Kira
Dylan und ich folgten Elena durch das Schulgebäude zu unserem nächstem Kurs, Spanisch. Die anderen Schülerinnen und Schüler unserer Klasse warteten bereits vor dem Raum des Kurses und einige Mädchen fingen an zu tuscheln, als sie Dylan sahen. Wieso tuschelten eigentlich immer alle über uns? Elena, Dylan und ich blieben etwas abseits der anderen stehen und Dylan lehnte sich wieder gegen die Wand und starrte wie eben gelangweilt auf seine Schuhe, während Elena ihr Handy zückte und wild darauf zu tippen begann.
Mein Blick wanderte von Elenas hektischen Fingern zu Dylans Gesicht und traf auf seine braunen Augen. Ein flüchtiges Lächeln strich über seine Lippen und ich erwiderte dieses knapp, bevor ich ungeduldig auf die Tür des Kursraumes sah.
Ich konnte ihn verstehen. Er hatte sich seine Ferien bestimmt anders - ja vielleicht sogar besser vorgestellt. Nun musste er bei Elena für drei Monate wohnen und hatte absolut nichts zu tun. Und nun schleppten wir ihn auch noch mit auf ein Konzert einer britischen Boyband, womit er eh nichts anfangen konnte. Also, wenn er gelangweilt war, dann verstand ich das komplett.
"Elena, was wird das?" Fragte Dylan, als er sah, dass Elena ohne Punkt und Komma irgendwas bei Twitter eingab. "Du weißt, dass man pro Tweet nur 140 Zeichen hat, oder?" Elena sah ihn nur erstaunt an.
"Na, ich muss doch twittern, dass wir heute Abend zum Konzert gehen!" Sagte sie etwas zu laut, sodass sich eine Gruppe Schülerinnen zu uns umdrehten. Na großartig, jetzt kamen auch noch die zwei Mädchen zu uns rüber, die ich am wenigsten ausstehen konnte. Und die mich eigentlich gar nicht ausstehen konnten. Olivia und Megan.
Megan war ein Mädchen, das sehr viel Wert auf Markenkleidung legte, die immer etwas extravaganter zu werden schien. Dass so ein weiter Ausschnitt und so kurze Röcke in unserer Schule überhaupt erlaubt waren... Und Olivia sah jeden Tag so aus, als wäre sie bei Douglas eingebrochen, so sehr war ihr Gesicht mit Make-up bedeckt. Ihre Klamotten waren auch nicht unbedingt besser als Megans.
"Hey, Kira." Begrüßten sie mich und umarmten mich als wäre es die verständnisvollste Sache auf der ganzen Welt. Normalerweise würdigten die beiden mich keines Blickes und, wenn sie es taten, dann nur, weil sie sich über mich lustig machten. Ich runzelte verwirrt die Stirn und erwiderte ihre gestellten Umarmungen nicht.
"Und du bist Elena, oder?" Fragte Megan sie gestellt freundlich. Elena nickte nur und schaute wieder auf ihr Handy.
"Und dich kennen wir glaube ich noch nicht." Meinte Olivia nun an Dylan gewandt, der wieder von seinen Schuhen aufsah. Sie klimperte ihn mit ihren künstlichen Wimpern an. "Zu wem gehören denn diese schönen braunen Augen?" Ich musste mir ein Lachen verkneifen.
"Dylan." Antwortete er nur knapp und warf mir einen kurzen amüsierten Blick zu, bevor er wieder auf seine Schuhe schaute. Anscheinend eine Angewohnheit von ihm, wenn er sich in Situationen wiederfand, die ihn überforderten. In meinem Inneren machte sich ein ungewohntes Gefühl breit. War das etwas Eifersucht? Olivia und Megan hackten sich derweil eine rechts und eine links bei mir ein und schnatterten schon wieder los.
"Ich habe gehört, ihr geht heute auf ein Konzert." Bemerkte Megan und schenkte mir ein süffisantes Lächeln. Ich sah sie nur emotionslos an und versuchte mich aus ihrem Klammergriff zu befreien, aber weder Megan noch Olivia hatte Lust loszulassen.
"Ja, und? Ist doch nicht euer Problem." Gab ich bissig zurück und die beiden umklammerten mich noch fester an meinen Armen.
"Von wem ist das Konzert?"
"Wessen Konzert." Fuhr Dylan dazwischen, bevor ich es laut aussprechen konnte. Er zwinkerte mir zu und ich schaute leicht grinsend auf den Boden. Elena sah von ihrem Handy auf und konnte ein breites Grinsen nicht unterdrücken.
DU LIEST GERADE
Alive - Dylan O'Brien AU
Ficção Adolescente"Es wird ein Loch in deinem Herzen sein, aber es ist gleichzeitig auch ein besonderer Platz, den nur er dort hat. Du wirst glücklich sein, du wirst ihn nicht vergessen und glücklich sein. Du wirst leben." Kira Lockwood hatte ein großes Herz und eine...
