Wieder einmal vergingen einige Tage wie im Flug, und heute war er endlich da: mein achtzehnter Geburtstag. Der Tag, an dem theoretisch alles perfekt sein sollte.
Ich kroch mühsam aus meinem Bett, die Glieder noch schwer von der Nacht, und schlenderte schlaftrunken ins Badezimmer, um mir erst einmal das Gesicht mit eiskaltem Wasser zu waschen. Als ich den Blick hob und mich im Spiegel betrachtete, entfuhr mir ein leiser Seufzer. Meine blonden Haare waren vollkommen zersaust, standen in alle Himmelsrichtungen ab, und unter meinen Augen zeichneten sich die übelsten, dunklen Augenringe ab. Ich schüttelte den Kopf. Das war wohl definitiv einer der Hauptgründe, warum ich in meinem gesamten Leben noch nie einen festen Freund gehabt hatte. Der Typ würde doch glatt die Flucht ergreifen und schreiend abhauen, wenn er mich morgens so sehen müsste.
Ich drückte das weiche Handtuch gegen meine Haut, trocknete mein Gesicht ab und schlich leise durch den noch stillen Gang. Ein kurzer Blick auf mein Handy verriet mir, dass es bereits *09:13 Uhr* war.
Ob Rafe wohl noch schläft?, fragte ich mich unwillkürlich. Immerhin hatten wir uns gestern Abend mal wieder bis spät in die Nacht diese packende True-Crime-Serie reingezogen. Ich trat einen Schritt näher an seine Tür heran und spähte vorsichtig durch den schmalen Spalt. Er lag tatsächlich noch mitten in den Kissen vergraben und schlief tief und fest. Seine sonst so harten, oft verbitterten Gesichtszüge waren im Schlaf vollkommen glatt und entspannt. Ich ertappte mich bei dem Gedanken, dass er dabei irgendwie unglaublich süß aussah – ein Gedanke, den ich sofort errötend beiseite schob.
Ich begab mich nach unten in die Küche, schaltete leise ein wenig Musik ein, um die Stille zu vertreiben, und begann mit der Zubereitung des Frühstücks. Ich haute vier Eier in die heiße Pfanne und briet eine ordentliche Portion Speck an, bis der würzige Duft den Raum erfüllte. Während die Pfanne leise vor sich hin brodelte, setzte ich nebenbei frischen Kaffee auf und deckte sorgfältig den großen Tisch für uns beide.
„Guten Morgen, Geburtstagskind."
Ich wirbelte herum. Rafe kam mit frisch gewaschenen, noch leicht feuchten Haaren die Treppe hinuntergeschlendert. Er trug ein sauberes Shirt, und auf seinen Lippen lag ein überraschend warmes, ehrliches Lächeln, das seine eisblauen Augen zum Leuchten brachte.
„Morgen!", begrüßte ich ihn gut gelaunt und drehte die Hitze der Herdplatte ab.
„Soll ich dir dein Geburtstagsgeschenk eigentlich jetzt sofort oder erst später geben?", fragte er mit einem schmunzelnden Unterton, während er langsam auf mich zukam und mich intensiv musterte.
„Du kannst es mir ruhig später überreichen, Cameron", meinte ich neckend zu ihm, schnappte mir das vollbeladene Frühstückstablett und drängte mich mit einem vielsagenden Blick geschickt an seinem breiten Körper vorbei zum Tisch.
Rafe folgte mir mit den Augen und setzte sich mir gegenüber hin. „Ich nehme mal an, du feierst heute Abend mit meiner Schwester und deinen kleinen Pogue-Freunden, richtig?", fragte er, und seine Stimme nahm augenblicklich diesen leicht abwertenden, misstrauischen Kook-Unterton an. Er sah mich abwartend an.
„Ja, das stimmt", antwortete ich fest, hielt seinem Blick stand und atmete tief durch. „Aber du bist übrigens auch eingeladen. Und Topper und Kelce kannst du von mir aus auch mitbringen – vorausgesetzt, ihr verspricht mir hoch und heilig, euch heute Abend absolut zu benehmen."
Rafe hielt in der Bewegung inne, eine Augenbraue schoß nach oben. Er spießte sich ein Stück Speck auf und steckte sich die Gabel in den Mund, während er kaute und nachdachte. „Ich weiß ja nicht, ob das so eine verdammt gute Idee ist, Torres", meinte er schließlich düster.
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JEALOUS | RAFE CAMERON ✓
Fanfiction━━ ╰┈➤ 𝙟𝙚𝙖𝙡𝙤𝙪𝙨 /ˈ𝙙ʒɛ𝙡ə𝙨/ ❝ 𝙖𝙙𝙟𝙚𝙘𝙩𝙞𝙫𝙚 𝙛𝙚𝙚𝙡𝙞𝙣𝙜 𝙤𝙧 𝙨𝙝𝙤𝙬𝙞𝙣𝙜 𝙖𝙣 𝙚𝙣𝙫𝙞𝙤𝙪𝙨 𝙧𝙚𝙨𝙚𝙣𝙩𝙢𝙚𝙣𝙩 𝙤𝙛 𝙨𝙤𝙢𝙚𝙤𝙣𝙚 𝙤𝙧 𝙩𝙝𝙚𝙞𝙧 𝙖𝙘𝙝𝙞𝙚𝙫𝙚𝙢𝙚𝙣𝙩𝙨, 𝙥𝙤𝙨𝙨𝙚𝙨𝙨𝙞𝙤𝙣𝙨, 𝙤𝙧 𝙥𝙚𝙧𝙘𝙚𝙞𝙫𝙚𝙙 𝙖...
