„Vorsicht, passt auf ihren Kopf auf!", zischte Kiara besorgt im Flüsterton, als John B und JJ die vollkommen weggetretene Sarah im huckepack-Stil durch den engen Flur in John B's Zimmer transportierten.
Wie ich es am Nachmittag bereits haargenau vorausgesehen hatte, war Sarah am Ende des Abends total voll. Die Blondine hatte mal wieder maßlos übertrieben. Ich seufzte leise, ging in die kleine, leicht chaotische Küche des Chateaus, holte ein großes Glas Leitungswasser und stellte es vorsichtig auf ihren Nachttisch. Kie breitete derweil die dünne Decke über Sarah aus, während Pope mit ernster Miene zur Sicherheit einen alten Plastikeimer direkt neben das Bett stellte. Man wusste bei Sarah schließlich nie.
„Ich hab euch alle... einfach so unendlich lieb", lallte sie mit schwerer Zunge, die Augen kaum noch geöffnet, und griff ziellos nach meiner Hand.
„Wir haben dich auch lieb, Sarah", murmelte ich schmunzelnd, beugte mich kurz zu ihr hinunter und strich ihr eine klebrige, blonde Haarsträhne aus dem verschwitzten Gesicht.
„Gute Nacht, Schnapsdrossel", meinten Kie und ich zu ihr, bevor wir leise das Licht ausknipsten, die Zimmertür bis auf einen kleinen Spalt schlossen und wieder zurück in den Wohnbereich traten.
„Übernachtest du heute eigentlich hier?", fragte ich die Braunhaarige, als wir uns auf dem Weg zurück zu den Jungs machten, die sich bereits auf der Couch breitmachten.
„Mhm, ja. Ich bin viel zu müde, um jetzt noch nach Hause zu radeln", gab Kie gähnend zurück.
„Du kannst natürlich auch hier übernachten, wenn du möchtest, Kate. Platz ist immer", bot mir John B gastfreundlich an und blickte von seiner ramponierten Couch auf.
Da ich mit meinem Pegel und der spürbaren Müdigkeit sowieso nicht mehr angetrunken nach Hause nach Figure Eight fahren konnte – und mein Vater mich im Auto wohl im hohen Bogen hochkant wieder rausgeworfen hätte –, nahm ich das Angebot dankbar an. Ich fischte mein Handy aus der Tasche und tippte meinem Dad schnell eine kurze SMS, dass ich bei den Mädels schlief.
„Tja, ich schätze, dann müssen wir uns heute wohl oder übel ein Bett teilen, Torres", schaltete sich JJ grinsend ein. Er lehnte lässig am Türrahmen und bedachte mich mit einem unverschämten, schiefen Blick.
„In deinen kühnsten Träumen, Maybank", konterte ich schlagfertig, rollte amüsiert mit den Augen und schnappte mir Kie am Arm, um wieder nach drinnen ins Gästezimmer zu gehen. Wir waren beide einfach nur noch unfassbar erschlagen von dem Alkohol und dem wilden Tanzen.
Der alte, morsche Holzboden knackte und knarrte protestierend unter unseren Schritten, als wir das kleine Zimmer betraten.
„Shit, mir fällt gerade ein, ich habe absolut keine Schlafsachen dabei", stellte ich genervt fest und blickte an meinem hellblauen Minikleid hinab.
„Kein Ding, fang!", rief Kie, kramte kurz in einer der Kommoden und warf mir treffsicher ein ausgewaschenes, übergroßes T-Shirt von JJ herüber.
Wir zogen uns schweigend um. Das Shirt war mir natürlich meilenweit zu groß und hing an mir herunter wie ein provisorisches Nachthemd, was mir in diesem Moment aber absolut nichts ausmachte. Als ich mich auf das Bett fallen ließ, atmete ich unwillkürlich den schon fast verflogenen, aber immer noch leicht wahrnehmbaren Duft von JJ ein – eine Mischung aus salzigem Meerwasser und billigem Tabak. Ich machte es mir neben Kiara auf der steinharten, leicht durchgelegenen Matratze bequem und schloss die Augen.
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JEALOUS | RAFE CAMERON ✓
Fanfiction━━ ╰┈➤ 𝙟𝙚𝙖𝙡𝙤𝙪𝙨 /ˈ𝙙ʒɛ𝙡ə𝙨/ ❝ 𝙖𝙙𝙟𝙚𝙘𝙩𝙞𝙫𝙚 𝙛𝙚𝙚𝙡𝙞𝙣𝙜 𝙤𝙧 𝙨𝙝𝙤𝙬𝙞𝙣𝙜 𝙖𝙣 𝙚𝙣𝙫𝙞𝙤𝙪𝙨 𝙧𝙚𝙨𝙚𝙣𝙩𝙢𝙚𝙣𝙩 𝙤𝙛 𝙨𝙤𝙢𝙚𝙤𝙣𝙚 𝙤𝙧 𝙩𝙝𝙚𝙞𝙧 𝙖𝙘𝙝𝙞𝙚𝙫𝙚𝙢𝙚𝙣𝙩𝙨, 𝙥𝙤𝙨𝙨𝙚𝙨𝙨𝙞𝙤𝙣𝙨, 𝙤𝙧 𝙥𝙚𝙧𝙘𝙚𝙞𝙫𝙚𝙙 𝙖...
