Kira
Für ein paar Sekunden schauten wir uns einfach an.
Ein leichtes Lächeln schlich sich auf Dylans Gesicht und mein Herz begann schneller zu schlagen. Es fühlte sich einfach so richtig an, mit ihm hier zu sein. Er verstand mich tatsächlich auf eine Art und Weise, die ich selbst nicht begreifen konnte. Es war irgendwie richtig so. Es war irgendwie gut so. Für diesen kleinen Moment, den wir zusammen teilten, schien es so als wäre die Schwere, die Logans Tod hinterlassen hatte, etwas leichter geworden. Angehoben von Dylans warmen Worten und seinen schützenden Armen.
"Also, wieso sind wir hier?" Fragte ich schließlich und der Halbire räusperte sich, bevor er aufstand und mir die Hand reichte. Ich nahm sie dankend, doch er ließ sie nicht los, als ich schon längst auf den Beinen war. Er ergriff auch meine andere Hand und zog mich in eine Umarmung. Ich schloss die Augen und spürte ein Lächeln auf meinen Lippen, während ich meinen Kopf in seiner Schulter vergrub und er seine Arme noch fester an mich drückte.
"Wir müssen immer noch zu der Hütte." Antwortete er, nachdem wir uns voneinander gelöst hatten und er strich mir liebevoll über meine Wange, bevor er sich zum Gehen wandte.
"Können wir nicht doch den Jeep nehmen?" Quengelte ich und setzte einen Schmollmund auf.
"Nein." Gab er standfest zurück und versuchte mich weiterhin hinter sich herzuziehen.
"Och, komm schon." Entgegnete ich und er rieb sich verlegen über den Hinterkopf.
"Wenn der kaputt geht, bin ich am Arsch."
"Es ist ein Jeep."
"Trotzdem. Es ist auch nicht so weit." Ich seufzte und ging zögernd los. Dylan schien das jedoch nicht zu reichen, denn er rannte los und ich hatte keine andere Wahl als ihm zu folgen.
Wir hatten fast die Hälfte des Feldes erreicht, als ich in ein Loch im Boden trat und der Länge nach hinfiel. Dabei knallte ich von hinten gegen Dylan, der daraufhin ebenfalls Bekanntschaft mit dem Boden machte. Ich spuckte ein wenig Erde aus und klopfte mir den Dreck von den Armen. Ich konnte nicht anders als über meine eigene Ungeschicktheit zu lachen. Ich hätte einfach besser hinschauen sollen. Dylan stand ebenfalls auf und rieb sich über sein rechtes Knie.
"Ist alles okay?" Fragte ich besorgt und er grinste.
"Klar, ich bin ja nicht aus Zucker. Du hast dir auch nichts getan, oder?"
"Nein, ich bin einfach nur ein wenig dumm." Er schüttelte schmunzelnd den Kopf.
"Du bist vielleicht etwas ungeschickt im Überqueren von Feldern, aber auf keinen Fall dumm." Er klopfte sich den Schmutz von seiner Hose. "Ich habe eine Idee."
Er kam zu mir und hockte sich vor mich, mit dem Rücken zu mir, hin. Ich konnte nicht anders als wieder zu lachen.
"Was wird das?" Er warf mir einen Blick über die Schulter zu und schmunzelte leicht.
"Ich nehme dich, wie sagt man so schön, huckepack."
"Ist nicht dein Ernst."
"Doch, komm schon, sonst brichst du dir noch die Beine mit deiner Ungeschicklichkeit."
"Hey, dünnes Eis." Ich ließ mich trotzdem von ihm huckepack nehmen und er rannte auch schon wieder los. Ich wunderte mich, dass er überhaupt noch so schnell rennen konnte, mit meinem Gewicht auf dem Rücken.
Als wir bei der Hütte ankamen, kletterte ich von seinem Rücken herunter und er stieß die knarzende Holztür auf. Im Inneren der Hütte erwarteten uns ein alter Ofen und sogar ein paar leere staubige Schränke. Diese ließen den einzigen Raum kleiner wirken als er eigentlich war. Ich sah eine Hintertür an der gegenüberliegenden Seite, die in einen Garten führte, der eigentlich nur aus Unkraut bestand, dahinter wieder weites Feld.
Ich hustete kurz, als ich neugierig eine der Schranktüren öffnete. Ein paar Spinnweben hingen in den Ecken des Raumes oder innerhalb der Schränke. Ein alter Tisch stand in der Mitte auf einem zerfransten Teppich mit zwei Stühlen, die furchtbar zerbrechlich wirkten.
"Wieso sind wir hier?" Unterbrach ich das minutenlange Schweigen und blickte hinüber zu Dylan, der an der anderen Seite des Zimmers stand und gerade Staub von dem Ofen pustete, was ihm einen Hustenanfall einbrachte. Er gab ein paar würgende Geräusche von sich, bevor er zu einer Antwort ansetzte.
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Alive - Dylan O'Brien AU
Fiksi Remaja"Es wird ein Loch in deinem Herzen sein, aber es ist gleichzeitig auch ein besonderer Platz, den nur er dort hat. Du wirst glücklich sein, du wirst ihn nicht vergessen und glücklich sein. Du wirst leben." Kira Lockwood hatte ein großes Herz und eine...
