Wir lösten uns nur langsam aus dem Kuss, und ich konnte mir beim besten Willen kein Lächeln verkneifen. Meine Lippen kribbelten noch immer von der Berührung, und mein Herz raste wie wild. JJ strich sich fast schon verlegen durch die blonden Haare und musterte mein Gesicht mit einem Blick, in dem plötzlich eine ungewohnte Verletzlichkeit lag.
„Ich hoffe... das ist jetzt nicht irgendwie komisch zwischen uns?", fragte er leise, und seine Stimme klang seltsam unsicher, als hätte er Angst, einen Fehler gemacht zu haben.
„Nein, absolut nicht. Alles gut", versicherte ich ihm mit sanfter Stimme und legte meine Hand beruhigend auf sein Knie. Ein erleichtertes Lächeln stahl sich auf seine Lippen, das meine Knie weich werden ließ.
„Da steckt ihr beiden also!", rief plötzlich Kiaras Stimme durch die Dunkelheit. Sie kam, dicht gefolgt von Pope, den Strand hinuntergelaufen und hielt auf uns zu.
„Wir haben uns schon ernsthafte Sorgen gemacht, wo ihr abgeblieben seid", fügte die Brünette hinzu, während sie uns mit einem forschenden, fast schon wissenden Blick musterte.
Gemeinsam erhoben wir uns aus dem warmen Sand und gingen zurück zu den anderen. Auf der Lichtung war die Party nach wie vor in vollem Gange. Die Musik dröhnte aus den Boxen, die Leute tanzten wild durcheinander, und die absolute Mehrheit der anwesenden Jugendlichen war mittlerweile sichtlich angetrunken. Das ungezwungene Pogue-Leben hatte eine ganz eigene, berauschende Energie.
„Ich hol mir drüben an der Bar noch einen Drink. Willst du auch noch einen?", fragte ich JJ, um die plötzlich aufkommende Hitze in meinen Wangen zu überspielen.
„Ja, bring mir noch so ein Bier mit, bitte", erwiderte der Blondschopf mit einem Zwinkern.
Ich nickte, drehte mich um und drängte mich durch die feiernde Menge bis zu der provisorischen Bar. „Zwei Bier, bitte", bestellte ich bei dem Jungen hinter dem Tresen.
„Na wen haben wir denn da?"
Eine tiefe, erschreckend vertraute Männerstimme erklang wie aus dem Nichts direkt hinter mir. Der raue Tonfall verpasste mir augenblicklich eine heftige Gänsehaut, die mir den Atem raubte. Ich wirbelte herum und blickte direkt in die eisblauen, spöttischen Augen von Rafe Cameron.
„Was verdammt noch mal machst du bitte auf einer Pogue-Party?", fragte ich fassungslos und musterte ihn von oben bis unten. Er wirkte in seiner sauberen Kook-Kleidung völlig deplatziert zwischen all den Bootsschuppen-Kids.
„Genau das gleiche könnte ich dich auch fragen", konterte er kühl, während ein arrogantes Lächeln um seine Lippen spielte.
„Ich wüsste nicht, was dich das angeht", antwortete ich scharf und verschränkte die Arme vor der Brust.
„Wüsste ebenfalls nicht, was dich das angeht", meinte er lachend, hob sein Glas und nahm einen langsamen, provozierenden Schluck von seinem Getränk, ohne den Blick von mir abzuwenden.
„Klar", sagte ich höhnend, nahm die zwei Bierdosen entgegen, die der Barkeeper mir reichte, und wollte gerade an ihm vorbeigehen. Doch Rafe dachte gar nicht daran, mich so einfach entkommen zu lassen. Er machte einen schnellen Schritt zur Seite und stellte sich mir massiv in den Weg.
„Für wen ist das zweite Bier?", fragte er neugierig, und seine Augen verengten sich zu gefährlichen Schlitzen, als er die beiden Dosen in meinen Händen musterte.
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JEALOUS | RAFE CAMERON ✓
Fanfiction━━ ╰┈➤ 𝙟𝙚𝙖𝙡𝙤𝙪𝙨 /ˈ𝙙ʒɛ𝙡ə𝙨/ ❝ 𝙖𝙙𝙟𝙚𝙘𝙩𝙞𝙫𝙚 𝙛𝙚𝙚𝙡𝙞𝙣𝙜 𝙤𝙧 𝙨𝙝𝙤𝙬𝙞𝙣𝙜 𝙖𝙣 𝙚𝙣𝙫𝙞𝙤𝙪𝙨 𝙧𝙚𝙨𝙚𝙣𝙩𝙢𝙚𝙣𝙩 𝙤𝙛 𝙨𝙤𝙢𝙚𝙤𝙣𝙚 𝙤𝙧 𝙩𝙝𝙚𝙞𝙧 𝙖𝙘𝙝𝙞𝙚𝙫𝙚𝙢𝙚𝙣𝙩𝙨, 𝙥𝙤𝙨𝙨𝙚𝙨𝙨𝙞𝙤𝙣𝙨, 𝙤𝙧 𝙥𝙚𝙧𝙘𝙚𝙞𝙫𝙚𝙙 𝙖...
