Mittlerweile waren einige Tage vergangen, und die drückende Sommerhitze der Outer Banks schien die Ereignisse jener traumatischen Nacht langsam wegzuspülen. Wir saßen alle zusammen in John B's ramponierter, aber gemütlicher Hütte – dem Chateau – und sammelten eifrig Ideen für meine anstehende Geburtstagsparty. John B hatte seinen tiefen Sturz vom Aussichtsturm glücklicherweise erstaunlich gut überstanden. Er trug nun einen klobigen Gipsarm, hatte eine ganze Reihe unschöner, verblassender blauer Flecken auf den Rippen, doch er hatte das Krankenhaus bereits nach wenigen Tagen wieder verlassen dürfen. Er hatte verdammt noch mal unverschämtes Glück gehabt; Toppers blinde Wut hätte ihn fast das Leben gekostet.
Kiara lief gut gelaunt herum und verteilte eiskalte Bierdosen an die Runde. Mit einem fast schon synchronen, lauten Zischen öffneten JJ und ich im selben Moment unsere Dosen. Ein kurzes, amüsiertes Lächeln huschte zwischen uns hin und her.
„Also, um das ein für alle Mal klarzustellen: Ich will eine kleine Party. Wirklich nichts Großes! Keine Kook-Gala, kein Drama", betonte ich lautstark und warf dabei einen besonders vielsagenden Blick in eine ganz bestimmte Richtung.
Ich sah insbesondere Sarah an, da ich ihre perfektionistische Kook-Ader kannte und mir sicher war, dass sie in ihrem Kopf bereits eine fette, dekadente Party mit Hunderten von Gästen im Yachtclub plante.
„Hey! Was siehst du mich denn bitteschön so an?", beschwerte sich die Blondine theatralisch. Sie saß versonnen auf John B's Schoß und hob unschuldig die Hände in die Luft, um jegliche Schuld von sich zu weisen. Ihr Freund schmunzelte nur, legte seinen gesunden Arm fest um ihre Taille und drückte ihr einen sanften, unendlich zärtlichen Kuss auf die nackte Schulter.
Die beiden waren wirklich verdammt süß zusammen. Es tat gut zu sehen, dass sie nach all den Lügen endlich offen zu ihren Gefühlen stehen konnten.
„Mein Dad ist ab morgen auf einer längeren Geschäftsreise und er wird an meinem Geburtstag auch nicht hier auf der Insel sein. Wir können also ohne Probleme bei mir zu Hause feiern", schlug ich in die Runde vor.
„Das hört sich nach einem verdammt guten Plan an", stimmte John B zu, und auch die anderen nickten begeistert.
„Ich kümmere mich um den Alkohol. Ich besorge uns das Zeug", meldete sich JJ sofort mit einem diebischen Grinsen zu Wort und wackelte vielsagend mit den Augenbrauen.
„Klar, was auch sonst", warf Kiara lachend ein. Sie trat von hinten an ihn heran und wuschelte ihm liebevoll durch die blonden Haare, woraufhin JJ blitzschnell reagierte, sie grinsend in den Schwitzkasten nahm und durchknuddelte, bis sie laut aufkreischte.
Ich beobachtete die beiden, und ein kleiner, warmer Stich traf mein Herz. JJ war einfach unberechenbar, aber genau das machte ihn so faszinierend.
„Also bleibt es beim kommenden Samstag?", fragte Pope noch einmal sicherheitshalber nach und blickte von seinem Notizblock auf. Ich nickte fest.
Ich konnte es in diesem Moment selbst noch kaum fassen, dass ich tatsächlich schon achtzehn Jahre alt wurde. Damit war ich auf dem Papier die Älteste aus unserer gesamten Truppe, und dennoch fühlte ich mich absolut nicht so. Ganz im Gegenteil: Man hätte meinen können, mein Humor und meine Albernheit glichen in vielen Momenten eher denen eines zwölfjährigen Jungen. Aber vielleicht war es genau das, was mich bei den Pogues so wohlfühlen ließ. Hier gab es keine steifen Konventionen.
Bevor die rotglühende Sonne endgültig hinter dem Horizont im Meer versank, beschloss ich aufzubrechen. Ich hatte für den Abend noch eine kleine Verpflichtung zu erledigen.
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JEALOUS | RAFE CAMERON ✓
Fanfictie━━ ╰┈➤ 𝙟𝙚𝙖𝙡𝙤𝙪𝙨 /ˈ𝙙ʒɛ𝙡ə𝙨/ ❝ 𝙖𝙙𝙟𝙚𝙘𝙩𝙞𝙫𝙚 𝙛𝙚𝙚𝙡𝙞𝙣𝙜 𝙤𝙧 𝙨𝙝𝙤𝙬𝙞𝙣𝙜 𝙖𝙣 𝙚𝙣𝙫𝙞𝙤𝙪𝙨 𝙧𝙚𝙨𝙚𝙣𝙩𝙢𝙚𝙣𝙩 𝙤𝙛 𝙨𝙤𝙢𝙚𝙤𝙣𝙚 𝙤𝙧 𝙩𝙝𝙚𝙞𝙧 𝙖𝙘𝙝𝙞𝙚𝙫𝙚𝙢𝙚𝙣𝙩𝙨, 𝙥𝙤𝙨𝙨𝙚𝙨𝙨𝙞𝙤𝙣𝙨, 𝙤𝙧 𝙥𝙚𝙧𝙘𝙚𝙞𝙫𝙚𝙙 𝙖...
