Rasch renne ich zu meiner Tür und sehe meine Mutter gelassen im Türrahmen stehen.
Ich wische mir schnell eine Haarsträhne aus meiner Stirn, die sich durch die ganze Aufregung dort festgeklebt hat.
Ich blicke sie fragend an. ,,Was ist?" Ich versuche meinen unschuldigsten Gesichtsausdruck aufzusetzen den ich beherrsche und versuche meine Nervosität zu verbergen, so gut es geht. ,,Ich lerne", gebe ich noch schnell hinzu und gehe einen Schritt zur Seite.
Der Blick von meiner Mom fliegt an mir vorbei, zu meinem Bett, wo immer noch meine ganzen Schulsachen verstreut liegen, mit den nun leicht beschädigten Bio Hausaufgaben.
Meine Mutter wendet wieder den Blick ab und schiebt sich an mir vorbei in mein Zimmer.
,,Ich... wollte noch mal mit dir reden", fängt sie zögerlich an und schiebt meinen Schulsachen beiseite, um auf meinem Bett Platz zu nehmen.
,,Ehm okay", ich setzte mich neben sie aufs Bett, wobei ich einfach nur froh bin, dass sie kein Kommentar zu meinen zugezogenen Vorhängen ablässt, da draußen immer noch kräftig die Sonne scheint.
,,Ich bin eigentlich hochgekommen, um mich zu entschuldigen", ich blicke sie verwundert an, doch sie beantwortet gleich darauf meine unausgesprochene Frage.
,,Du bist alt genug, um zu wissen was richtig und falsch ist, du musst mir nicht sagen mit welchen Jungen du dich triffst und mit wem du was hast...", dieses Gespräch läuft leicht ins peinliche und ich nicke bloß schnell, um ihr zu zeigen, dass ich verstehe was sie meint.
,,Also fühl dich nicht gezwungen mir irgendwas zu sagen. Außer du willst es natürlich", fügt sie noch etwas hoffnungsvoll hinzu, ,,Denn du weißt, ich habe immer beide Ohren offen für dich".
Ich falle meiner Mom dankbar um den Hals. ,,Danke Mom", Murmel ich an ihr Ohr und drücke sie einmal fest. ,,Aber das hier schaffe ich wirklich alleine", flüstere ich leise und lasse sie wieder los.
Sie schenkt mir ein zumutendes und erleichtertes Lächeln. ,,Daran habe ich auch nie gezweifelt", sie tätschelt einmal kurz meinen Haaransatz und steht von meinem Bett auf.
,,Du machst das übrigens super", meint sie noch, ehe sie mein Zimmer verlässt und dreht sich nochmal zu mir um.
Ich sehe sie fragen an, da ich nicht genau weiß was sie damit sagen will.
,,Ich meine, diese ganze Sache mit der neuen Familie", erklärt sie simpel. ,,Ich weiß du vermisst Danville und kannst Mason und Jace nicht leiden, dass ist mir mittlerweile auch klar, aber trotzdem finde ich dass du das toll machst", erneut wird ihr Lächeln wieder etwas breiter, aber meins fängt an zu bröckeln.
Jace nicht leiden... von wegen.
Und ich dachte meine Mom würde alles mitkriegen, selbst wenn ich es ihr nicht sage.
Ich glaube ich habe mich mittlerweile zu einem genauso gutem Lügner entwickelt wie Jace, der auch ziemlich gut im verheimlichen ist.
Vielleicht sogar besser als mir lieb ist.
Ich lächel nervös und öffne für sie meine Zimmertür. ,,Ehm ja, danke Mom", ich lächel ihr entgegen und meines Glückes verlässt sie entlich den Raum, so dass ich erleichtert ausatmen kann.
Ich lehne mich gegen die Tür und raufe mir die Haare. Warum muss das alles nur so kompliziert sein?
,,Du kannst mich also nicht leiden, was?" Neckend tritt Jace wieder in mein Zimmer und zieht die Vorhänge auf, so dass ein breiter Lichtstrahl durch mein Zimmer fliegt. Er schließt die Balkontür wieder und kommt auf mich zu.
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Sag Niemals Nie
JugendliteraturStiefbrüder? Und dann auch noch zwei Stück? Für Gina unvorstellbar! Jahrelang hatte sie alleine mit ihrer Mutter in Danville gelebt, doch auf einmal möchte diese zu ihrem Beziehungspartner Mathew, nach Charlottesville ziehen. Seine zwei Söhne, Jac...
