Ein paar Tage vergingen, und die drückende Enge von Figure Eight lag mittlerweile hinter mir. Ich wohnte jetzt offiziell drüben im Cut bei John B im Chateau. Das heimliche Leben im Obergeschoss der Camerons war auf Dauer einfach ein viel zu großes, unkalkulierbares Risiko geworden. So sehr ich die gemeinsame Zeit mit Rafe auch genossen hatte – ich wollte Ward und Rose wegen meiner familiären Schlammassel unter gar keinen Umständen in ernsthafte Schwierigkeiten bringen.
Doch kaum dachte ich an ihn, stahl sich automatisch ein weiches, verträumtes Lächeln auf meine Lippen.
Noch nie in meinem gesamten Leben hatte ich mich von einem Menschen so bedingungslos verstanden und gleichzeitig so unfassbar geborgen gefühlt. Die letzten Tage, die wir quasi komplett isoliert in seinem Zimmer herumgegammelt hatten, waren trotz des ganzen Chaos um uns herum absolut perfekt gewesen. Wir hatten über so unendlich viele, tiefgründige Dinge gesprochen; ich hatte Rafe von einer völlig neuen, verletzlichen Seite kennengelernt. Er war abseits seiner Kook-Fassade so liebenswert, fürsorglich und nebenbei ein verdammt guter Zuhörer. Die Nächte, in denen wir einfach nur nebeneinanderlagen und uns minutenlang schweigend ansahen, fühlten sich an wie Szenen aus einem verbotenen Liebesfilm. Zwischen uns existierte eine echte, unsichtbare Verbindung.
„Kate? Kann ich dich mal was fragen?", erklang plötzlich Kiaras Stimme direkt neben mir und riss mich mit einem Schlag zurück in die Realität.
„Hm?", murmelte ich ablenkend, drehte den Kopf zur Seite und sah sie durch die dunklen Gläser meiner Sonnenbrille an.
Wir lagen nebeneinander im warmen Sand des Strandes. Kiaras braune Locken waren vom stetigen Küstenwind wild verweht, doch die kleine, rosafarbene Orchidee, die JJ ihr heute Morgen schüchtern ins Haar gesteckt hatte, saß noch immer perfekt an ihrem Platz.
„Warst du... warst du eigentlich schon mal verliebt? Also, so richtig?", fragte sie und blickte grübelnd auf ihre angewinkelten Beine.
„Ich... denke nicht. Also, zumindest nicht so, wie man es in Büchern liest", antwortete ich ehrlich, während mein Kopfkino sofort wieder Bilder von Rafe aufleben ließ.
Ich mochte ihn. Unglaublich doll sogar. Natürlich hatte es in meiner alten Highschool ab und zu mal Typen gegeben, die ich cool oder attraktiv fand, aber das war absolut kein Vergleich zu dem intensiven, fast schon schmerzhaften Gefühl, das ich für Rafe Cameron empfand.
„Wieso fragst du überhaupt?", hakte ich neugierig nach und stützte mich auf den Ellenbogen.
„Ach, nur aus reiner Neugier...", wich Kie aus. Sie strich sich eine dunkle Locke aus dem Gesicht, und ihr Blick schweifte weit über das vor uns liegende, glitzernde Meer.
Die Wellen klatschten rhythmisch aufeinander, während unsere gebräunten, von der Sonne erhitzten Körper im hellen Licht glänzten. Ich kannte Kiara mittlerweile gut genug, um zu wissen, dass ihr ganz eindeutig etwas schwer auf dem Herzen lag. Sie stellte solche Fragen nicht ohne Grund.
„Kie... bist du etwa verliebt?", fragte ich mit einem vielsagenden Grinsen, vergrub meine nackten Füße im warmen Sand und sah sie von der Seite an.
Kiaras Gesicht nahm augenblicklich eine leicht rötliche Färbung an.
„Oh mein Gott! Du bist absolut verknallt!", rief ich schon fast quietschend aus und setzte mich aufrecht hin.
„Nein, bin ich überhaupt nicht!", protestierte sie sofort mit einem lauten Lachen, doch ich glaubte ihr kein einziges Wort. Ihr Blick sprach Bände.
„Komm schon! Wer ist es? Ist es etwa Pope?", scherzte ich, woraufhin sie laut auflachte und mir spielerisch einen kräftigen Stoß gegen die Schulter verpasste.
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JEALOUS | RAFE CAMERON ✓
Fiksi Penggemar━━ ╰┈➤ 𝙟𝙚𝙖𝙡𝙤𝙪𝙨 /ˈ𝙙ʒɛ𝙡ə𝙨/ ❝ 𝙖𝙙𝙟𝙚𝙘𝙩𝙞𝙫𝙚 𝙛𝙚𝙚𝙡𝙞𝙣𝙜 𝙤𝙧 𝙨𝙝𝙤𝙬𝙞𝙣𝙜 𝙖𝙣 𝙚𝙣𝙫𝙞𝙤𝙪𝙨 𝙧𝙚𝙨𝙚𝙣𝙩𝙢𝙚𝙣𝙩 𝙤𝙛 𝙨𝙤𝙢𝙚𝙤𝙣𝙚 𝙤𝙧 𝙩𝙝𝙚𝙞𝙧 𝙖𝙘𝙝𝙞𝙚𝙫𝙚𝙢𝙚𝙣𝙩𝙨, 𝙥𝙤𝙨𝙨𝙚𝙨𝙨𝙞𝙤𝙣𝙨, 𝙤𝙧 𝙥𝙚𝙧𝙘𝙚𝙞𝙫𝙚𝙙 𝙖...
