„Ich bin wirklich froh, dass Rafe dich wieder heil nach Hause gebracht hat", sagte mein Vater mit einer tiefen, sichtlich erleichterten Stimme.
Wir begaben uns gemeinsam in das weitläufige, elegant eingerichtete Esszimmer und setzten uns an den großen Mahagonitisch. Mein Vater griff nach einer bereits geöffneten Flasche teuren Rotweins und schenkte uns beiden jeweils ein großzügiges Glas ein. Der schwere, fruchtige Duft des Alkohols breitete sich sofort im Raum aus.
Hailey und Lauren waren heute zum Glück auf einer geschäftlichen Abendveranstaltung und würden laut Zeitplan erst am späten Abend wieder nach Hause kommen. Das bedeutete, dass mein Vater und ich endlich einmal die seltene Gelegenheit hatten, völlig ohne giftige Zwischenrufe und in absoluter Ruhe miteinander zu reden.
„Rafe...?", wiederholte ich das Wort langsam. Ich sah ihn durch die Zimmerhelligkeit vollkommen verwirrt und mit gerunzelter Stirn an. „Wie meinst du das, Dad?"
„Na ja, ich habe ihn gestern Abend persönlich darum gebeten, nach dir auf der Insel zu suchen und dich wieder nach Hause zu bringen,", erklärte er ruhig, hob sein Weinglas und nahm einen bedächtigen Schluck. „Es... es war einfach absolut falsch von mir, dich im betrunkenen Zustand vor die Tür zu werfen. Das sehe ich ein."
Ich starrte ihn an, während mein Gehirn auf Hochtouren arbeitete. Was zur Hölle ging hier eigentlich verdammt noch mal vor? Und seit wann bitteschön ließ sich ein unberechenbarer Rafe Cameron von meinem Vater irgendwelche Suchaufträge erteilen?
Ich runzelte die Stirn noch ein Stück tiefer. Zu der Verwirrung gesellten sich nun plötzlich auch noch heftige, brennende Schuldgefühle wegen des Kooks. Ich war vorhin an der Raststätte wirklich unglaublich scheiße zu ihm gewesen. Ich hatte ihn angeschrien und war einfach mit den Pogues abgehauen, obwohl er im Grunde nur versucht hatte, das Chaos zwischen mir und meinem Vater geradezurücken. Ich musste dringend und so schnell wie möglich noch einmal mit ihm reden.
Mein Dad wäre mit Sicherheit absolut verärgert und zutiefst in seinem Kook-Stolz gekränkt, wenn er jetzt erfahren würde, dass in Wahrheit überhaupt nicht Rafe mich an der Haustür abgeliefert hatte, sondern die Pogues in einer abgewrackten, geliehenen Karre. Diesen gigantischen Ärger und die darauffolgende Standpauke wollte ich ihm und mir heute definitiv ersparen. Das Image musste stehen.
„Was ist denn los, Liebling? Worüber denkst du gerade so intensiv nach?", fragte mein Dad plötzlich und sah mich mit einem prüfenden, fragenden Blick über den Rand seines Glases hinweg an.
„Ach... es ist alles bestens, Dad", wiegelte ich schnell ab, erzwang mir ein schwaches, unauffälliges Lächeln und nippte kurz am Wein. „Du... wäre es eigentlich in Ordnung für dich, wenn ich mich ganz kurz drüben bei den Camerons mit Sarah treffe? Ich muss dringend etwas mit ihr besprechen."
Charles Torres warf mir augenblicklich einen skeptischen, ziemlich strengen Blick zu und wollte gerade schon den Mund aufmachen, um mir das Verlassen des Hauses am ersten Abend direkt wieder lautstark zu verbieten.
„Ich beeile mich auch, ich bin in spätestens einer Stunde wieder zurück, versprochen!", fügte ich hastig hinzu und sah ihn mit einem fast schon bettelnden, kindlichen Blick an.
Nach einem kurzen, quälenden Moment des Überlegens atmete er schwer aus und gab mir schließlich mit einem knappen Nicken die Erlaubnis, mich mit ihr zu treffen.
Nur fünfzehn Minuten später kam ich mit schnellen Schritten bei der luxuriösen Villa der Camerons an. Ich atmete noch einmal tief durch, trat an die große Eingangstür und drückte auf die edle Klingel. Zu meiner Überraschung wurde ich schon nach wenigen Sekunden nicht von Ward oder Rose, sondern von der jüngsten Schwester Wheezie empfangen, die die schwere Holztür öffnete.
DU LIEST GERADE
JEALOUS | RAFE CAMERON ✓
Fiksi Penggemar━━ ╰┈➤ 𝙟𝙚𝙖𝙡𝙤𝙪𝙨 /ˈ𝙙ʒɛ𝙡ə𝙨/ ❝ 𝙖𝙙𝙟𝙚𝙘𝙩𝙞𝙫𝙚 𝙛𝙚𝙚𝙡𝙞𝙣𝙜 𝙤𝙧 𝙨𝙝𝙤𝙬𝙞𝙣𝙜 𝙖𝙣 𝙚𝙣𝙫𝙞𝙤𝙪𝙨 𝙧𝙚𝙨𝙚𝙣𝙩𝙢𝙚𝙣𝙩 𝙤𝙛 𝙨𝙤𝙢𝙚𝙤𝙣𝙚 𝙤𝙧 𝙩𝙝𝙚𝙞𝙧 𝙖𝙘𝙝𝙞𝙚𝙫𝙚𝙢𝙚𝙣𝙩𝙨, 𝙥𝙤𝙨𝙨𝙚𝙨𝙨𝙞𝙤𝙣𝙨, 𝙤𝙧 𝙥𝙚𝙧𝙘𝙚𝙞𝙫𝙚𝙙 𝙖...
