„Sarah, wieso hast du mich nochmal hierher geschleppt?", murmelte ich, während ich den Blick über die wogende Menschenmenge gleiten ließ. Das dumpfe Dröhnen der Bässe vibrierte in meiner Magengrube, doch anstatt mich mitzureißen, schnürte es mir eher die Kehle zu.
„Damit du endlich neue Leute kennenlernst!", rief Sarah gegen die Musik an. Ein strahlendes, fast schon zu perfektes Kook-Lächeln lag auf ihren Lippen, als sie mir einen kühlen Drink in die Hand drückte.
Ich sah auf das schäumende Glas in meiner Hand und spürte einen vertrauten, bitteren Geschmack auf der Zunge. Erst vor einem Jahr war die heile Welt meiner Familie wie ein Kartenhaus in sich zusammengefallen. Die Trennung meiner Eltern hatte tiefe Risse hinterlassen. Kurz darauf war mein Vater nach Outer Banks geflüchtet, während ich bei meiner Mutter blieb. Doch als sie ihren Job verlor, ertränkte sie ihren Schmerz im Alkohol. Die Flaschen stapelten sich, ihre Augen wurden leerer, und irgendwann war sie es, die Pflege brauchte, nicht ich. Vor zwei Monaten hielt ich es nicht mehr aus. Ich zog zu meinem Vater.
Hier war alles anders. Mein Vater besaß Geld – viel Geld. Das machte uns über Nacht zu *Kooks*, den privilegierten Bewohnern der Insel. Durch seine enge Freundschaft mit den Camerons hatte ich Sarah kennengelernt. Sie war mein Rettungsanker in dieser neuen, glitzernden, aber oberflächlichen Welt.
„Sarah, du weißt ganz genau, dass ich es hasse, neue Leute kennenzulernen", entgegnete ich und klammerte mich an mein Glas.
„Sei nicht so lahm und hab ein bisschen Spaß!", lachte sie, ergriff meine Hand und zog mich erbarmungslos auf die Tanzfläche.
Ich war absolut null in Stimmung, doch ihr zuliebe versuchte ich, die Fassade aufrechtzuerhalten. Nach ein paar Minuten lockerte sich die Anspannung tatsächlich ein wenig. Wir bewegten uns im Rhythmus der lauten Musik und lachten über unsere kläglichen, absolut nicht vorhandenen Tanzkünste. Für einen kurzen Moment vergaß ich das Chaos in meinem Kopf.
„Hey, Ladies", ertönte plötzlich eine tiefe Stimme hinter uns. Topper. Sarahs Freund.
„Hey", erwiderten wir synchron. Sarah warf sich sofort in seine Arme und drückte ihm einen leidenschaftlichen Kuss auf die Lippen.
Topper war der Inbegriff eines Kooks – reich, gutaussehend, aber hinter seiner charmanten Maske lauerte eine unberechenbare, oft grausame Art. Ich war ihm gegenüber skeptisch, hielt mich aber zurück.
„Hey Sarah, willst du einen Drink?", drängte sich plötzlich ein blonder Junge in unser Sichtfeld. Seine Kleidung war abgewetzt, sein Blick glänzig und unruhig. Ein Pogue.
„Nein, danke", lehnte Sarah kühl ab.
„Was ist los? Ist dir das nicht schick genug?", spottete der Junge, und ein provozierendes Lächeln stahl sich auf seine Lippen. Er schwankte leicht; der Alkohol hatte längst die Kontrolle über ihn übernommen.
„Okay, das reicht! Verpiss dich", knurrte Topper, und die Luft zwischen den beiden spannte sich augenblicklich an. Doch der Pogue dachte gar nicht daran, einen Rückzieher zu machen. Er stichelte weiter, bis die Situation mit erschreckender Geschwindigkeit eskalierte.
„Ihr dreckigen Pogues!", brüllte Topper mit hasserfüllter Stimme.
Der Satz war kaum ausgesprochen, da traf Toppers Faust das Gesicht des Jungen mit einem dumpfen Aufprall.
„Hört auf! Bitte!", schrien Sarah und ich fast zeitgleich, doch unsere Stimmen gingen im tosenden Lärm der Menge unter. Innerhalb von Sekunden bildete sich eine gaffende Traube aus Jugendlichen um die beiden.
„Zeig, was du draufhast, Topper!", johlte jemand aus der Menge.
„Mach ihn fertig, man!", feuerte Kelce, Toppers bester Freund, die Schlägerei mit einem hämischen Grinsen an.
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JEALOUS | RAFE CAMERON ✓
Fan-Fiction━━ ╰┈➤ 𝙟𝙚𝙖𝙡𝙤𝙪𝙨 /ˈ𝙙ʒɛ𝙡ə𝙨/ ❝ 𝙖𝙙𝙟𝙚𝙘𝙩𝙞𝙫𝙚 𝙛𝙚𝙚𝙡𝙞𝙣𝙜 𝙤𝙧 𝙨𝙝𝙤𝙬𝙞𝙣𝙜 𝙖𝙣 𝙚𝙣𝙫𝙞𝙤𝙪𝙨 𝙧𝙚𝙨𝙚𝙣𝙩𝙢𝙚𝙣𝙩 𝙤𝙛 𝙨𝙤𝙢𝙚𝙤𝙣𝙚 𝙤𝙧 𝙩𝙝𝙚𝙞𝙧 𝙖𝙘𝙝𝙞𝙚𝙫𝙚𝙢𝙚𝙣𝙩𝙨, 𝙥𝙤𝙨𝙨𝙚𝙨𝙨𝙞𝙤𝙣𝙨, 𝙤𝙧 𝙥𝙚𝙧𝙘𝙚𝙞𝙫𝙚𝙙 𝙖...
