Kapitel 54

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Jan POV

Wie bitte? „Er ist verheiratet mit einer Frau die Tina heißt und hat einen Sohn namens Ben. Ben sieht ihm total ähnlich, wirklich. Außerdem studiert Sebastian nicht und hat auch nie studiert. Ich weiß, dass er in irgendeiner Küche arbeitet, weil er das als Ausrede benutzt hat, damit er eine Entschuldigung hat, warum er seinen Ehering nicht trägt." Ich hörte ihm gar nicht richtig zu. Sagte er die Wahrheit? Hatte Sebastian wirklich die ganze Zeit gelogen? Oder erzählt Andre einfach nur Scheiße, weil er Sebastian nicht leiden kann. Ich musste mal kurz nachdenken. Sebastian hatte mir so ziemlich alles über sein leben erzählt, außer seinem Nachnamen. Normalerweise störte mich das nicht, aber es sprach jett gerade nicht wirklich für ihn. Aber wieso sollte er mir derartige Lügen erzählen. Ich musste erst mit Sebastian darüber reden, bevor ich irgendwem mehr glaube. Würde Andre mich wirklich unglücklich machen, nur weil er Sebastian nicht mag. Würde er das einfach in Kauf nehmen, um Sebastian los zu werden oder sagte er echt die Wahrheit. Ich wusste nicht mehr wem ich vertrauen sollte. Hätte Andre mir so eine Story vor ein paar Monaten erzählt, hätte ich ihm sofort geglaubt, aber nach allem was passiert war, hätte er jetzt auch nichts mehr zu verlieren. Andre stand immer noch da im Raum. Er wartete auf eine Antwort, ich glaube er erwartete, dass ich mich bei ihm bedanke. „Ich würde gerne erstmal mit Sebastian reden, bevor ich mich für eine Seite entscheide." Er schien enttäuscht zu sein, aber dass war mir vollkommen egal, jetzt ging es um mich und nicht um ihn oder irgendwen anders, sondern nur um mich und Sebastian. Andre verließ beleidigt den Raum und ich legte mich wieder hin, aber schlief nicht mehr. Am Morgen rief ich sofort Sebastian an, es war 7 Uhr, aber es war mir scheißegal wie früh es war. Ich musste jetzt die Wahrheit erfahren. „Jan ist dir klar wie früh es ist?" Sebastian klang total verschlafen, ich hatte ihn vermutlich geweckt. Naja an einem Samstag schläft er wahrscheinlich normalerweise aus. „Sebastian es ist wichtig, kannst du bitte vorbei kommen." „Ja kann ich machen, gib mir eine Stunde." „Ok danke." Ich legte auf, er wirkte nicht wirklich nervös. Anscheinend wusste er nicht worum es geht.

Eine Stunde später stand er dann vor der Tür. „Ist alles Ok bei dir?" Er machte sich Sorgen oder tat er nur so? „Emmm ich weiß nicht wie ich das Anfangen soll. Andre hat mir eine Geschichte über dich erzählt und ich wüsste gerne ob das wahr ist." „Ja genau weil er dir jetzt sofort die Wahrheit erzählen wird." Es war Andre der sich einmischte, er stand in der Küchentür. „Andre bitte misch dich nicht ein." „Boar ich weiß doch wie Sebastian wirklich tickt, ich bin gestern spazieren gegangen und hab ihn mit dieser Frau und dem Jungen erwischt, später hab ich ihn dann noch konfrontiert." „Du kannst viel erzählen Andre. Ich weiß doch, dass du mich nicht leiden kannst und mich loswerden willst. Hast du auch nur einen Beweis dafür?" Andre wurde blass, anscheinend hatte er keinen Beweis. „Emmm man könnte ja mal in dein Handy gucken" Er gab mir sein Handy und ich guckte mir alles an, seine Bilder, seine Videos und seine Nachrichten, aber alles was ich finden konnte waren Nachrichten von seinem Vater. „Da ist nichts." Andre machte große Augen. „Das kann nicht sein, da müssen Nachrichten von Tina sein." „Und woher willst du das wissen Andre?"

Kann aus Hass noch Liebe werden? (Jandre)Stories to obsess over. Discover now