-Chapter 25-

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Sie fiel schnell und mit großem Tumult über die Frauen her,und so begannen die Frauen zu sterben und starben dann auch,jede von ihnen.

Ich ging zu den Leichen.

Sie hatten kein Blut mehr in sich.

So war es bei allen Dingen,die auf diese Weise gestorben waren.

Ich beugte mich über sie,um eines der Gesichter zu betrachten und den Ausdruck darin.

Es war der Ausdruck,den ich in schon so vielen Gesichtern sah.

Angst und Schmerz,und dann das Loslassen.

Ich wusste plötzlich,dass der Name der Frau Rebecca gewesen war.

Und Jessica,die Rebecca das angetan hatte,tat es leid,so leid,und ich richtete mich auf und sagte,es ist schon gut,jetzt beruhige dich.

-Jessica-

Ich erinnerte mich an den Abend,an dem ich Samu zum ersten Mal begegnet war.

Ich wusste nicht genau,warum,aber der Abend hatte von Anfang an etwas Beunruhigendes an sich...

Samu's Zähne waren so weiß und ebenmäßig,abgesehen von den spitzen Reißzähnen,dass man einfach immer wieder hinschauen musste,und der Blick seiner strahlend blauen Augen war intensiv und durchdringend.

Diese Augen ließen sein Gesicht alterslos erscheinen,als habe er die Zeit verlangsamen können,und wenn ich ihn ansah,hatte ich immer den Eindruck,der Mann kämpfe gerade gegen einen Sturm an.

Und jetzt stand er vor mir und schaute mich an,mit diesen Blick.

Intensiv.

Durchdringend.

Ich fühlte mich,wie neugeboren,frisch und irgendwie jünger.

Trotzdem,was Samu da aus mir gemacht hatte,war schrecklich.

Augenblicklich wollte ich in meinen altes Leben zurück,wenigstens zurück in meinen alten Körper.

Der,der altern konnte und keinen Blutdrust hatte.

Als wir am Tag im Bett langen,versuchte ich zu schlafen aber ich bekam kein Auge zu.

Also schnappte ich mir von unten ein Messer mit einer silbernen Klinge und hielt sie genau über Samu's Herz.

Ein Stich und alles wäre vorrüber gewesen.

Mit ihm,nicht aber mit mir.

,,Tu es",sagte er,die Augen immer noch geschlossen.

,,Tu es,wenn du es so willst"

Ich konnte mich nicht bewegen.

,,I-Ich dachte du schläfst"

,,Ich kann dich und deine Willen Spühren,Jessica"

Ich ließ das Messer singen.

Samu umgriff mit seiner Linken mein Handgelenk und nahm mir mit der Rechten vorsichtig das Messer ab.

Mit einem Ruck lag ich unter ihm.

Er verteilte Küsse auf meinem Hals.

,,Du böses Wesen",hauchte er gegen meine kalte Haut.

,,Ich weiß,dass du es nicht nochmal tun wirst aber trotzdem brauchst du eine gerechte Strafe...hm...die hat noch Zeit.Morgen,wenn die Sonne am stärksten scheint,wirst du dich ihr stellen und sie wird deine Haut liebkosten,so wie ich es tue"

Ich schluckte und hielt mich mit meinen zitternden Händen an seinem weißen Shirt fest.

Ein dunkles Lachen verließ ihn und dann rollte er sich endlich von mir runter.

R U NWo Geschichten leben. Entdecke jetzt