Kira
In der Mittagspause machte sich Elena wieder auf den Weg, um ihren täglichen Fischburger zu kaufen und Dylan und ich setzten uns an den Tisch ganz am Ende der Mensa, wo ich eigentlich immer alleine saß. Da Elena lange in der Schlange vor dem Burgerstand zwischen den anderen hungrigen Schülerinnen und Schülern anstehen musste, erwartete ich sie nicht allzu bald zurück. Also beugte ich mich zu meiner Schultasche hinunter, holte mein Buch raus und begann, darin zu lesen.
"Was liest du?" Fragte Dylan nach einer Weile. Ich schaute zu ihm auf und hielt ihm den Buchrücken entgegen, damit er den Titel lesen konnte. "Habe ich schon gelesen, das Ende ist echt verblüffend." Ich sah ihn verwundert an.
"Wieso hast du Die Bestimmung gelesen?" Er zuckte nur mit den Schultern.
"Ich finde es interessant, dass Menschen, beziehungsweise in diesem Fall eine Autorin, sich die Zukunft in ihrer Fantasie komplett anders vorstellen wie manch andere." Während er diesen Satz sagte, stellte ich ein gewisses Funkeln an Begeisterung in seinem Blick wieder.
"Wie stellst du dir denn die Zukunft vor?" Fragte ich geradeheraus. Er überlegte kurz, bevor er antwortete.
"Ich lasse mich überraschen." Ein Grinsen schlich sich auf mein Gesicht. "Wir haben ja auch keine andere Wahl, schätze ich." Nach dieser Antwort, nahm er einen Schluck von seinem Orangensaft und lehnte sich dann in seinem Stuhl zurück. "Und was ist mit dir?" Bevor ich antworten konnte, sah ich aus dem Augenwinkel vier Personen auf uns zugehen und wandte den Kopf in ihre Richtung.
Es waren Megan, Olivia, Josh und Ian. Josh und Ian will man genauso wenig kennen, wie die zwei Mädchen, die wir heute Morgen schon im Flur vor dem Spanischunterricht getroffen hatten. Josh war nicht der hellste Junge meines Jahrgangs und war eigentlich nur gut um Basketballspielen. Ian war das genaue Gegenteil von Josh. Er war clever, aber sein Macho-Gehabe ließ ihn unsympathisch und dümmlich auf mich wirken. Andere Leute aus meiner Stufe schienen darauf zu stehen, denn angeblich sollte er jede Nacht eine Andere haben. Das einzige, was die vier wirklich gut konnten, war andere Leute herunterzumachen. Unter anderem mich, aber das ging bei mir zum einen Ohr rein und direkt am anderen wieder raus. Logan hatte mir immer gesagt, dass es nicht wichtig sei, was andere Leute von einem denken. Es ist nur wichtig, was man von sich selbst denkt. Dass man sich selbst akzeptiert.
Als die Vier bei unserem Tisch angekommen waren, legte Megan mir von hinten ihre Hände auf die Schultern. Ihre Berührung jagte sofort ein alarmierendes Gefühl durch meinen gesamten Körper. Olivia schnappte mir das Buch aus der Hand und schlug es zu, obwohl ich kein Lesezeichen hineingetan hatte.
Josh und Ian hatten beide jeweils ein Glas Orangensaft in der Hand und blickten sich verstohlen um. Ich verfluchte mich innerlich dafür, dass ich eine neue Bluse angezogen hatte. Dylan am anderen Ende des Tisches hatte eine aufrechtere Haltung angenommen und musterte Ian und Josh skeptisch mit hochgezogenen Augenbrauen als hätte er eine Vorahnung.
"Und Kira, wie geht es dir?" Fragte Megan mit einer überfreundlichen Stimme und begann, meine Schultern zu massieren. Ich schlug ihre Hände weg und drehte mich zu ihr um, warf ihr einen genervten Blick zu.
"Was wollt ihr?" Olivia lachte sarkastisch und ließ mein Buch auf den Boden fallen.
"Wie bist du an die Konzertkarten gekommen?" Wollte sie wissen. Ich zog eine Augenbraue nach oben und seufzte tief.
"Wisst ihr doch." Sagte ich nur und beugte mich nach unten, um das Buch aufzuheben, doch Josh kickte es mit seinem Fuß weg, bevor ich es mit der Hand erreicht hatte. Ich merkte, dass sich Dylan anspannte.
"Du musst auf ihre Frage antworten, Nerd." Sagte Josh und ich verdrehte nur die Augen.
"Ich muss gar nichts. Habt ihr nichts besseres zu tun als mich zu nerven?" Fragte ich resigniert und Josh und Ian warfen sich einen Blick zu, den ich nur allzu gut kannte. Toll, die neue Bluse konnte ich schonmal wegschmeißen.
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Alive - Dylan O'Brien AU
Teen Fiction"Es wird ein Loch in deinem Herzen sein, aber es ist gleichzeitig auch ein besonderer Platz, den nur er dort hat. Du wirst glücklich sein, du wirst ihn nicht vergessen und glücklich sein. Du wirst leben." Kira Lockwood hatte ein großes Herz und eine...
