Kapitel 38

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Nachdem ich meinem Vater am Telefon versichert hatte, dass Hailey sicher auf Toppers Party aufgehoben war und er sich zusammen mit Lauren absolut keine Sorgen machen musste, gab er mir überraschend schnell sein Einverständnis. Es war immer wieder erstaunlich, fast schon beängstigend, was für einen immensen Einfluss Rafe auf meinen Dad hatte. Ein einziges Wort von ihm genügte, und die eisernen Regeln meines Vaters schmolzen dahin.

Wir schlichen wie zwei Diebe in der Nacht den dunklen, kühlen Flur entlang, hasteten die knarrenden Stufen der Treppe hinauf und verschwanden schließlich hinter der schweren Tür von Rafes Zimmer. Kaum war die Klinke ins Schloss gefallen, schnitt mir die Luft ab. Ohne Vorwarnung packte Rafe mich an der Taille und hob mich hoch. Ein kurzes, helles Quieken entfuhr mir, bevor ich im nächsten Moment schon weich auf seine Matratze flog.

Bevor ich überhaupt Luft holen konnte, beugte er sich über mich. Nur noch wenige Zentimeter trennten unsere Gesichter voneinander. Ich verlor mich augenblicklich in der bodenlosen Tiefe seiner blauen Augen, während mein Blick über sein makelloses, fast schon unverschämt hübsches Gesicht glitt. Dunkelblonde Strähnen hingen ihm vereinzelt wild in die Stirn. Mit zitternden Fingern wuschelte ich ihm durch das dichte Haar und legte meine Handfläche sanft an seine warme, leicht raue Wange.

Er war der schönste Junge, den ich je in meinem ganzen Leben gesehen hatte. Diese weichen, perfekt geschwungenen Lippen, das markante, dominante Kinn, diese stürmischen Augen und das seltene, wunderschöne Lächeln, das er nur mir schenkte. Alles an ihm war in diesem Moment perfekt. Jedes Mal, wenn ich ihn ansah, verlor ich ein weiteres Stück meines Herzens an ihn, verliebte mich ein kleines bisschen tiefer in seinen Abgrund.

„Du bist so wunderschön", murmelte er mit rauer, belegter Stimme. Seine Augen waren wie gebannt auf meine fixiert, als gäbe es nichts anderes auf dieser Welt.

Ich spürte, wie mir die Hitze in die Wangen schoss, errötete unter seinem intensiven Blick und fing unwillkürlich an zu grinsen, bevor er die Distanz zwischen uns endgültig vernichtete. Unsere Lippen verschmolzen miteinander in einem gierigen, atemberaubenden Kuss. Völlig betäubt von dem Geschmack nach Freiheit und Gefahr krallte ich meine Hände in sein Haar. Ich konnte nicht genug von ihm bekommen, zog ihn verzweifelt näher an mich heran, wollte seine Haut auf meiner spüren.

Seine großen, heißen Hände wanderten langsam unter den Saum meines Kleides. Als sie meine schmale Taille umfassten, jagte mir die bloße Berührung eine heftige Gänsehaut über den gesamten Körper. Er arbeitete sich mit qualvoller Langsamkeit höher, schob meinen Slip beiseite. Als seine Finger die Hitze zwischen meinen Beinen berührten und er spürte, wie durchnässt ich nach all der Sehnsucht nach ihm schon war, schlich sich ein dreckiges, unaufhaltsames Grinsen auf seine Lippen.

Langsam, zentimeterweise, führte er zwei Finger in mich ein. Er begann, meine empfindlichste Stelle mit gezielten, rhythmischen Bewegungen zu stimulieren. Er hatte mich kaum berührt, da spürte ich schon, wie eine Welle der Ekstase durch mich hindurchbrach und ich mich eng und fordernd um seine Finger verengte.

„Oh Gott... Rafe", wimmerte ich, unfähig, die Lust in meiner Stimme zu verbergen. Es war ein flehendes, hilfloses Geräusch.

„Ich liebe es, wenn du meinen Namen stöhnst", raunte er dunkel gegen mein Ohr, während sein heißer Atem meine Haut verbrannte.

Ich biss mir fest auf die Unterlippe, um nicht laut aufzuschreien, und grinste matt gegen seinen Hals. Mein Herz hämmerte in einem völlig ungesunden, rasenden Rhythmus gegen meine Rippen, je länger ich zu seinem bildschönen Gesicht aufsah. In dieser Nacht gab es keine Zweifel. Er gehörte mir. Nur mir allein.

Am nächsten Morgen wurde ich von den schwachen, goldenen Sonnenstrahlen geweckt, die träge durch die Schlitze der Jalousien fielen. Ich blinzelte gegen das Licht und tastete blind nach der anderen Bettseite. Sie war leer. Rafe lag nicht mehr neben mir.

JEALOUS | RAFE CAMERON ✓Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt