir in die Sackgasse gingen, wurden meine Freunde ganz komisch. Lucy hielt mich fest und Jordan und Theo haben mich angefasst", sagte ich und weinte wieder. Mutter nahm mich unter den Arm.
"Was meiner Tochter widerfahren ist, ist unverzeihlich!"
Jetzt sprach Till: "Ich wusste nicht, was sonst noch in der Sackgasse passiert ist, aber ich wollte nicht allein hingehen. Also sprach ich einen erwachsenen Mann an, der gerade vorbeikam, und bat ihn, mir zu helfen. Als wir dann in die Sackgasse gingen, sah ich genau, was Jordan und Theo taten. Der erwachsene Mann hat Helen sofort gerettet und die anderen drei sind weggerannt. Wir haben Helens Mutter angerufen und sie wurde abgeholt. Ich habe sogar die Kontaktdaten des Mannes. Sie können ihn gerne kontaktieren. Er hat es auch gesehen.
"Ich habe gestern Abend Lucy angerufen, weil ich das alles nicht glauben konnte. Die Sache mit Bella und Lyana hatte mich schon fertig gemacht, da konnte ich das nicht glauben. Am Telefon hat sie sich bei mir entschuldigt und gesagt, Lyana hätte ihr das Pulver gegeben und gedroht, mir das anzutun."
"Das geht natürlich nicht. Wir werden die drei sofort zur Rede stellen."
"Mutter, ich habe Angst."
"Keine Sorge, Helen. Hier können sie dir nichts tun!"
Herr Errison rief die Schüler auf und nur Jordan und Theo kamen herein.
Verwirrt sahen sie uns an.
Herr Errison wollte genau wissen, was gestern passiert war. Sie sagten die Wahrheit. Die Wahrheit, was gestern wirklich geschehen ist. Dass Theo ohnmächtig wurde und ich Jordan zwischen die Beine trat und ihn im Gesicht verletzte. Aber es klang, als hätten sie sich eine Lüge ausgedacht.
"Ihr wollt, dass ich das glaube? Habt ihr Zeugen oder Beweise?"
"Nein, aber Lucy hat auch alles gesehen. Außerdem verstehe ich gar nicht, was Till hier macht. Der hat doch nichts damit zu tun!", sagte Jordan.
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Seine Schwester-Sein Leben
Dla nastolatków"Wie weit würdest du für deine Schwester gehen?" "Bis in den Tod...für eine Schwester wie meine." ========================== Für ihn ist seine Schwester alles, was er braucht. Er tut alles, um sie zu beschützen. Dazu zählt auch das Prügeln mit ander...
