Bella wurde nicht mehr in die Klasse geschickt. Nur Lyana kam zum Unterricht, und obwohl alle sie fragten, was passiert war, sagte sie, dass sie jetzt nicht darüber reden wolle.
Ich wurde auch schon von Mitschülern gefragt, warum ich ins Büro des Direktors gerufen wurde.
Ich habe ihnen gesagt, dass ich nicht darüber sprechen möchte.
Nach der letzten Stunde habe ich Lyana gebeten, mit mir zu kommen. Zuerst wollte sie nicht, aber als ich ihr die Sprachaufnahme zeigte, folgte sie mir sofort.
Ich ging mit ihr hinter die kleine Turnhalle und vergewisserte mich, dass wir wirklich allein waren.
"Was willst du von mir?", fragte sie genervt.
"Was ist heute nach der Schule geplant?"
"Mach dir keine Sorgen. Dir wird nichts passieren. Bella ist von der Schule geflogen", erzählte sie mir.
"Das ist ja eine tolle Nachricht. Aber du hast meine Frage immer noch nicht beantwortet."
"Das waren doch nur dumme Ideen! Wir haben nichts geplant!"
Ich ging zu ihr und drückte mit einer Hand ihren Hals.
"Hör zu, du kleine Göre. Du hast zwei Möglichkeiten. Entweder du erzählst mir jetzt ganz genau, was ihr heute mit mir vorhabt, oder du hältst deine verdammte Klappe und ich sorge dafür, dass du Bella folgst. Und glaub mir, nichts ist leichter, als ein dummes, naives Mädchen wie dich von dieser Schule zu werfen, besonders jetzt, wo du so allein und einsam bist", grinste ich und drückte ihren Hals fester.
***
Als sie mir alles erzählt hatte, ließ ich sie gehen.
Das arme Mädchen. Sie stand unter Schock und hatte große Angst. Sie sah mich an, als wäre ich die Böse...
"Was hast du jetzt vor?", hörte ich eine bekannte Stimme hinter mir.
Erschrocken drehte ich mich um und sah Till auf mich zukommen.
Verdammt.....verdammt......hatte er alles gehört?
"Was....was...-"
"Was ich hier mache?", grinste er.
In diesem Moment wehte ein starker Wind, der meine geöffnete Hare zu ihm gleiten ließ.
"Ich bin nur einem hübschen Mädchen gefolgt", sagte er verträumt und hielt eine Strähne meines Haares in der Hand.
Er hat uns also gehört und wahrscheinlich alles gesehen.
"Weißt du was, Helen? Ich habe mich entschieden."
Entschieden? Wozu denn? Mich zu verraten? Oder auszunutzen? Zum Direktor zu gehen? Oder Lyana zu helfen? Was zum...?!
"Ich werde dir folgen", lächelte er.
Mir folgen?! Was soll ich jetzt verstehen? Will er mich belästigen?
"Ich mochte dich vom ersten Tag an. Du warst immer so cool, aber ich hatte Angst. Ich hatte Angst, dass du wie eine Prinzessin bist. Du warst immer ruhig und still und hast dich in Gesprächen nie richtig ausgedrückt. Aber ich habe gewartet und gehofft, dass du ein verborgenes Talent hast. Und heute habe ich es mit eigenen Augen gesehen. Du bist keine Prinzessin. Du bist eine Kämpferin und das ist mega cool."
"Erzähl mir lieber etwas, was ich noch nicht weiß", grinste ich.
Till lachte.
"Und dein Selbstbewusstsein macht dich verdammt heiß."
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Seine Schwester-Sein Leben
Teen Fiction"Wie weit würdest du für deine Schwester gehen?" "Bis in den Tod...für eine Schwester wie meine." ========================== Für ihn ist seine Schwester alles, was er braucht. Er tut alles, um sie zu beschützen. Dazu zählt auch das Prügeln mit ander...
