„Bis bald, Charles. Wir hören voneinander."
Mein Vater umarmte einen seiner Geschäftskollegen zum Abschied und klopfte ihm jovial auf die Schulter. Mittlerweile war die Uhrzeiger unbarmherzig auf 23 Uhr vorgerückt, und die glamouröse Kook-Gesellschaft begann sich allmählich aufzulösen. Viele der Gäste traten bereits den Heimweg an, sichtlich erschöpft vom schweren Champagner und dem endlosen Smalltalk.
„Kate!"
Eine tiefe, raue Stimme durchschnitt das gemurmelte Stimmengewirr hinter mir und ließ mich augenblicklich erstarren. Ich wusste, wem diese Stimme gehörte, noch bevor ich mich langsam umdrehte.
Ich blickte direkt in die glänzenden, eisblauen Augen von Rafe. Er hatte seine Krawatte ein wenig gelockert, und als er einen Schritt näher an mich herantrat, stieg mir neben dem teuren Parfum eine deutliche Note von Alkohol in die Nase. Seine Züge wirkten entspannter als sonst, aber in seinem Blick lag immer noch diese unberechenbare Intensität.
„Gehst du schon?", fragte er, und seine Stimme klang tiefer als gewöhnlich.
„Ja, wir brechen auf", antwortete ich knapp. Ich warf einen flüchtigen Blick über meine Schulter zu meinem Dad, der sich noch immer tief in ein Gespräch mit einem anderen Kook verstrickt hatte, ehe ich mich wieder Rafe zuwandte.
Plötzlich legte sich eine schwere, unerträglich unangenehme Stille zwischen uns. Das Rauschen des Meeres im Hintergrund schien lauter zu werden, während er mich einfach nur stumm musterte.
„Wir haben heute Abend noch gar nicht miteinander getanzt", unterbrach er schließlich die Stille. Noch bevor ich reagieren oder eine Ausrede erfinden konnte, hob er die Hand und umfasste meine Finger.
Seine Handflächen waren unnatürlich warm, fast schon heiß. Als er einen minimalen Schritt nach vorne machte, bemerkte ich, wie er leicht schwankte – der Alkohol forderte langsam seinen Tribut, und er konnte sich gerade noch so auf den Beinen halten. Seine Finger lagen fest um meine, und er dachte gar nicht daran, mich loszulassen. Wir sahen uns eine gefühlte Ewigkeit einfach nur an, und mit jeder vergehenden Sekunde wurde die Luft zwischen uns dicker, aufgeladener und unerträglich peinlich.
„Rafe! Komm schon, wir verschwinden von hier!", brüllte Topper plötzlich von der Seite. Er torkelte an uns vorbei und trank gierig und absolut distanzlos direkt aus einer teuren Champagnerflasche.
Der Kook-Prinz ignorierte seinen besten Freund komplett. Er würdigte Topper keines Blickes, sondern hielt seine Augen starr auf mich gerichtet, als gäbe es auf diesem gesamten Festplatz niemanden sonst. Mein Herzschlag verschnellerte sich drastisch, hämmerte wild gegen meine Rippen, und die Situation drohte mich vollkommen zu erdrücken. Ich wollte meine Hand zurückziehen, doch in diesem Moment lockerte er seinen Griff von selbst.
„Gute Nacht, Katherina", raunte er. Ein weiches, fast schon sanftes Lächeln stahl sich auf seine Lippen – ein Ausdruck, den ich an ihm noch nie gesehen hatte. Er drehte sich um und ging mit leicht ungleichmäßigen Schritten zurück zu seinen Freunden.
„Gute Nacht", murmelte ich so leise vor mich hin, dass die Worte im Wind verhallten und nur ich selbst sie hören konnte. Meine Hand kribbelte noch immer von seiner Berührung.
Zuhause angekommen, war ich einfach nur froh, der Kook-Welt für ein paar Stunden entfliehen zu können. Ich streifte das weiße Seidenkleid ab, schlüpfte in meine gemütlichen Schlafsachen und ließ mich erschöpft ins Bett fallen. Der Tag war unendlich lang und emotional auslaugernd gewesen. Bevor ich mir noch weitere quälende Gedanken über JJ, den Zettel oder Rafes intensive Blicke machen konnte, driftete ich auch schon in einen tiefen, traumlosen Schlaf ab.
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JEALOUS | RAFE CAMERON ✓
Fanfiction━━ ╰┈➤ 𝙟𝙚𝙖𝙡𝙤𝙪𝙨 /ˈ𝙙ʒɛ𝙡ə𝙨/ ❝ 𝙖𝙙𝙟𝙚𝙘𝙩𝙞𝙫𝙚 𝙛𝙚𝙚𝙡𝙞𝙣𝙜 𝙤𝙧 𝙨𝙝𝙤𝙬𝙞𝙣𝙜 𝙖𝙣 𝙚𝙣𝙫𝙞𝙤𝙪𝙨 𝙧𝙚𝙨𝙚𝙣𝙩𝙢𝙚𝙣𝙩 𝙤𝙛 𝙨𝙤𝙢𝙚𝙤𝙣𝙚 𝙤𝙧 𝙩𝙝𝙚𝙞𝙧 𝙖𝙘𝙝𝙞𝙚𝙫𝙚𝙢𝙚𝙣𝙩𝙨, 𝙥𝙤𝙨𝙨𝙚𝙨𝙨𝙞𝙤𝙣𝙨, 𝙤𝙧 𝙥𝙚𝙧𝙘𝙚𝙞𝙫𝙚𝙙 𝙖...
