"Es war Draco Malfoy", äußerte Harry seinen Verdacht.
"Wie kommen Sie darauf, Mr. Potter? Dies ist eine schwerwiegende Anschuldigung", sagte McGonagall.
"Ich weiß es einfach", meinte Harry entschlossen.
"Wovon redest du, Harry?", fragte Y/N.
Hermine stieß sie mit ihrem Ellenbogen in die Seite.
"Bitte gehen Sie auf ihre Zimmer, und zwar alle", befahl McGonagall. "Aber Professor...", versuchte Harry zu widersprechen. "Kein Aber, Mr. Potter", sagte McGonagall, als ihre Bürotür aufschwang und Snape im Raum stand.
"Sie wollten mich sprechen?", fragte er und sah gespannt auf die Freunde.
"Ja, danke für Ihr Kommen", sagte McGonagall mit einer freundlichen, aber ernsten Stimme.
Die Schüler verließen nacheinander das Büro von McGonagall. Harry schloss die Tür hinter sich, blieb aber unmittelbar vor dieser stehen.
"Harry, du kannst doch nicht einfach lauschen", empörte sich Hermine, als Harry sein Ohr an die Tür drückte.
"Psst", machte Harry nur, und Y/N rollte mit den Augen.
"Das ist mir zu blöd", brummte Y/N und verließ die Gruppe.
"Wohin willst du?", rief ihr Ron hinterher.
"Weg", antwortete sie ihm, während sie immer mehr Abstand zwischen sich und den anderen brachte.
"Hey, warte, nimm mich mit", schrie Ron schließlich, als er seine Optionen abgewogen hatte. Dann lief er ihr hinterher.
"Das ist doch alles verrückt", jammerte er, als er Y/N eingeholt hatte. "Ich möchte nur ein Schuljahr erleben, welches normal ist."
Y/N lachte. Sie hatte mit Ron abgemacht, dass sie sich umziehen würden und dann in die große Halle gehen würden. Es war zwar noch etwas früh für das Abendessen, aber die Schüler nutzten die große Halle als riesigen Pausenraum. Dort trafen sich die Schüler, die mit verschiedenen Häusern befreundet waren, da es ein Verbot gab, fremde Häuser in sein eigenes mitzunehmen.
In der großen Halle angekommen, saßen die Schüler verteilt an den Tischen. Einige unterhielten sich, andere spielten Zauberschach oder Karten. Wieder andere schienen gemeinsam ihre Hausaufgaben für den Unterricht zu erledigen. Y/N und Ron setzten sich auf ihre gewohnten Plätze. Ein Krug mit Wasser und zwei Gläser erschienen vor ihnen. Y/N sah sich um. Unbewusst suchten ihre Augen automatisch die große Halle nach Draco ab. Vergeblich. Er war nirgends zu sehen. Konnte es wirklich sein? Hatte Harry mit seiner Vermutung wirklich recht? Y/N war versucht, die Feder rauszunehmen und ihm eine Nachricht zu hinterlassen, aber aus welchem Grund? Fing sie jetzt an, sich Sorgen um Draco Malfoy zu machen?
"Was machen wir jetzt?", sprach sie Ron an.
"Es ist nicht mehr lange bis zum Abendessen. Harry und die anderen werden bestimmt gleich kommen", meinte sie und trank von ihrem Wasser.
"Okay", sagte Ron und drehte seinen Kopf zu einem Schatten, der auf unserem Tisch erkennbar war.
"Hallo, Y/N", begrüßte sie Roger.
"Hallo, Roger", erwiderte sie und drehte sich verwundert um.
"Ron", begrüßte Roger Ron beiläufig.
"Roger", erwiderte Ron und kniff seine Augen etwas zusammen.
Roger setzte sich unaufgefordert auf Y/N's freie Seite.
"Oh, okay. Setz dich doch", Y/N war vollends verwirrt.
Roger lächelte sie an. "Erzähl mir, Y/N. Wie geht es dir in diesem Schuljahr? Wie findest du den Schulstoff?", fragte er interessiert.
"Guuut", zog sie es in die Länge und sah ihn skeptisch an.
"Bereit für die ZAGs?", fragte er unbeirrt weiter. Ron war überfordert, denn er sah einfach nur kommentarlos zu.
Y/N drehte sich kurz zu Ron und schüttelte kurz mit dem Kopf. Dann drehte sie sich zu Roger und stürzte sich mit ihren Ellenbogen auf die Tische ab. Damit saß sie mit dem Rücken zu Ron und gleichzeitig zu der großen Flügeltür der großen Halle.
"Sag du mir mal, Roger", fing Y/N an. "Was genau soll das hier werden?"
Roger hob seine Augenbraue. "Wonach sieht es denn für dich aus? Ich habe Interesse an dir und wollte mehr über deine Person wissen", antwortete er.
"Und warum gehören meine schulischen Leistungen dazu?", wollte sie wissen und legte ihren Kopf etwas schief.
Roger räusperte sich etwas und setzte sich wieder aufrecht hin. "Du musst wissen, dass meine Familie einen sehr großen Wert darauf legt, dass die Schwiegertochter des Hauses ausreichend gebildet ist. Sie soll schließlich auf den Partys und Geschäftstreffen eine ausreichende Menge an Allgemeinwissen besitzen."
Nun schaltete sich Ron ein und stand auf. "Schwiegertochter der Familie?" Ron lachte auf. "Meinst du nicht, dass du einige Schritte übersprungen hast?"
Roger stand auf. "Ich denke, das geht dich überhaupt nichts an, Weasley."
Ron trat einen Schritt näher zu Roger und stand somit genau neben Y/N, die immer noch auf ihrem Stuhl saß.
"Ich denke, doch", meinte Ron ungewöhnlich gefährlich.
Y/N war sehr überrascht und etwas beeindruckt von Ron. Denn so hatte sie ihn noch nie erlebt. Ron schien, als hätte er alles unter Kontrolle. Sie wollte sehen, was passieren würde und würde, wenn es sein müsste, eingreifen.
"Ahh, du scheinst wohl verliebt zu sein", höhnte Roger.
Y/N stand nun auf und stellte sich neben Ron.
"Sie ist meine beste Freundin, aber davon verstehst du wohl nichts", knurrte Ron ihm entgegen. Dann trat er noch einen Schritt an ihn ran und tippte ihm mit einem Zeigefinger auf die Brust.
"Du solltest lieber in Zukunft deine Art überdenken, wie du mit Frauen sprichst, Davies. Statt einem Vortrag der Ehe könntest du zuerst nach einem Date fragen", sagte Ron, und Roger rieb sich die Stelle, an der ihm Ron mehrfach hintereinander angetippt hatte.
Roger verengte seine Augen etwas und wandte sich an Y/N. "Du bist nicht gut genug, um eine Davies zu werden." Dann machte er auf dem Absatz kehrt und verließ die große Halle.
Y/N und Ron sahen ihm kurz hinterher und prusteten drauf los.
"Hast du sein Gesicht gesehen?", lachte Ron. Y/N stieg auf sein Lachen mit ein und sah sich um. "Ich denke, dass haben alle hier mitbekommen."
Rons Lachen verstarb augenblicklich. Er schaute sich um. Keiner der Schüler zeigte eine Reaktion. Bis ein Schüler aus dem Haus Hufflepuff einen Daumen hob und ihn lobte: "Gut gemacht, Ron." Daraufhin applaudierten die übrigen Schüler. Das würde sich mit 100-prozentiger Wahrscheinlichkeit morgen im ganzen Schloss herumgesprochen haben.
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Draco Malfoy x Reader / Gedanken*
Fanfiction(Y/NN = dein Nachname) Y/N (your Name/ dein Name)ist aus verschiedenen Gründen zuhause unterrichtet worden, bis ihre Eltern zusammen mit Dumbledore entschieden haben, dass sie nach Hogwarts gehst. Dort ist sie im 5.Jahrgang mit Harry,Ron,Hermine un...