Kapitel 12

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Die Bässe dröhnten durch das Wohnzimmer, während die Lichter bunte Flecken auf die tanzende Menge warfen

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Die Bässe dröhnten durch das Wohnzimmer, während die Lichter bunte Flecken auf die tanzende Menge warfen. Eng umschlungen bewegten sich Sarah und John B im Takt der Musik, vollkommen in ihrer eigenen Welt versunken. Am Rand des Raumes sah die Welt allerdings ganz anders aus. JJ und ich standen an der Bar und kippten bereits den vierten Shot hintereinander hinunter. Das brennende Gefühl im Hals betäubte langsam die nagende Sorge in meinem Kopf.

„Wieso hast du noch mal Rafe eingeladen?", fragte JJ plötzlich raunend. Er kniff die Augen zusammen und verzog angewidert die Miene, als sein Blick zur anderen Seite des Raumes wanderte.

Ich folgte seinem Blick. „Oh, das... das ist eine verdammt lange Geschichte, JJ", murmelte ich und stellte das leere Schnapsglas mit einem lauten Klacken ab.

„Und wieso hast du überhaupt so viele Kooks eingeladen?", meldete sich nun auch Pope zu Wort, der mit verschränkten Armen neben uns stand. An seinem extrem angespannten Gesichtsausdruck konnte ich sehen, wie unwohl er sich in der Gegenwart der elitären Insel-Clique fühlte. „Für die sind wir hier drinnen doch absolutes Frischfleisch."

Ich konnte es ihm beim besten Willen nicht verübeln. Die Trennlinie zwischen Figure Eight und der Cut war starr, und sie heute Abend einzureißen, war ein verdammt gewagtes Experiment. Aber bis jetzt hatte ich die Lage ja erstaunlich gut unter Kontrolle.

„Mach dir keine Sorgen, Pope", sagte ich mit einer durch den Alkohol beflügelten Leichtigkeit, schenkte ihm ein aufmunterndes Lächeln und klopfte ihm beruhigend auf die Schulter, bevor ich mich umdrehte und den Weg quer durch den Raum zu Rafe einschlug.

Ich hatte ihm und dem Rest seiner Gruppe ausnahmsweise erlaubt, drinnen im Wohnzimmer zu kiffen – an meinem Geburtstag drückte ich beide Augen zu. Rafe saß lässig auf der dunklen Couch, nahm einen tiefen, langsamen Zug von seinem Joint und blies den dichten, süßlichen Rauch mit geschlossenen Augen in die Luft.

„Hey, Mitbewohner", scherzte ich mit gedämpfter Stimme und ließ mich dicht neben ihm auf das Polster sinken.

Er drehte langsam den Kopf zu mir. Seine Augen waren vom Weed bereits komplett gerötet und glänzten im schummrigen Licht. „Bist du betrunken?", fragte er mit seiner tiefen, rauen Stimme.

„Ein wenig", gab ich unumwunden zu, kicherte leise und zog mein enges, schwarzes Minikleid ein Stück nach unten, das durch das Sitzen gefährlich weit nach oben gerutscht war. Rafes Blick folgte der Bewegung meiner Hand für einen kurzen, intensiven Moment, bevor er wieder meine Augen fixierte.

„Willst du auch einen Zug?", fragte er schmunzelnd und hielt mir den glimmenden Joint direkt vor die Nase.

Zuerst war ich skeptisch. Ich hatte noch nie zuvor geraucht oder gekifft. Doch der Alkohol in meinem Blut flüsterte mir zu, dass heute immerhin mein achtzehnter Geburtstag war. Warum also nicht mal eine kleine Ausnahme machen?

JEALOUS | RAFE CAMERON ✓Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt