Kapitel 24

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„Mir geht es verdammt noch mal gut, okay?", stieß ich mürrisch hervor. Ich stützte mich auf meine Ellbogen und setzte mich mit einer vorsichtigen, steifen Bewegung im Bett auf. Jede Faser meiner Muskeln protestierte sofort mit einem fiesen Ziehen, doch ich ignorierte den Schmerz stur. Ich hielt es einfach nicht mehr aus, hier wie eine hilflose Puppe bemitleidet und gleichzeitig verhört zu werden.

„Du hast Hausarrest, Katherina. Und zwar ab der Sekunde, in der wir dieses Krankenhaus verlassen", kam es eiskalt und ohne jede Vorwarnung von meinem Vater.

Ich stieß ein ungläubiges, bitteres Höhnen aus und starrte ihn fassungslos an. „Hausarrest? Ernsthaft, Dad? Dein verdammter Ernst?"

Mein Vater nickte nur langsam, presste die Lippen zu einem schmalen Strich zusammen und sah mich mit einem Blick an, der vor unterdrückter Wut nur so sprühte.

Natürlich konnte ich seine Reaktion tief in meinem Inneren irgendwo sogar nachvollziehen. Ich war schließlich selbst schuld an dem ganzen Schlamassel. Ich war angetrunken gefahren, hatte mein Auto geschrottet und mein eigenes Leben riskiert. Aber das war verdammt noch mal kein Grund, mir jetzt wie einer ungezogenen Zwölfjährigen Hausarrest zu erteilen! Ich war verdammt noch mal kein kleines Kind mehr, das man einfach so in sein Zimmer sperren konnte, wenn es unbequem wurde.

„Das Ganze hier hätte verdammt noch mal viel schlimmer enden können, Katherina!", schimpfte er weiter, und seine Stimme hallte unangenehm laut von den sterilen Krankenhauswänden wider. „Du hättest tot sein können!"

„Ich lebe aber noch! Also gibt es absolut keinen Grund, mich hier jetzt so unbarmherzig anzubrüllen!", fauchte ich mit tränenfeuchten Augen zurück. Die Nerven lagen bei mir komplett blank.

„Rede verdammt noch mal nicht in so einem respektlosen Ton mit mir, junges Fräulein!"

Ich verdrehte demonstrativ die Augen, holte tief Luft und wollte gerade zu einer heftigen Widerrede ansetzen, doch noch bevor das erste Wort meine Lippen verlassen konnte, fiel mir Lauren mit einer scharfen, gebieterischen Stimme ins Wort.

„Es reicht jetzt, und zwar von euch beiden!", bestimmte sie energisch. Sie trat mit einem Mal direkt zwischen das Bett und meinen Vater. Sie warf mir einen unmissverständlich strengen, warnenden Blick aus ihren dunklen Augen zu, bevor sie sich zu meinem Vater umdrehte. „Charles, beruhige dich. Wir werden diese Angelegenheit ganz in Ruhe klären, sobald sie wieder zu Hause in ihren eigenen vier Wänden ist. Nicht hier."

Mein Vater schluckte seine Wut mühsam hinunter, sah Lauren an und nickte schließlich geschlagen. „Du hast vollkommen recht, Schatz. Verzeihung."

Ich starrte die beiden fassungslos an. Dass Lauren meinen Vater mit nur einem einzigen Satz so dermaßen schnell zähmen konnte, versetzte mir einen unheimlich verbitterten Stich ins Herz.

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Ein paar unendlich zähe, deprimierende Tage vergingen, in denen ich ununterbrochen von Ärzten durchgecheckt, neu bandagiert und mit Schmerzmitteln vollgepumpt wurde. Doch schließlich kam die erlösende Nachricht: Ich durfte endlich wieder nach Hause.

Als wir die schwere Eingangstür unseres Hauses öffneten und ich den Flur betrat, stieg mir direkt der altbekannte, vertraute Geruch von edlem Holz und frischen Blumen in die Nase. Für einen winzigen Moment war ich einfach nur unendlich froh und erleichtert, wieder hier in Sicherheit zu sein. Doch die Erleichterung verflog so schnell, wie sie gekommen war, als mein Blick auf die fremden Designer-Koffer und Umzugskisten im Flur fiel. Hailey und Lauren hatten mit ihrem voreiligen Einzug und ihrer bloßen Präsenz bereits jetzt alles zerstört, was mir an diesem Ort jemals etwas bedeutet hatte.

Ich schlenderte mit schweren, kraftlosen Schritten die Treppe nach oben, ignorierte die mitleidigen Blicke meines Vaters und verkroch mich schnurstracks in mein Zimmer. Ich schloss die Tür ab, ließ mich erschöpft auf mein Bett fallen und griff mit rasendem Herzen nach meinem Handy. Ich entsperrte das Display.

JEALOUS | RAFE CAMERON ✓Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt