Kira
"Wieso sind wir hier?" Unterbrach ich das minutenlange Schweigen und blickte hinüber zu Dylan, der an der anderen Seite des Zimmers stand und gerade Staub von dem Ofen pustete, was ihm einen Hustenanfall einbrachte. Er gab ein paar würgende Geräusche von sich, bevor er zu einer Antwort ansetzte.
"Warum nicht?" Grinste Dylan nun und betrachtete den der beiden Stühle, der ihm an nächsten stand, schätzte anscheinend ab, ob das klapprige Holzgestell unter seinem Gewicht zusammenbrechen würde oder nicht.
Er zuckte mit den Schultern und ich sah ihm dabei zu, wie er sich auf den Stuhl fallen ließ. Für einem Moment passierte nichts und der Stuhl stand still da, schwankte nicht einmal unter seinem Gewicht - doch dann gab er ein lautes karrendes Geräusch von sich und fiel in sich zusammen. Dylan konnte noch gerade rechtzeitig aufspringen, ehe der Stuhl auf den Boden krachte.
"Ich hätte dir direkt sagen können, dass der dein Gewicht nicht hält." Lachte ich und meine Augen tränten leicht von den Unmengen an Staubkörnchen, die nun durch den ganzen Raum geschleudert wurden.
"Klugscheisserin." Entgegnete Dylan und grinste mich frech an, bevor er einen Niesanfall bekam und ich ihn noch mehr auslachen musste. Das Auslachen war jedoch keine gute Idee gewesen, denn das brachte mir ein paar Hustenanfälle ein. Wir mussten dringend hier raus hier - oder zumindest Staub wischen.
"Das kommt davon." Der große Junge kam zu meiner Seite des Raums und stellte sich neben mich, betrachtete den Haufen Holz am Boden, den er angerichtet hatte und rieb sich den Nacken.
"Sagt der Richtige." Gab ich zurück und stieß ärgernd meine Schulter an seine.
"Also, wieso sind wir wirklich hier?" Fragte ich noch einmal. Er seufzte.
"Der Typ, der mir den Jeep geliehen hat, Sam, dem gehört hier diese Hütte, ich glaube er hat sie geerbt oder so und auf jeden Fall meinte er, dass er sie nicht braucht. Also dachte ich mir, dass wir sie renovieren können. Wenn uns langweilig ist."
Ich starrte ihn einen Moment irritiert an.
"Und deswegen sind wir hierhin gefahren?"
"Ja." Ich betrachtete den hoffnungslos aussehenden Raum und ein paar Gedankenblitze schossen mir durch den Kopf.
"Die Stühle könnte man bestimmt wieder richtig zusammenschrauben und der Tisch müsste nur etwas nachgestrichen werden, die Schränke sehen eigentlich auch noch in Ordnung aus." Sagte ich, während ich durch den Raum ging und mir die Möbel genauer ansah.
"Nur die Sachen in den Schränken sollten wir wegschmeißen." Sagte Dylan und inspizierte den Inhalt der Schränke. "Es sei denn, du stehst auf grünes Brot."
Er hob die Verpackung mit dem Brot aus einem der Schränke, der neben dem Tisch stand und hielt es mir vor die Nase. Ich schob es angewidert weg und nickte zustimmend.
"Du hast recht, aber wir brauchen dafür Hilfe und wir müssen ein paar Dinge kaufen." Er legte das Brot zurück in den Schrank.
"Aber nicht heute." Sagte ich, als Dylan schon wieder Richtung Ausgang laufen wollte.
"Wieso nicht?" Fragte er und lehnte sich an den Türrahmen.
"Weil ich Schule habe und Hausaufgaben machen und Vokalen und all das Zeug üben muss?"
"Gut, dann helfe ich dir." Grinste er. "Und danach fahren wir zu einem Baumarkt."
Und das meinte der große Junge sogar ernst.
Nachdem wir diese verdammte Hütte wieder verlassen hatten, fuhren wir auf direktem Weg zu mir nach Hause. Ich stieg aus dem blauen Jeep aus und entriegelte die Haustür, während Dylan den Wagen abschloss.
"Schönes Haus." Bemerkte er, als er sich seine Schuhe von den Füßen streifte. Ich warf ihm einen sarkastischen Blick zu und ging in die Küche.
"Du warst schon einmal hier, erinnerst du dich?"
"Natürlich, das war immerhin erst vor fünf Tagen." Ich holte zwei Gläser aus dem Schrank über der Theke und erschrak leicht, als ich mich umdrehte und Dylan direkt vor mir stand.
Er grinste dämlich und schnappte sich eins der beiden Gläser. Mein Herz schlug wie eine tickende Zeitbombe und ich spürte, dass sich mein Atem beschleunigte. Dylan schien es zu bemerken, denn sein Grinsen wurde noch breiter.
"Ich mache dich nervös."
"Nein, machst du nicht!" Gab ich etwas zu schnell zurück, er zog eine Augenbraue in die Höhe.
"Und Igel können fliegen."
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Alive - Dylan O'Brien AU
Novela Juvenil"Es wird ein Loch in deinem Herzen sein, aber es ist gleichzeitig auch ein besonderer Platz, den nur er dort hat. Du wirst glücklich sein, du wirst ihn nicht vergessen und glücklich sein. Du wirst leben." Kira Lockwood hatte ein großes Herz und eine...
