Kapitel 115

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Jan POV

Cengiz und ich sahen uns den Kerl aus sicherer Entfernung genau an, aber ich musste jetzt nachfragen, weil ich doch unbedingt zu Andre wollte. Ich bewegte mich langsam auf ihn zu, Cengiz folgte mir vorsichtig. Wieso führen wir uns eigentlich so auf? Der sieht eigentlich nicht gerade gefährlich aus, aber seltsam war es schon, dass da ein Fremder vor Andre's Tür saß. Ich nahm meinen Mut zusammen und sprach den Fremden an. „Emmm hallo?" „Hallo, sind sie Herr Meyer und Herr Dogrul?" „Ja woher kennen sie uns und wer sind sie überhaupt?" Er stand auf. „Ich bin Casey, ich hatte mit einem von ihnen beiden telefoniert." „Achso, ja wir hatten geredet. Ich bin Jan." „Cengiz" Wir gaben ihm die Hand. „Ich dachte mir ich rede vorher noch mal kurz mit ihnen." Cengiz mischte sich ein. „Das ist doch mal eine gute Idee, also wenn wir nicht hier sind, damit er sich entschuldigen kann, gehe ich gleich wieder." „Ne ne, er hat's wirklich eingesehen und es wäre gut wenn sie ihm nicht gleich so abwährend entgegenkommen würden, ich weiß, dass das schwer ist, aber wenn sie ihm nicht helfen, wird das nie was und ich glaube das wollen sie genauso wenig wie er." Wir nickten. „So jetzt liegt es an ihnen ob ich mitkommen oder gehen soll." „Vielleicht wäre es ganz gut, wenn sie mitkommen." „Gut na dann." Er klopfte an Andre's Tür. „Andre?" „Komm rein." Wieso duzen die sich denn? Die können sich doch noch nicht so lange kennen. Casey machte die Tür auf und trat langsam ein, naja eigentlich steckte er nur seinen Kopf durch einen kleinen Spalt. „Ich hab dir Gäste mitgebracht." „Was jetzt schon? Ich weiß nicht ob ich das schon schaffe." „Sag dass den Ärzten die dich Entlassen wollen." Er machte die Tür ganz auf und zeigte uns mit einer Handbewegung, dass wir rein gehen sollen. Cengiz lief voraus, weil mich mittlerweile der vorherige Mut vergangen war. Ich weiß nicht warum, aber ich fühlte mich nicht mehr so wohl Andre wieder zu sehen. Er saß in seinem Rollstuhl an seinem kleinen Tisch. Cengiz und ich sahen uns an und ich wusste sofort, dass er dasselbe denken musste wie ich. Es war furchtbar Andre so zu sehen, total ungewohnt und er wirkte so verletzlich und zerbrechlich, aber er lächelte uns trotzdem an. „Hallo." „Hi." Ich lächelte ihn auch an, aber Cengiz blieb standhaft auch wenn es ihm sichtlich schwer fiel. „Du wolltest Jan und mich sehen. Jetzt sind wir hier. Was hast du uns zu sagen?"

Kann aus Hass noch Liebe werden? (Jandre)Stories to obsess over. Discover now