„Maggie du vorne, ich hinten und Carl du bleibst vor deiner Mutter in der Mitte", bestimme ich und schon laufen wir so los.
Wir laufen in verschiedene Gänge und da es dunkel ist, ist alles ziemlich schwer zu erkennen. Doch eins erkennt man genau. Das Gurgeln der Zombies und der schreckliche Geruch der Verwesung.
„Zurück", schreit Maggie und sofort ändern wir alle die Richtung. Es sind zu viele Beißer die uns entgegen kommen. Da hätten wir keine Chance.
„Hier rein", ruft nun Carl, der eine Tür öffnet. Maggie geht vor, dann Lori, danach Carl und zum Schluss ich.
Ich versuche die Tür zu schließen, doch sie geht nicht zu. Also versuche ich sie mit einer Eisenstange zu versperren. Als ich Loris schrie höre laufe ich umgehend zu ihnen.
„Was ist los?", frage ich aufgebracht und gucke sie umsorgt an.
„Ich glaube sie bekommt Wehen", antwortet Maggie auf meine Frage.
„Oh nein nein nein. Nicht jetzt", beschwert sich Lori und versucht sich ein schreien zu unterdrücken.
„Leg dich hin Lori, ich muss gucken wie weit du bist", sage ich ihr und sie flogt meinen Anweisungen. Maggie hilft ihr dabei ihre Hose auszuziehen und sofort gucke ich nach wie weit ihr Muttermund geöffnet ist.
„Ich kann es nicht so genau sagen", erkläre ich. Das ist nicht gut. Ich sehe nichts. Doch das behalte ich für mich.
„Ich glaub ich muss pressen", erkennt Lori und stellt sich mit der Hilfe von Maggie hin.
„Ruhig Lori. Dein Körper macht das schon von ganz alleine", versuche ich sie etwas zu beruhigen und knie mich hin. Während Lori presst gucke ich wie weit sie geöffnet ist, jedoch kommt mir nur Blut entgegen. Panisch schaue ich Maggie an.
„Du musst dich hinlegen Lori. Etwas stimmt da nicht", stelle ich fest. Maggie legt Lori wieder hin und ich gucke sie an.
„Du musst mein Baby retten Victoria", winselt Lori schon fast. Als wüsste sie genau was passiert.
„Nein Lori, du wirst sterben"
„Schneide meine alte Kaiserschnitt narbe auf", befiehlt sie mir.
„Ich habe das noch nie gemacht. Ich habe Kinder nur normal zur Welt gebracht. Lori du stirbst!", sage ich ihr unter Tränen.
Sie antwortet nicht weiter drauf und widmet sich Carl. Sie verabschiedet sich von ihm. Sie sagt ihm was für ein toller Junge er doch ist und, dass sie sich hätte keinen bessren Sohn vorstellen können. Maggie und mir laufen bereits die Tränen. Nach 5 Minuten widmet sie sich mir.
„Pass auf sie auf Victoria", ich nicke nur unter Tränen, während Maggie Loris Hand hält.
„Gute Nacht mein Schatz", sagt Lori zu Carl und dreht ihren Kopf von ihm weg.
„Tu es!", fleht Lori mich nun an und ich nehme mein Messer um genau der alten Naht entlang zu schneiden.
„Es tut mir so leid", flüstere ich.
Lori beginnt zu schreien. Sie verliert viel Blut. Doch ich schneide weiter, auch wenn es mir schwerfällt. Irgendwann verstummen Loris Schrie und ihre Augen sind geschlossen. Nun kann man das schluchzen von Carl viel besser wahrnehmen.
„Ich sehe den Kopf. Ich werde es herausholen. Carl ich brauche deine Weste. Maggie du strecke deine Arme aus", beide tun was ich sage.
Es dauert nicht lange, da habe ich die Kleine aus Loris Bauch geholt. Ich drehe sie auf den Bauch und klopfe ihr leicht auf den Rücken, damit sie schreit und ihre Lunge frei wird. Dies verläuft zum Glück problemlos. Ich wickle das Baby in Carls Weste ein und gebe es Maggie in den Arm. Immer mehr Tränen laufen mir die Wange entlang als ich zu Loris Leblosen Körper blicke und neben ihr Carl sitzt.
„Wir müssen hier raus", stellt Magie fest und erhebt sich zusammen mit dem Baby im Arm. Die Sirenen sind mittlerweile auch ausgeschaltet worden.
„Ich muss ihr helfen", erkläre ich und versuche Lori wieder zu reanimieren. Bis Carl mich plötzlich an der Schulter etwas zurück zieht.
Ich gucke ihn an und er scheint sofort zu verstehen was ich möchte.
„Ich mache das. Sie ist meine Mutter", sagt Carl und wischt sich die Tränen weg. Langsam stehe ich auf und kurze Zeit später ertönt ein Schuss. Carl hat seine Mutter erlöst. Ohne mich auch nur anzugucken, geht er an mir vorbei und folgt Maggie nach draußen.
Vorsichtig ziehe ich Loris Ehering von ihrem Finger ab und verstaue ihn in meiner Hosentasche. Danach gehe ich auch direkt raus zu den anderen. Alle Augen sind auf uns gerichtet.
„Wo ist sie?", fragt Rick aufgebracht, woraufhin Maggie nur den Kopf schüttelt.
Rick fährt sich durch die Haare und beginnt zu weinen während er ganz nah an mich tritt.
„Du solltest sie beschützen! Ich dachte du bist Ärztin! Du hast sie sterben lassen!", schreit Rick mich an. Tränen strömen seine mit schmutz übersähte Wange hinab.
„Rick ich-"
„Es ist deine Schuld", lässt er mich nicht ausreden.
„Ihr Blut klebt an deinen Händen", schreit er weiter. Er zückt sein Messer und hält es an meinen Hals. Doch ich zucke nicht sondern gucke ihn nur an.
„Rick.", es ist Daryl der ihn von mir zieht. Doch direkt löst sich Rick. Er nimmt die Axt und verschwindet wieder im Gefängnis.
„Wo ist Carol?", fragt Daryl.
„Bei uns war sie nicht", antworte ich woraufhin er einfach geht und Maggie das Baby abnimmt, damit sie Glenn umarmen kann.
„T-Dog und Dale? Wo sind sie?", frage ich, doch die anderen schütteln nur den Kopf.
„Shane und Andrea?", fragt nun auch Maggie. Wieder schütteln die anderen den Kopf.
Alle nehmen sich in den Arm. Und ich stehe hier. Ich habe Lori getötet. Zitternd befreie ich meine Hände von ihrem Blut.
„Wir werden Milchpulver brauchen", erklärt Hershel.
„Ich werde welches holen.", sage ich und gehe Richtung Tor.
„Ich komme mit", meint Maggie und folgt mir.
Zusammen steigen wir in ein Auto und fahren los. Keiner von uns sagt etwas, bis Maggie plötzlich die Stille unterbricht.
„Du hast das Richtige getan", sagt sie und guckt mich an.
Ich umklammere das Steuer in meiner Hand fester und gucke von der Straße kurz zu ihr.
„Rick hätte das nicht sagen dürfen", fährt sie fort.
„Schon okay. Er hat seine Frau verloren", antworte ich und achte wieder auf die Straße.
Nach einiger Zeit halten Maggie und ich vor einem Kindergarten und wir steigen aus. Gemeinsam durchsuchen wir jeden Raum und werden sogar fündig. Windeln, Babynahrung, Kleidung und sogar Spielzeug finden wir. Alles landet in unseren Taschen. Wir hatten ziemlich Angst, dass wir hier Kinder sehen die zu Zombies wurden. Doch zu unserem Glück war hier nur ein Beißer den wir umlegen mussten. Nachdem wir alles haben, fahren wir wieder zum Gefängnis.
Dort angekommen gehen wir mit all unseren Sachen direkt zu den anderen. Ich traue meinen Augen kaum, als wir wieder da sind. Daryl der Grobe und aggressive Kerl hat das kleine Baby auf dem und wippt sie mit einem Lächeln umher. Das passt gar nicht so zu ihm, aber das Baby scheint ihm gut zu tun.
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Bereit zu sterben - Daryl Dixon
FanfictionVictoria Johnson ist mit 21 Jahren eine angehende Ärztin. Grade soll sie sich darum kümmern eine Leiche zu obduzieren, als diese plötzlich zu leben erwacht. Da sie nach einem Jahr immer noch nicht ihre Familie gefunden hat, beschließt sie zum Zentru...
