Das grelle Morgenlicht der unbarmherzigen Sonne von Outer Banks schoss durch das große, offene Fenster von Rafes Schlafzimmer. Einzelne, goldene Sonnenstrahlen fanden ihren Weg durch die Jalousien und tanzten als helle Flecken auf der weißen Bettdecke.
Ich öffnete langsam die Augen, blinzelte gegen die Helligkeit an und drehte mich träge zur Seite. Rafe lag direkt neben mir. Er schlief noch seelenruhig; seine sonst so harten, markanten Gesichtszüge wirkten im Schlaf seltsam weich und friedlich. Wir befanden uns noch immer in exakt derselben Position, in der wir in der Nacht eingeschlafen waren: Sein starker Arm lag schwer und beschützend um meine Taille, und die Wärme seines Körpers hüllte mich vollkommen ein.
Der plötzliche, unwillkürliche Gedanke, ab jetzt vielleicht jeden Morgen so in Rafes Armen aufzuwachen, zauberte mir ein ehrliches, sanftes Lächeln ins Gesicht. Es fühlte sich richtig an. Doch die bittere Realität holte mich viel zu schnell wieder ein, als mir mit einem heftigen Stich im Magen wieder einfiel, warum ich überhaupt hier in diesem Bett lag. Mein Vater hatte mich rausgeworfen. Ich war obdachlos.
„Beobachtest du mich eigentlich gerne heimlich beim Schlafen, Prinzessin?", fragte Rafe plötzlich mit einer tiefen, extrem verschlafenen Stimme.
Er hatte die Augen noch geschlossen, doch ein schiefes, unheimlich charmantes Grinsen stahl sich auf seine Lippen. Langsam öffnete er die Augen, und das stechende Blau seiner Iris fixierte mich augenblicklich.
„Möglicherweise", erwiderte ich leise und sah ihn ertappt und verlegen an.
In diesem Moment verlor ich mich so vollkommen in seinem Blick, dass ich all meine existentiellen Probleme, den heftigen Streit mit meinem Vater und meine Sorgen für ein paar Sekunden komplett vergaß. Es war mir in diesem Augenblick sogar vollkommen egal, dass ich ungeschminkt, mit den wahrscheinlich dunkelsten Augenringen meines Lebens und den schlimmsten Stresspickeln im Gesicht direkt neben ihm aufgewacht war. Vor Rafe musste ich keine perfekte Kook-Prinzessin sein. Er kannte meine hässlichen Seiten längst.
„Hast du gut geschlafen?", fragte er und strich mir mit den Fingerspitzen sanft über die Wange.
Ich nickte nur zufrieden und schmiegte mein Gesicht kurz in seine Handfläche. Um ehrlich zu sein, hatte ich seit Monaten nicht mehr so tief und fest geschlafen wie in dieser Nacht. Ich würde mich selbst belügen, wenn ich behaupten würde, dass es bloß an seiner unglaublich bequemen Matratze lag – Rafe war eindeutig der einzige Grund gewesen, warum mein Körper aufgehört hatte zu zittern und ich endlich zur Ruhe gekommen war.
„Wollen wir zusammen duschen gehen?", schlug er vor, während er mir eine störende, zerzauste Haarsträhne aus dem Gesicht hinter das Ohr strich.
Ich nickte grinsend. Die Aussicht auf heißes Wasser und seine Nähe war genau das, was ich jetzt brauchte. Wir schwangen gleichzeitig die Beine aus dem Bett, begaben uns in sein angrenzendes, luxuriöses Badezimmer und entblößten ohne falsche Scham unsere Körper, bevor wir gemeinsam unter die bereits dampfende, warme Dusche sprangen.
Das heiße Wasser prasselte auf uns nieder. Ich nahm Rafes Shampoo, massierte es langsam in meine nassen Haare und verteilte den duftenden Schaum auf meinem gesamten Körper. Rafe stand direkt vor mir. Er rührte sich nicht, sondern musterte meinen nassen Körper mit einem hungrigen, dunklen Blick, während ihm seine dunkelblonden Haare ohne das Gel völlig nass und wild in die Stirn fielen. Er sah umwerfend aus.
Im nächsten Moment trafen seine Augen mit einer solchen Intensität auf meine, dass mir der Atem stockte. Er kam einen großen Schritt näher, bis das heiße Wasser über unsere beiden Körper gleichzeitig floss.
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JEALOUS | RAFE CAMERON ✓
Fanfiction━━ ╰┈➤ 𝙟𝙚𝙖𝙡𝙤𝙪𝙨 /ˈ𝙙ʒɛ𝙡ə𝙨/ ❝ 𝙖𝙙𝙟𝙚𝙘𝙩𝙞𝙫𝙚 𝙛𝙚𝙚𝙡𝙞𝙣𝙜 𝙤𝙧 𝙨𝙝𝙤𝙬𝙞𝙣𝙜 𝙖𝙣 𝙚𝙣𝙫𝙞𝙤𝙪𝙨 𝙧𝙚𝙨𝙚𝙣𝙩𝙢𝙚𝙣𝙩 𝙤𝙛 𝙨𝙤𝙢𝙚𝙤𝙣𝙚 𝙤𝙧 𝙩𝙝𝙚𝙞𝙧 𝙖𝙘𝙝𝙞𝙚𝙫𝙚𝙢𝙚𝙣𝙩𝙨, 𝙥𝙤𝙨𝙨𝙚𝙨𝙨𝙞𝙤𝙣𝙨, 𝙤𝙧 𝙥𝙚𝙧𝙘𝙚𝙞𝙫𝙚𝙙 𝙖...
