Mein Arm schmerzt immer noch von Gestern. Aber mit ein paar Schmerztabletten wird das bestimmt reichen für die Fahrprüfung heute.
Thomas holt mich netterweise von dem Anwesen ab, da mich niemand zur Fahrschule bringen kann und er nicht wollte, dass ich mit meiner Aufregung alleine zur Fahrschule gehe. Er denkt immer schon voraus.
Ich sehe schon den schwarzen Tiguan vorfahren. Mein Herz fängt schneller an zu schlagen. Schnell ziehe ich mir meinen schwarzen Mantel an und renne raus zu ihm. Er steigt aus und schließt mich sofort in seine warmen Arme.
Nach all dem, was Gestern passiert ist, fühle ich mich zum ersten Mal wieder geborgen.
Thomas küsst meine Stirn und flüstert dabei: „Ich habe gehört, was Gestern passiert. Geht es dir geht?" Es tut so gut seine Stimme wieder zu hören. Ihren Klang habe ich schon lange vermisst. „Geht. Er hat meinen Arm mit dem Messer getroffen. Aber zum Glück nicht tief." Erzähle ich Thomas, während ich meinen Kopf an seine Brust drücke.
Sein Blick wird besorgter. „Zeig mir mal bitte deinen Arm Chloe." Fordert Thomas mich auf. Ich nicke darauf nur und zeige ihm meinen versorgten Arm. „Kannst du damit überhaupt die Fahrprüfung machen? Und tut mir leid, dass dir das passiert ist. Bald musst du nicht mehr alleine schlafen." Auf Thomas Aussage hin muss ich leicht lächeln.
Wenn ich diese Prüfung bestehe, müssen wir uns nicht mehr verstecken. Das heißt, danach wird sich endlich einiges ändern. „Ich denke schon, dass ich die Fahrprüfung machen kann. Kriege ich denn dann heute Abend eine Belohnung?"
Den letzten Satz meine ich natürlich zweideutig und dabei streiche ich über seine Brust. Noch besser wäre, wenn sie nackt wäre. Thomas muss auf meine Frage leicht schmunzeln, bevor er dann meine Hüfte packt und mich auf einmal hochnimmt. „Aber natürlich, wenn du die Fahrprüfung bestehst, bekommst du heute Abend, was du willst." Verkündet Thomas mit einem Zwinkern. Ich lächele nur glücklich.
„Aber jetzt musst du gleich zeigen, was du alles von mir gelernt hast." Sagt Thomas, während er mich gleichzeitig auf dem Fahrersitz absetzt. „Also soll ich mit dem Prüfer ins Bett?" Mit der Aussage will ich ihn etwas aufziehen. Aber Thomas muss nur laut los lachen. „Der Typ ist glaube ich so um 70." Sagt Thomas lachend. Okay, das ist selbst mir zu alt.
Die Fahrt zum TÜV läuft super. Ich mache absolut gar keine Fehler. Wir kommen pünktlich beim TÜV an.
Thomas steigt aus und öffnet mir, wie ein Gentleman die Autotür. Ich gucke ihm beim Aussteigen in die Augen, dabei kommen wir uns wieder so nah, dass fast unsere Lippen wieder aufeinander landen. „Sie sind bestimmt Chloe Lefebre und Sie Thomas Seidler der Fahrlehrer." Die Stimme kommt mir sehr bekannt vor. Es ist der gleiche grässliche Prüfer, wie vom letzten Mal.
Sofort entfernen Thomas und ich uns wieder einander. „Genau richtig." Sage ich leicht genervt. „Der Ausweis." Fordert der Prüfer. Ich gebe ihn ihm natürlich sofort. Thomas zieht unterdessen entspannt an seiner E Zigarette.
Zu Anfangs will der Prüfer wieder, dass ich die Motorhaube öffne und ihm zeige, wo man das Motoröl kontrollieren kann. Danach fahren wir auch endlich los. Meine Beine zittern vor Aufregung. Thomas streicht mir ganz unauffällig über mein zitterndes Bein, als wir an einer Ampel stehen.
„Du schaffst das schon." Sagt Thomas um mir Mut zu zusprechen. „Bis jetzt macht sie es ja ganz ordentlich." Ertönt es von der Rückbank. „Ja. Sie kann auch sehr gut Auto fahren. Nur in Prüfungssituationen verhält man sich ja manchmal etwas anders." Thomas versucht wohl gerade ein Gespräch mit dem Prüfer aufzubauen. Was so semi gut klappt.
„Das stimmt wohl. Dann hier einmal auf den Edeka Parkplatz." Sagt der Prüfer von hinten. Nachdem ich auf den Parkplatz fahre, soll ich wieder Boxen Parken machen.
Ich probiere es, doch nach mehreren kläglichen Versuchen, stehe ich nur schräg in der Parkbox und nicht gerade. Thomas registriert meine hilflosen Blicke. Dann höre ich den Satz von hinten. „Frau Lefebre hier ist ihre Prüfung leider vorbei. Üben Sie bitte das Parken nochmal mit ihren Fahrlehrer."
Ich nicke stumm. „Herr Seidler fahren Sie dann bitte zum TÜV zurück." Schlägt der Prüfer vor. „Natürlich." Antwortet Thomas, der dabei schon aussteigt, was ich jetzt auch tue. Draußen streicht mir Thomas kurz über den Rücken. „Nicht schlimm, das passiert so vielen." Sagt Thomas um mich aufzumuntern. Dann steige ich auch schon wieder auf der Beifahrerseite ein und wir fahren weiter.
„Die Jugend von heute fährt auch deutlich schlechter." Sagt der Prüfer von hinten leicht genervt. Thomas guckt mich kurz nach der Aussage an und er merkt, dass ich kurz vorm Weinen stehe. „Das würde ich so nicht sagen. Der Verkehr hat deutlich zu genommen und dadurch wird das Fahren auch immer anspruchsvoller. Außerdem bin ich damals auch durch meine erste Fahrprüfung wegen dem Parken durchgefallen. Ich habe damals verbotenerweise auf den Bürgersteig geparkt." Thomas dabei lachen, als er das erzählt. Sogar dem Prüfer huscht ein leichtes Lachen übers Gesicht.
„Und dann sind Sie Fahrlehrer geworden?" Fragt der Prüfer amüsiert von hinten. „Nee. Fahrlehrer bin ich erst mit 25 geworden und wie lange Sie arbeiten Sie schon als Prüfer?" Und so geht das Gespräch weiter. Es ist wohl ganz interessant und bringt mich auch kurz auf andere Gedanken. Aber dennoch bin froh, als wir endlich beim TÜV wieder ankommen.
Der Prüfer verabschiedet sich kurz von uns. „Es tut mir leid." Murmele ich leise. Thomas guckt mich mitfühlend an, bevor er mich dann wieder in seinen Arm nimmt und ich fange an bitterlich zu weinen. „Chloe das ist überhaupt nicht schlimm. Jeder Dritte fällt bei der praktischen Prüfung durch. Und ich weiß, dass du gut Auto fahren kannst."
Thomas Worte muntern mich etwas auf. „Aber wir müssen das Versteckspiel weiter aufrecht erhalten und ich würde dich jetzt so gerne küssen." Sage ich traurig, während ich auf seine Brust gucke.
Vorsichtig legt Thomas seinen Finger unter mein Kinn und hebt es leicht an, sodass ich ihm jetzt wieder direkt in seine Augen schaue. Dann streicht er mir sanft eine Strähne aus meinem Gesicht. „Ich weiß und bald werde ich allen sagen können, dass ich dich liebe."
Bei seinem letzten Satz stockt mir dem Atem. Ich will vor Freude lächeln. Doch Thomas ist auf einmal fort. Ich gucke mich erschrocken um. Dann sehe ich ihn. Er steht auf den Bahngleisen und winkt mir freundlich zu. Doch plötzlich erfasst ihn ein fahrender Zug. Ich schreie laut auf und will zu ihm laufen. Doch dort, wo Thomas stand ist nur noch eine große Pfütze Blut, in die ich mich knie. War das alles nur ein Traum?.....
Jetzt mal eine ernste Frage an euch. Findet er es legitim, wenn ein Fahrlehrer etwas mit seiner Fahrschülerin anfängt?☺️ Eure Meinung zu dem Thema würde mich brennend interessieren
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Forbidden desire
RomansaEin verbotenes Verlangen nach dem Mann, den sie nicht lieben darf. Chloe ist 18 Jahre alt und steckt gerade mitten im Abiturstress. Sie ist schwer in ihren Freund Liam verliebt, aber ist er wirklich der, für den sie ihn hält ? Und dann ist da noch...
