16. Auf den Knien

456 25 13
                                    

Дай мне сил, услышать, что ты любишь, так как никого не любила. – Niletto

Gib mir Kraft, zu hören, dass du liebst, wie du noch nie jemanden zuvor geliebt hattest. – Niletto

Erwin räusperte sich. Sofort flog Jeans Aufmerksamkeit auf ihn. Verwirrt trat er einen Schritt zurück und salutierte umgehend.

»Kommandant.«

Mit aller Kraft versuchte er aufrecht zu stehen, während er seinen Schluckauf unterdrückte.

»Kirschstein.«, erwiderte Erwin kritisch.

»Jean, lass sie doch in Ruhe! Du wirst immer so anhänglich wenn du…«, protestierte Miranda empört, doch als sie den Kommandanten am Tisch entdeckte, hielt sie inne.

»Guten Abend Kommandant, ich wusste nicht, dass Sie…«

Voller Unglauben blickte sie zwischen uns beiden hin und her, doch riss sich schnell wieder zusammen.

»Entschuldigen Sie bitte, er hatte ein paar Gläser zu viel. Adaina wird ihn nach Hause begleiten.«

Entrüstet starrte ich sie an. Ich wollte nicht nach Hause gehen, vor allem nicht, wenn ich Zeit mit Erwin verbringen konnte.

»Es ist schon in Ordnung. Ich sehe es ihm nach. Die beiden können hier bleiben.«, meinte Erwin nüchtern.

»Das ist sehr gütig Ihrerseits, aber Adaina muss sowieso zurück. Auf sie wartet ein Date.«, entgegnete sie hektisch.

»Ein was?«, fragte ich perplex nach.

»Tu nicht so überrascht oder hast du allen Ernstes deine Verabredung vergessen?«

Erwin hob eine seiner buschigen Augenbrauen hoch. Schnell wand sie sich wieder den Kommandanten zu.

»Wissen Sie, Adaina kann sehr vergesslich sein, wir müssen jetzt echt dringend los.«, stammelte sie fieberhaft.

Daraufhin packte sie Jean und mich am Handgelenk und zerrte uns zum Wagen. Dort angekommen half sie Jean den Sitz zu besteigen.

»Mira, was sollte das?«, fragte ich wütend nach. Sie erzählte irgendwelche Lügen vor Erwin und scheinbar hatte er ihnen geglaubt.

»Eigentlich wäre ein Dankeschön an dieser Stelle angebracht.«, erwiderte sie stolz.

»Für was?«

Genervt stemmte sie ihre Hände in ihre Hüfte.

»Dafür, dass ich dich vor den Kommandanten gerettet habe. Eure Beziehung zueinander ist ja wegen dem Zwischenfall angespannt – und das ist noch nett ausgedrückt. Ich wollte dich nur aus einer unangenehmen Situation retten.«

Ermüdet seufzte ich auf.

»Wir verstehen uns wieder. Es ist alles gut zwischen uns. Aber danke.«

Verwundert zog sie eine Augenbraue nach oben.

»Echt jetzt?«

Irritiert zwinkerte sie mit den Augenlidern.

»Ja«, beteuerte ich überzeugend.

»Warte Mal…« Grübelnd strich sie über ihr Kinn.

»Warum wart ihr alleine auf dem Fest?«

Überfordert starrte ich den Boden an.

Ich brauche eine Ausrede, ich brauche eine Ausrede, ich brauche ein-

»Er ist doch nicht etwa dein heimliches Date! Oh mein Gott ich fass es nicht, du und der Kommandant. Sag, küsst er gut?«, quiekte sie begeistert. Sofort wich ich ihren Blick aus.

Till Forever Falls Apart (Erwin X OC)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt