Das Boot hatte angelegt und Kol stieg aus.
"Beeilung." meinte er heiser und hielt Isabelle als erste die Hand hin. An Kols Hand stieg Isabelle von dem Boot, zog dann ihr Kleid zurecht und klemmte ihre kleine Handtasche unter ihren Arm.
"Ich hoffe, es ist noch was von dem guten Champagner da und nicht von irgendeinem Fusel." dachte Isabelle laut und fasste schnell an Rebekahs Unterarm zu, als diese sich mit einer Hand an Kol Festhielt und mit der anderen Hand den Rock ihres Kleides etwas anhob, während sie vom Boot stieg.
"Bei uns ist nie Fusel im Haus." schnaubte Rebekah entsetzt und trat von dem Boot zurück.
"Das könnt ihr später ausdiskutieren." erwiderte Kol streng, stieg mit einem Bein auf das Boot und winkte Alicia an sich heran.
"Komm her, Prinzessin."
Alicia wollte gerade nach Kols Hand greifen, als dieser sie schnell unter den Armen griff.
Erschrocken atmete sie auf, als Kol sie spielend leicht nach oben hochhob und hielt sich an seinen Schultern fest. Kol zog sie an sich und schluckte schwer. Was war das? War er krank? War ihm schlecht oder was war dieses unbekannte Gefühl in seiner Magengegend.
Kol schüttelte einmal schnell den Kopf, wandte sich mit ihr in den Armen schnell um, worauf der Rock ihres Kleides wehte und setzte sie auf dem Festland ab.
"Und Abmarsch!" schob Rebekah Alicia vor sich her und warf ihrem Bruder einen vielsagenden Blick über die Schulter zu.
Ihr braunes Haar zu einem eleganten Zopf geflochten, welcher ihr über die Schulter nach vorne viel.
Der schmale Körper von einem fliederlila Chiffonkleid umspielt.
Zu ihrem silbernen Schmuck trug sie das passende Makeup und in dem Anhänger ihrer silbernen Halskette waren einige Blüten Eisenkraut.
In ihren silbernen Riemenpumps schritt sie langsam durch den Ballsaal und drehte dabei ihr Glas mit Champagner langsam in der Hand. Ja es sah hier durchaus hübsch aus. Ganz so, wie man es ihr beschrieben hatte.
Und ganz so, wie man ihr,- ihn beschrieben hatte.
Sie blieb stehen und sah zwischen sich tummelnden Hexern und Hexen auf die Terrasse wo er mit seinem Bruder und einer Hexe und dunkelgrün sprach. Er sah ernst aus, die Augenbrauen über seinen Rehbraunen Augen zu einer strengen Miene zusammen gezogen.
Das dunkelbraune Haar elegant nach hinten gekämmt und die sportliche Figur durch einen taillierten Frack betont.
Unbewusst strich sie ihren Zopf zurecht und musterte ihn dabei. Ja, schlecht sah er nicht aus.
"Wenn Sie sich dann alle im Garten versammeln würde Ladies und Gentleman!" rief Niklaus Mikaelson da und sie wandte sich um.
Zwei Junge Frauen kamen durch den Haupteingang herein. Eine Brünette und eine Blonde. Die blondhaarige Dame flüsterte der brünetten etwas zu, diese nickte darauf. Dann kam die blonde schnell auf Niklaus Mikaelson zu.
"Entschuldigung Liebes." drückte die blonde sich an ihr vorbei, hob den Rock ihres roten Kleides an und lief schnell zu den Mikaelsons.
Alle Gäste versammelten sich im Garten, Kol konnte es hören und er hörte, wie die Tür zum Garten geschlossen wurde.
"Gehen wir." nickte er und öffnete die Haustür.
Alicia betrat die Eingangshalle und sah sich um. Sie musterte die Blumen, die Gemälde,- nein eigentlich ihr Gemälde. Das war das letzte Mal noch nicht da gehangen. Sie konnte die Initialen N M im unteren rechten Eck erkennen. Niklaus.
Isabelle fächerte ein letztes Mal die kurze Schleppe des Kleides auf und trat dann an Alicias Seite. Diese sah wie in Trance vor sich hin.
"Ich sehe euch auf der Terrasse." legte Kol Isabelle einen Moment eine Hand auf die Schulter und verschwand dann schnell durch die Tür durch den Ballsaal in weiter auf die Terrasse.
"Aufgeragt?" fragte Isabelle da und Alicia sah auf, als hätte Isabelle sie aus einem tiefen Gedanken gerissen.
"Etwas." murmelte sie. Isabelle ließ den Verschluss ihrer Handtasche aufschnappen und zig ein Stofftaschentuch heraus. Damit wischte sie Alicia die schwitzigen Handflächen ab. "Jetzt lächelst du ein wenig und in wenigen Augenblicken ist das schlimmste vorbei." zwinkerte Isabelle, packte das Taschentuch wieder weg und wandte sich dann der Tür zum Ballsaal um.
"Es ist soweit." nickte Kol seinem Bruder Klaus zu, als er das leise hallen von Absätzen im Ballsaal hören konnte.
Klaus erwiderte das nicken und warf Elijah einen kurzen Seitenblick zu, welcher bei Megara stand, während er zu der Terrassentüre ging und mit Kol zusammen jeweils eine Klinke der Flügeltüre ergriff.
Unmerklich nickten Klaus und Kol einander zu, dann zogen sie in einer fließenden Bewegung gleichzeitig die Flügeltür nach außen auf und machten einen Schritt zurück.
Ganz in weiß, wie es das Gebot der Reinheit verlangte, schritt sie langsam durch die Tür, den Blick dabei auf den Boden gerichtet. Elijah spürte, wie ihm die Gesichtszüge entglitten, bei ihrem Anblick. Er hatte nicht damit, dass ihr Anblick ihn so berühren würde. Elijah war unfähig sich zu rühren, er stand nur da und blickte Alicia an.
Er konnte ihr Herz schlagen hören, es schlug fast eben so schnell wie das seine.
Sie atmete zittrig durch, bevor sie den Blick endlich zu ihm hoch wandte. Wie vom Blitz getroffen wurden Alicias Pupillen groß, als ihr Blick ihn erfasste und eine leichte Rötung schoss in ihre Wangen.
Jeder konnte es sehen, jeder konnte es spüren. Diese enorme Anziehungskraft, welche zwischen den Beiden mit einem Mal herrschte. Als Alicia endlich einen Schritt von ihm entfernt stehen blieb, atmete Elijah einmal tief durch, ehe er ihr die Hand hinhielt. Sanft legte sie ihre Hand in die seine.
"Du siehst perfekt aus, Lilli." murmelte Elijah leise und Alicias Mundwinkel zuckte zu einem Lächeln hoch.
"Mister Mikaelson." erwiderte sie eben so leise, deutete ein Nicken an und ließ sich von Elijah an seine Seite ziehen.
Megara hielt eine Rede über weiß der Himmel was. Es ging um Verantwortung für seine Taten und noch vieles mehr.
"Zuerst die Pflicht, dann man selbst." war ein Zitat ihrer Rede. Doch diese bekamen Alicia und Elijah nur bruchstückhaft mit. Sie hielten sich an den Händen und sahen einander einfach nur an.
Elijah verlor sich ihn ihrem sanften Lächeln mit dem sie ihn anblickte und Alicia sich in seinen braunen Augen, welche sie in all der Zeit immer aufrichtig angesehen hatten.
Hätte Megara Elijah nicht leicht mit der Schuhspitze gegen den Knöchel gestoßen, hätten die beiden noch nicht einmal bemerkt, das sie nun an der Reihe waren.
"Mister Mikaelson." lächelte Megara und hielt Elijah die Hand hin.
"Natürlich." murmelte Elijah griff in seine Hosentasche und reichte Megara schnell die Ringschachtel, ehe er Alicia wieder ansah.
Megara nahm die Ringe aus der Schachtel und trat dann näher an die beiden heran.
Lillis Hand lag in der von Elijah und Megara legte nun beide Ringe in die Hand von Alicia, welche diese um die Ringe schloss und Elijah schloss seine Hand um die von Lilli.
Dann trat Isabelle vor und reichte Megara eine silberne Schärpe.
"Es ist soweit." hauchte Alicia zittrig und sah Elijah an. "Ich geb dir Rückendeckung." flüsterte Elijah zurück und lächelte sie an. Alicia biss sich auf die Unterlippe und nickte dann schnell.
Sorgfältig wickelte Megara die Schärpe um die Hände von Alicia und Elijah und legte dann ihre eigene Hand darauf.
"Auch wenn ihr durch ein Ritual hier für erwählt wurdet, liegt e an euch ob ihr diese Verbindung eingehen oder vermeiden wollt. Wollt ihr den anderen Ehren, behüten und unterstützen wenn er allein nicht genug Kraft hat? Alles was ihr habt mit dem anderen teilen? Ihm mit Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit begegnen? Ihm eine Familie sein, wenn eurer Partner sich allein fühlt und gemeinsam alles dafür tun, dann sich euer Schicksal erfüllt, für das die Ahnen euch gemeinsam erwählt haben? Wollt ihr bei Sonnensegen und Mondscheindonner zueinanderhalten bis zum Ende de Ewigkeit oder das Schicksal euch trennt?" Meg sah zwischen Alicia und Elijah immer wieder hin und her, während sie ihnen die Frage stellte. Dann stockte sie und hielt wie alle anderen den Atem an.
"Bis zum Ende der Ewigkeit." erwiderten Alicia und Elijah gleichzeitig, sich dabei fest in die Augen sehend.
"So sei es." nicke Megara und zog in einer gleitenden Bewegung die Schärpe von den Händen der beiden.
Alicia und Elijah sahen auf ihre Hände runter.
Die Ringe, welche gerade noch in Alicias Hand gelegen waren, sie waren nicht mehr da. Sanft drehte Elijah ihre Hand herum, sodass Alicia ihren Handrücken sehen konnte.
Sie waren noch da.
Sie steckten an Alicias und Elijahs Ringfingern der linken Hand. Mit großen Augen sah Alicia auf die Ringe runter bis sie Megs Stimme aufblicken ließ.
"Elijah." nickte die Hexe dem Vampir mit einem vielsagenden Lächeln zu. Schnell schwenkte Alicias Blick zu Elijah, der von ihrer Hand ab ließ.
Langsam legte er seine Hand um ihre Taille und zog sie etwas näher an sich heran. Ali legte eine Hand auf seiner Brust ab und blickte zu ihm auf, während sie einen Schritt weiter in seinen Arm machte.
"Bis zum Ende?" fragte Elijah leise und seine raue Wange streifte die ihre.
"Bis zum Ende." erwiderte Alicia ebenso leise, dann ging es ganz schnell. Mit der anderen Hand drückte Elijah ihr Kinn etwas hoch und senkte dann seine Lippen auf die ihren.
Immer und immer wieder senkte Elijah liebevoll seine Lippen auf die Von Alicia. Rebekah, welche neben ihrem Bruder Niklaus stand warf einen Blick an Klaus vorbei zu Kol, welcher etwas abseits seiner Geschwister stand. Ganz bewusst sah er an Elijah und Alicia vorbei und starrte schon fast den Blumenschmuck der Terrasse an.
"Was auch immer du denkst, lass es. Versau diesen Abend nicht, kleine Schwester." legte Niklaus Rebekah da eine Hand auf den Rücken, lehnte sich dicht an ihr Ohr heran und sprach so leise, dass es außer Rebekah keiner hören konnte.
"Einfach lächeln, es läuft alles nach Plan." fügte Niklaus hinzu.
Nicht mal ansatzweise, zischte Rebekah in ihren Gedanken, ihren jüngeren Bruder dabei nicht aus den Augen lassend.
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Lunar eclipse Im Blick des Vollmonds (Elijah Mikaelson FF)
Fanfiction„Elijah, lauf." hauchte sie, dabei fest die Hände auf ihre Ohren pressend. „Nein, Alicia, sieh mich an." ging er vor ihr in die Knie und wollte nach ihren Händen greifen. „Lauf weg!" wurde sie lauter und presste dann fest die Lippen zusammen. Ihre...
