Als ich 90 Minuten später endlich mit den anderen Schülern den Klassenraum verlasse, nachdem uns unser Lehrer ausnahmsweise mal von Hausaufgaben verschont hat, freue ich mich auf zu Hause, da mein Magen bereits am grummeln ist.
Rasch schließe ich meine Bücher in meinem Spind ein, ehe ich mich auf den Weg zum Parkplatz mache. Ich fange an zu grübeln und verlangsame meine Schritte immer mehr, als ich Jace Wagen in der Parklücke stehen sehe.
Er ist echt sauer auf mich gewesen und sicherlich wird er gleich wieder anfangen mich anzumeckern und versuchen mich zu überreden, dass ich am Freitag zuhause bleiben soll.
Also fange ich an, mir einige Argumente zurecht zu legen, die ich ihm gleich plausibel endgegenbringen kann.
Wiederum ähneln diese sich alle sehr stark und laufen darauf hinaus, dass er nur irgendein Junge ist, mit dem ich zufälligerweise im gleichen Haus lebe, der aber kein Recht darauf hat mich zu bevormunden.
Zwar war ich auch vorher gegen den Gedanken zu dieser Party zu gehen, aber erstens möchte ich Viola nicht im Stich lassen und zweitens hätte er dann gewonnen.
Und DAS will ich auf gar keinen Fall.
Ich sehe Jace und Mason bereits im Auto sitzen und komme ihnen entgegengelaufen.
Mein Puls verschnellert sich mit jedem Schritt und erneut laufen in meinem Kopf die jeweiligen Argumente Dauerschleife, bis ich auf einmal den Motor aufheulen höre und ich verwundert aufsehe.
Ich gehe etwas schneller und setzte einen fragenden Gesichtsausdruck auf. Wiederum bildet sich in Jace Gesicht nur ein leichtes Grinsen und seine Augen blicken mich frech durch die Windschutzscheibe an.
Mir fehlen nur noch wenige Meter bis ich einsteigen kann, als Jace Gas gibt und aus der Parklücke fährt.
Ich kann nur zusehen wie er wendet und mit einem frechen Grinsen, vor meinen Augen, wegfährt.
Ich stehe verdattert in der nun leeren Parklücke und schaue dem schwarzen VW hinterher, der gerade um die Kurve biegt und aus meinem Sichtfeld verschwindet.
Ich warte noch kurz. Vielleicht ist das ja nur einer seiner dummen Scherze. Aber selbst fünf Minuten Später, stehe ich immer noch verloren da und blicke auf die Ecke, hinter der er verschwunden ist.
Ich atme einmal tief ein und wieder aus, um meine aufsteigende Wut zu zügeln und fische mein Handy aus meiner Tasche, als ich wiederum merke, dass ich nicht mal Jace Nummer besitze.
Ebenso wenig habe ich mir Geld für den Bus mitgenommen und meine Freunde sind schon alle weg, so dass auch sie mir nicht weiterhelfen können.
Dazu kommt noch, dass ich einfach nicht genug mumm habe jemand fremden nach Geld zu fragen. Also öffne ich auf meinem Handy Google Maps und gebe mein Ziel ein.
Dann werde ich wohl irgendwie zu Fuß nachhause kommen müssen.
Wenigstens ist heute gutes Wetter und die Sonne scheint so, dass ich meine Jacke ausziehe und sie mir um die Schulter binde.
Ich ziehe meine Kopfhörer aus der Jackentasche und stelle mir eine motivierende Musik an, die aber aus unerlässlichen Gründen nicht viel bringt.
Was denkt dieser Typ eigentlich wer er ist? Nur weil er älter und beliebter ist als ich, muss das doch noch lange nicht heißen, dass ich ihn hinterherlaufe. Das kommt nicht infrage.
Ich mache mich auf den Weg und verfolge die Rute die mir auf meinem Handy angezeigt wird und nehme eine kleine Abkürzung durch den Park.
Würde ich nicht solchen Hunger haben und würde ich nicht so müde von der Schule sein, hätte es mir wahrscheinlich spaß gemacht die paar Kilometer zu Fuß zu gehen.
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Sag Niemals Nie
Teen FictionStiefbrüder? Und dann auch noch zwei Stück? Für Gina unvorstellbar! Jahrelang hatte sie alleine mit ihrer Mutter in Danville gelebt, doch auf einmal möchte diese zu ihrem Beziehungspartner Mathew, nach Charlottesville ziehen. Seine zwei Söhne, Jac...
