Der Gouverneur steht von außen mit seinen Leuten von dem Gefängnis und das sind definitiv mehr als letztes Mal. Doch nicht nur mit seinen Leuten, sondern auch mit 2 von uns. Hershel und Michonne knien gefesselt neben ihnen. So wie ich das mitbekommen habe will der Gouverneur das Gefängnis. Ich will dieses Schwein töten, mehr als alles andere. Rick nickt Daryl und mir zu ehe er sich auf den Weg zum Gouverneur macht, wahrscheinlich um zu verhandeln. Die Leute von ihm zielen bereits auf uns.
„Kommt es hart auf hart, rennen alle zum Bus", bestimmt Daryl und guckt insbesondere mich an.
Danach geht Daryl Richtung Waffenlager und Munition, wohin ich ihm unauffällig folge und wir die Waffen an die verteilen, die eben mit uns draußen sind.
Sofort stellen Daryl, Carl und ich uns zusammen an den Zaun und zielen mit den geladenen Waffen auf die Gegner. Die anderen tun es uns etwas weiter weg gleich. Nur für den Fall, dass es eskaliert.
„Ich kann ihn von hier erschießen", sage ich leise zu Daryl, während ich den Kopf des Gouverneurs direkt im Visier habe.
„Ich weiß Vic. Und das darfst du auch. Aber erst wenn sie zuerst schießen", hält Daryl mich zurück.
Rick muss irgendwas gesagt haben, was dem Gouverneur nicht passt, da dieser von seinem Panzer runterspringt und Hershel eine Machete an die Kehle hält. Mein Herz klopft in meiner Brust wie wild. Auch Maggie und Beth scheint es nicht anders zu gehen. Ich kann sehen, dass Rick weiter auf den Gouverneur einredet und ich hoffe, dass das etwas bringt. Und tatsächlich entfernt der Gouverneur die Klinge von Hershels Hals. Erleichtert atme ich aus, doch das soll es nicht gewesen sein. Der Gouverneur holt aus und schlägt Hershel mit einem Satz den Kopf ab. Erschrocken ziehe ich Luft ein und eine träne läuft meine Wange herunter. Ich kann nicht lange drüber nachdenken, da Rick laut „Jetzt"; schreit und wir somit alle anfangen zu schießen. Rick läuft zu uns, doch wird angeschossen, weswegen er sich hinter einem Container versteckt. Ich töte einen nach dem anderen der Gegner und schon rollt der Panzer über unseren Zaun und auf uns zu.
Überall fliegen Patronen und unser Gefängnis wird bombardiert. Trümmer fliegen durch die Luft, Menschen werden verletzt. Es ist das reinste Schlachtfeld.
Die meisten sind schon im Bus und eigentlich ist nur der große Rat und ein paar wenige Leute von uns am kämpfen. Ich hocke hinter einer Palette und musste mich von den anderen trennen um so viele wie möglich zu treffen. Und ich höre nicht auf zu schießen, auch wenn ich körperlich noch total instabil bin. Sie haben Hershel getötet und nehmen uns unser zu Hause. Das lasse ich nicht ihne einen Kampf einfach so stehen. Mittlerweile stürmen auch Beißer unser Gefängnis, da sie offenbar von dem Lärm angelockt wurden und das ganze Gefängnis einfach nur brennt.
Ich muss aus meinem Stützpunkt fliehen und laufe gradewegs auf Daryl zu, der eine Handgranate in den Lauf des Panzers geschmissen hat. Trotz der Umstände behält er einen kühlen Kopf und ist raffiniert.
„Wir müssen hier weg", sagt Daryl und deutet mir an ihm zu folgen. Also laufen wir. Wohin? Keine Ahnung. Aber weg von hier.
Ohne ein Ziel oder andere aus unserer Gruppe laufen Daryl und ich in den Wald. Durch die vielen Explosionen kommen uns Unmengen an Beißer entgegen. Da es zu riskant wäre mit unseren Waffen drauf zu zielen müssen wir während des Laufens einige von ihnen mit unseren Messern töten. Naja oder Daryl schlägt sie mit seiner Armbrust nieder. Seit Stunden rennen wir nun durch den Wald vor den Beißern weg, ehe wir endlich den Wald verlassen und nun durch eine Wiese mit sehr hohen Büschen rennen. Nach kurzer Zeit halten wir an und lassen uns zeitgleich erschöpft nebeneinander auf den Boden fallen. Ohne miteinander zu reden liegen wir einfach auf der Wiese um kurz zu verschnaufen. Die Sonne geht langsam unter, weswegen Daryl und ich aufstehen und an den abgelegenen Waldesrand ein Lagerfeuer errichten. Ich sammle dafür die nötigen Utensilien und Daryl zündet das Feuer. Schweigend setzen wir uns gegenüber voneinander ans Feuer und lehnen uns gegen umgefallene Baumstämme. Ich blicke zu Daryl auf, welcher einfach nur ins Lagerfeuer schaut. Man kann schon sagen, dass seine Haare seit unserer ersten Begegnung etwas gewachsen sind. Was ihm aber deutlich besser steht.
„Du solltest schlafen. Ich halte Wache", sagt Daryl und guckt mich an.
„Ich kann nicht schlafen. Und erst Recht nicht, wenn du alleine wach bleiben musst", schüttle ich den Kopf.
Daryl nickt nur und schaut wieder auf das Lagerfeuer also tue ich es ihm gleich. Sofort habe ich das Gesicht von Hershel vor den Augen. Wie der Gouverneur ihm einfach den Kopf abgeschlagen hat als würde er Golf spielen. Ich hätte ihn töten sollen als ich die Chance dazu hatte. Die Welt ist schon grausam genug, aber trotzdem waren die Beißer unser kleinstes Problem. Ich versuche zu verdrängen was passiert ist.
„Es ist Unwahrscheinlich, dass wir die einzigen Überlebenden sind", unterbreche ich stundenlange Stille, doch Daryl schaut mich nichtmal an.
„Du kannst doch spuren lesen oder nicht?", frage ich ihn herausfordernd doch er reagiert nicht.
„Okay dann gehe ich eben alleine", es würde eh bald wieder dunkel werden also gehe stehe ich auf und gehe einfach vor. Ich weiß genau, dass Daryl mir folgen wird und so ist es auch. Wir gehen durch den Wald und finden nach Sunden endlich eine Fährte.
„Hier was ist damit?", frage ich und deute auf einen kleinen Fußabdruck.
„Das war vor ca. 4 Stunden", erklärt Daryl und somit folgen wir den Spuren.
„Ab hier sind sie schneller gelaufen. Sie hatten es ziemlich eilig", stellt Daryl fest als wir vor einem Busch stehen. An diesem wachsen essbare Früchte wovon einige zermatscht auf dem Boden liegen. Ich pflücke in paar von den Beeren ab.
„Falls wir jemanden finden werden sie Hunger haben. Oder falls du mal das Eichhörnchen nicht triffst", erkläre ich.
„Zweifelst du etwa an meinen Eichhörnchentreffern?", fragt Daryl und hält mir sein schwarzes Bandana hin.
„Oh das gibst du raus", frage ich verwundert.
„Nimm jetzt oder ich knebel dich damit", entgegnet er weswegen ich das Bandana entgegen nehme.
„Ja man da stehe ich total drauf", antworte ich während ich die Beeren einwickle und verstaue.
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Bereit zu sterben - Daryl Dixon
FanfictionVictoria Johnson ist mit 21 Jahren eine angehende Ärztin. Grade soll sie sich darum kümmern eine Leiche zu obduzieren, als diese plötzlich zu leben erwacht. Da sie nach einem Jahr immer noch nicht ihre Familie gefunden hat, beschließt sie zum Zentru...
