54 || Der Frühlingsball

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Laute Musik strömt durch unsere Schule und überall laufen Mädchen in den buntesten Kleidern herum, Jungs in Anzügen, Hemden und gemachten Frisuren.

Viola stößt mir ihren Ellenbogen in die Rippen und ich schaue sie irritiert an.

„Ich wusste ja gar nicht dass die Jungs aus unser Schule so gut aussehen können", haucht sie fasziniert und versteckt ein freches grinsen

Instinktiv halte ich nach Jace ausschau, kann ihn wiederum zwischen den ganzen Schülern nicht erblicken.

Als meine Mutter uns mit Tränen in den Augen zum Ball gefahren hat und uns stolz erklärt hat wie glücklich sie ist uns so zu sehen, gehen wir etwas verloren durch die Flure.

Ich fühle mich wie eine Prinzessin, die durch ihr Schloss schreitet und doch ein Hauch von einem unwohlen Gefühl.

Ich hab das Gefühl dass mich mehr Jungs als normalerweise registrieren und mir ein nettes Lächeln schenken, welches ich nur zögernd erwiderte.

„Da ist Jess", Viola zieht mich in die riesige Aula, die in den buntesten Farben aufleuchtet. Die verschiedene Zusammensetzungen der Scheinwerfer wirken jedoch nicht grell oder Neon, sondern werfen einen gemütlich und dunklen Ton auf die Tanzfläche, die wie eine Frühlingswiese erscheint.

Einpaar Tanzpaare haben sich bereits versammelt und wiegen ruhig und romantisch zur Musik.

„Guck dort", Viola zeigt mit ihrem Finger zur Bühne. Gleich ist es so weit.

1...2...3 Jess tritt hinaus, mit einem Mikrofon.

Auch sie hat sich ordentlich Mühe bei ihrer Kleiderwahl gegeben und ihr dunkelroter Lippenstift passt perfekt zu ihrem Weinroten Kleid, welches bis über ihre Knöchel fällt. 

Ihre Stimme erhellt den Raum und ein Klavier begleitet sie im Hintergrund, lieblich und rhythmisch.

Ich bin immer wieder begeistert welchen Effekt ihre schöne, beruhigende Stimme auf mich hat und fange an zum Beat zu wippen.

„Oh mein Gott", Viola drückt sich plötzlich hinter mich.

„Was-", verwirrt sehe ich sie an und drehe mich zu ihr herum.

„Da ist Emmett", sie nickt in die Richtung vor uns, in der massenhaft Schüler stehen und miteinander quatschten.

„Etwas präziser bitte", zische ich zu Viola, die mir daraufhin seine dunkelblonden Haare und sein weißes Hemd beschreibt, welches er trägt.

Ich brauche ein bisschen, bis ich ihn bei ein paar anderen Jungs stehen sehe, von denen ich denke das sie ein Jahrgang unter mir sind.

„Und warum versteckst du dich jetzt?" Ich ziehe Viola hinter meinem Rücken hervor. „Ich dachte du willst dass er hier ist." Ich ziehe eine Braue nach oben.

„Ja, ja schon. Aber ich habe es nicht erwartet", sie beißt sich unsicher auf die Lippe und schaut immer wieder zwischen Emmett und mir hin und her.

„Hey", ich beruhige sie. „Du siehst klasse aus. Du hast keinen Grund dir Sorgen zu machen. Und wenn er irgendwas anderes behaupten sollte, dann ist er nicht der richtig,  verstanden?"

Sie sieht mich an und nickt dankbar.

Auch wenn ich nicht glaube dass meine kurze Rede ihr Selbstvertrauen groß gesteigert hat, lassen ihre verkrampften Schultern wieder etwas locker.

Wie als würde er uns starren sehen, dreht Emmett sich in unsere Richtung um und winkt Viola auffordernd mit seiner Hand zu sich.

Sie steht wie versteinert da und ich muss ihr einen kleinen Stubs geben, damit sie aus ihrer Schockstarre erwacht.

Sag Niemals NieGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt