Die warmen, goldenen Sonnenstrahlen kitzelten sanft meine Nase, wodurch ich langsam aus dem Tiefschlaf erwachte und blinzelnd die Augen öffnete. Das Erste, was ich wahrnahm, war eine vertraute, gleichmäßige Atmung direkt neben mir. Ich drehte den Kopf zur Seite. Neben mir lag Rafe. Er schlief vollkommen friedlich, die Züge weich und entspannt, und er war – wie ein kurzer Blick unter die Laken verriet – nebenbei auch noch splitterfasernackt.
Ein unwillkürliches, breites Grinsen schlich sich auf mein Gesicht, als die Bilder der letzten Nacht wie ein Film vor meinem inneren Auge abliefen. Mein Gott, was war da eigentlich passiert? War es ein absolut monumentaler Fehler gewesen, meine Unschuld ausgerechnet an ihn zu verlieren? Ja, rational betrachtet definitiv. Würde ich es genau in diesem Moment wieder tun? Ja, verdammt, ohne auch nur eine Sekunde zu zögern.
Ich griff hastig nach der weichen Bettdecke und zog sie ein Stück höher, um meinen ebenfalls nackten Körper mitsamt den aufkommenden Rötungen auf meinen Wangen zu bedecken, als Rafe sich neben mir zu bewegen begann. Seine Augenlider zuckten, und kurz darauf fixierten mich diese eisblauen Augen, die mich nun schon seit Tagen völlig um den Verstand brachten.
„Guten Morgen, Prinzessin", raunte er mit seiner extrem tiefen, rauen Morgenstimme dicht an meinem Ohr, was mir augenblicklich eine wohlige Gänsehaut verpasste.
„Morgen", murmelte ich, drehte mich vollständig zu ihm um und sah ihn einfach nur an.
Er zog mich mit einem starken Griff an der Hüfte näher an seinen warmen Körper und drückte mir einen sanften, verschlafenen Kuss auf die Lippen. Sofort fingen seine Hände wieder an, besitzergreifend meinen Körper unter der Decke zu erkunden. Ein leises Zittern durchfuhr mich, und ich biss mir sanft auf die Unterlippe, während die Vernunft versuchte, sich schmerzhaft zurückzumelden.
„Rafe... nein, im Ernst. Ich muss jetzt wirklich langsam aufstehen", erklärte ich ihm schweren Herzens und versuchte, seine Hände sanft, aber bestimmt von meinem Körper zu entfernen.
„Komm schon, Kate. Es dauert doch nur fünf Minuten", meinte er mit einem dreckigen, absolut unwiderstehlichen Schmunzeln und bewies mir sofort, dass er die Finger einfach nicht von mir lassen konnte.
Ich sah ihn mit einem gespielten, strengen Blick an, obwohl mein Herz bereits wie verrückt raste. „Okay... fünf Minuten. Keine einzige Sekunde länger, Cameron!"
Rafe grinste siegessicher, fackelte nicht lange und verschwand mit einer fließenden Bewegung komplett unter der Bettdecke. Als ich spürte, wo er seinen Kopf zwischen meinen Beinen vergrub, fingen meine Oberschenkel augenblicklich an zu zittern. Ein lautes, ungehaltenes Stöhnen entwich meinen Lippen. Ich warf den Kopf hilflos zurück ins weiche Kissen und genoss jede einzelne, brennende Sekunde, die er mir schenkte.
Als Rafe schließlich ein paar Stunden später endgültig das Haus verlassen hatte – nicht ohne mir an der Tür noch einen besitzergreifenden Kuss zu verpassen –, sprang ich erst einmal unter die Dusche, um den Kopf frei zu bekommen. Danach hieß es: anpacken. Ich musste mich dringend um den gesamten Haushalt kümmern, denn mein Vater würde heute nach seiner wochenlangen Geschäftsreise endlich wieder nach Hause kommen.
Das Wohnzimmer war nach meiner Geburtstagsparty vor ein paar Tagen noch immer das reinste, chaotischste Schlachtfeld. Ich sammelte leere Becher ein, wischte klebrige Flecken von den Oberflächen und kümmerte mich um das Chaos zuerst. Dann schnappte ich mir den lauten Staubsauger und reinigte das gesamte Haus vom Keller bis zum Obergeschoss. Anschließend entsorgte ich die restlichen Müllsäcke in den Tonnen draußen und fuhr zügig in die Stadt, um den völlig leergefegten Kühlschrank wieder mit frischen Lebensmitteln aufzufüllen.
Nach einer knappen Stunde kam ich mit zwei schweren, prall gefüllten Einkaufstüten auf den Armen zurück zur Auffahrt geschlendert – und hielt abrupt inne. Das glänzende Auto meines Vaters stand bereits in der Garage.
DU LIEST GERADE
JEALOUS | RAFE CAMERON ✓
Fanfiction━━ ╰┈➤ 𝙟𝙚𝙖𝙡𝙤𝙪𝙨 /ˈ𝙙ʒɛ𝙡ə𝙨/ ❝ 𝙖𝙙𝙟𝙚𝙘𝙩𝙞𝙫𝙚 𝙛𝙚𝙚𝙡𝙞𝙣𝙜 𝙤𝙧 𝙨𝙝𝙤𝙬𝙞𝙣𝙜 𝙖𝙣 𝙚𝙣𝙫𝙞𝙤𝙪𝙨 𝙧𝙚𝙨𝙚𝙣𝙩𝙢𝙚𝙣𝙩 𝙤𝙛 𝙨𝙤𝙢𝙚𝙤𝙣𝙚 𝙤𝙧 𝙩𝙝𝙚𝙞𝙧 𝙖𝙘𝙝𝙞𝙚𝙫𝙚𝙢𝙚𝙣𝙩𝙨, 𝙥𝙤𝙨𝙨𝙚𝙨𝙨𝙞𝙤𝙣𝙨, 𝙤𝙧 𝙥𝙚𝙧𝙘𝙚𝙞𝙫𝙚𝙙 𝙖...
