Kapitel 31 🌷

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"Seht ihr das, was ich sehe?", fragte
Y/N gespannt.
Harry griff nach der Zeitung und hob sie hoch. Er sah sie sich genauer an.
Ron hatte sich währenddessen an den Tisch gesetzt und schon angefangen zu essen.
"Das Medaillon. Umbridge trägt es um den Hals", sagte Harry und fiel Y/N um den Hals.
"Du erdrückst mich", brachte sie schwer atmend hervor.
"Entschuldige bitte", meinte Harry und zeigte Hermine das Bild.
"Jetzt müssen wir uns nur noch überlegen, wie wir an das Medaillon herankommen", sagte Harry und setzte sich.
"Ich werde mich etwas hinlegen", meldete sich Y/N bei ihren Freunden ab und ging in das Zimmer, welches sie sich mit Hermine teilte.
Sie machte sich frisch und legte sich ins Bett.
Y/N fühlte sich leer. Sie wusste nicht, wo ihre Eltern waren und ob sie noch lebten.
Dann musste sie unweigerlich an Draco denken. Er hatte sie gerettet, schon wieder.
Y/N dachte daran zurück, als Draco seine Maske abnahm.
Sie hatte festgestellt, dass er nicht gesund aussah.
Er hatte Augenringe und war in sich eingefallen. Er hatte abgenommen.
Sie setzte sich auf und nahm ihre Tasche vom Nachttisch.
Sie kramte etwas in ihr herum, bis sie das fand, wonach sie gesucht hatte.
Die kleine Schachtel mit der Feder.
Dracos Feder.
Y/N überlegte hin und her, ob sie etwas schreiben sollte.
Schlussendlich entschloss sie sich dagegen.
Sie legte die Feder wieder weg und verstaute sie wieder in ihrer Tasche.
Sie legte die Tasche wieder auf den Nachttisch und legte sich wieder hin.
Als sie ihre Augen schloss, erschien eine silberne Schrift.
"Y/N, geht es dir gut?". Sie blinzelte zweimal hintereinander.
Draco schrieb ihr. Genau jetzt.
Sie hatte ihn angelogen.
Y/N hatte zwar doch darüber nachgedacht, den Zauber zu lösen, konnte aber nichts über den Zauber finden.
"Ich weiß, dass du es lesen kannst", tauchte ein weiterer Schriftzug auf.
Sie blinzelte erneut.
"Das muss aufhören. Ich muss es einfach ignorieren."
"Was ignorieren?", ertönte Hermines Stimme, die gerade das Zimmer betrat.
"Setz dich. Ich muss dir etwas erzählen", sagte Y/N und stand auf.
"Was ist denn los?", fragte Hermine und setzte sich hin.
Y/N schloss die Tür hinter sich ab und nahm die Schachtel wieder in die Hand.
Sie öffnete sie und holte die Feder raus.
"Hermine. Das, was ich dir erzähle, darfst du niemals jemandem erzählen. Unter gar keinen Umständen", fing Y/N an und sah Hermine abwartend an.
Hermine wiederum war sprachlos. "Was ist denn los?", fragte sie besorgt. "Versprich es mir. Hermine", sagte
Y/N ernst.
"Ich verspreche es", versprach Hermine gespannt.
"Diese Feder" Y/N holte die Feder aus der Schachtel. "Das ist eine hübsche Feder", musterte Hermine die Feder, die Y/N hochhielt.
"Malfoy hat diese Feder verzaubert", fing sie an zu erklären.
"Malfoy?", warf Hermine ein. "Verzaubert?"
"Ja, wenn ich etwas mit der Feder schreibe, bekommt Malfoy die Nachricht vor seinen inneren Augen. Malfoy hat ebenfalls eine Feder, die bei mir das Gleiche auslöst", erklärte Y/N. "Und?", wollte Hermine gespannt wissen.
"Er schreibt mir", antwortete Y/N.
"Und das soll aufhören?", fragte Hermine neugierig.
"Ja", meinte Y/N.
"Finde heraus, welchen Zauber er benutzt hat und hebe ihn auf", schlug Hermine wie selbstverständlich vor.
Y/N schüttelte mit dem Kopf.
"Es geht nicht. Ich habe es bereits versucht."
Hermine runzelte die Stirn.
"Jeder Zauber kann behoben werden", erklärte sie fachmännisch.
"Entweder Malfoy hebt den Zauber persönlich auf oder er wird automatisch aufgehoben, sobald Malfoy gestorben ist", erklärte Y/N ihre Recherchen.
"Oder du", meinte Hermine leise.
"Ja", stimmte Y/N zu.
"Warte, warte. Das heißt, dass du kannst ihm jederzeit schreiben und er dir", fasste sie noch mal zusammen.
"Ja", sagte Y/N und setzte sich neben Hermine auf das Bett.
"Aber das ist doch gut", meinte Hermine und fing an, etwas zu grinsen.
Y/N kniff ihre Augen etwas zusammen. „Was meinst du damit?"
"Du könntest ihn ja einige Sachen fragen, vielleicht kann er uns unbewusst helfen", erklärte Hermine.
"Wir müssen es Harry sagen."
Y/N sprang auf. "Nein. Du hast es versprochen."
Y/N bekam wieder eine Nachricht von Draco.
"Melde dich. Ich mache mir Sorgen", erschien die silberne Schrift.
Y/N blinzelte. Y/N hielt inne.
Hermine stand auf. "Was ist gerade passiert?", fragte sie.
Y/N sah sie an und log: "Gar nichts."
Damit Hermine nicht weiter nachfragen konnte, sprach Y/N schnell:
"Vergiss nicht. Niemand darf das erfahren."
Hermine nickte. "Also schön."
Hermine verließ anschließend das Zimmer.
Y/N setzte sich im Schneidersitz aufs Bett.
Sie hatte immer noch die Schachtel mit der Feder in der Hand.
Y/N nahm die Feder raus und überlegte laut: "Soll ich ihm einfach schreiben?"
Dann zuckte sie mit der Schulter und legte die leere Schachtel zur Seite.
Sie setzte die Feder an und schrieb:
"Lass mich in Ruhe, Malfoy."
Einige Sekunden später bekam sie eine Antwort.
"Immerhin lebst du noch."
Y/N schrieb zurück:
"Ja, aber das dürfte dich nichts angehen. Ich bitte dich inständig, mir nicht mehr zu schreiben."
"Das tut mir leid. Das kann ich nicht", kam die Antwort.
"Ich werde dir nicht mehr antworten", schrieb Y/N und legte die Feder wieder in die kleine Schachtel zurück.
Sie steckte sie wieder in ihre Tasche zurück und legte sich ins Bett.
Als sie dachte, dass Malfoy nichts mehr schreiben würde, schien wieder seine Schrift vor ihren inneren Augen.
"Ich akzeptiere es, Y/N.
Aber ich werde versuchen, immer, wenn es möglich ist, dich vor möglichen Gefahren zu warnen.
Ich habe es versprochen und halte meine Versprechen IMMER."
Y/N blinzelte zweimal und versuchte, jegliche Sympathie zu verdrängen.
Draco war schon süß und offensichtlich um sie besorgt.
Y/N war etwas verwirrt und beschloss, zu schlafen.

Draco Malfoy x Reader / Gedanken*Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt